Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

Das kostenlose Glossar zum Thema Arbeitsschutz. Finden Sie über 400 Begriffsklärungen und mehr als 1.200 Schlagwörter zu den Themen Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Betriebsanweisung, Betriebsarzt, Brandschutz, Gefährdungsbeurteilung, Gesundheitsförderung und vieles mehr.

Kalander, Walzen

Ein Kalander ist eine Maschine zur Herstellung von Papier oder anderer Materialien und zum Be- und Verarbeiten von Gummi, Kunststoffen oder Dispersionen. (...)

Kälteanlagen

Bei Kälteanlagen handelt es sich um Anlagen, die mit Hilfe von Kältemitteln einem Stoff oder Raum Wärme entziehen, um diesen zu kühlen. (...)

Kältearbeiten

Als Kältearbeiten werden sowohl Arbeiten in Industriekälte als auch Tätigkeiten im Freien bei niedrigen Temperaturen bezeichnet. (...)

Kaltreiniger

Kaltreiniger sind organische Flüssigkeiten die bei Raumtemperatur zum Reinigen und Entfetten verwendet werden. (...)

Kantenschutz

Kantenschutz dient einerseits dem Schutz von Kanten (bei Verpackungen, Einrichtungen, Bauteilen), andererseits aber auch dem Schutz der Umschnürungen von scharfkantigen Gegenständen oder der daran vorbeiführenden Seile, Ketten oder Bänder vor Beschädigungen. In der Sicherheitstechnik steht die letztgenannte Funktion im Vordergrund.

Kassen

Unter dem Begriff "Kassen" sind die Kassenstellen von Geldinstituten (Sparkassen und Banken) zu verstehen. (...)

Kindertageseinrichtungen

Kindertageseinrichtungen sind für die ganztägige oder für einen Teil des Tages erfolgende Betreuung oder Unterkunftsgewährung für Kinder zuständig. (...)

Klebstoffe

Klebstoffe sind nichtmetallische Werkstoffe, die unterschiedlichste Körper durch Oberflächenhaftung miteinander verbinden.

Kleinbetriebe

Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten werden in der Sprachregelung der Europäischen Union als Kleinbetriebe bezeichnet, obwohl eine scharfe Abgrenzung zu Mittel- und Großbetrieben nicht möglich ist.

Kleingerüste

Kleingerüste sind Geräte (Bühnen oder Podeste), die bei über Reichhöhe liegenden Arbeitsstellen an Stelle von Standgerüsten als vorübergehender Arbeitsplatz aufgestellt werden und deren Belaghöhe bei bestimmungsgemäßer Verwendung maximal 2,50 m über der Aufstellfläche liegt.

Klimafaktoren am Arbeitsplatz

Zu den Klimafaktoren am Arbeitsplatz gehören Lufttemperatur, Luftfeuchte, Luftgeschwindigkeit, Luftdruck und Temperaturstrahlung. Leistungsfähigkeit und Gesundheit des arbeitenden Menschen werden wesentlich von diesen thermisch wirksamen Klimakomponenten bestimmt.

Bei allen klimatischen Arbeitsplatzbeurteilungen sind diese Klimafaktoren gemeinsam zu berücksichtigen. Um die Angabe des Klimas zu vereinfachen, fasst man die einzelnen Komponenten zum Klimasummenmaß, der Effektivtemperatur, zusammen.

Knallgas

Knallgas ist ein Gemisch aus Wasserstoff und Luft oder Sauerstoff. Es explodiert bei Zündung mit heftigem Knall.

Knetmaschinen

Bei Knetmaschinen, Meng- und Mischmaschinen werden teigige Massen durch die Bewegung von Werkzeugen oder Behältern bearbeitet oder gemischt. (...)

Kohlendioxid

Kohlendioxid ist ein farbloses, unsichtbares, unbrennbares, schwach saures Gas, dessen frei werdende Flüssigkeit zu fester Form (Trockeneis) erstarrt. Kohlendioxid wird als Kältemittel und als Schutzgas beim Schweißen sowie als Feuerlöschmittel verwendet. (...)

Kohlenmonoxid

Chemische Formel: CO. Synonyme: Kohlenoxid, Kohlenstoffmonoxid. Kohlenmonoxid ist ein giftiges, geschmackloses, farb- und geruchloses, hochentzündliches Gas, etwas leichter als Luft. Das Gas- und Luftgemisch ist explosionsfähig. CO wird eingesetzt zur Reduktion von Erzen, zur Gewinnung von Wasserstoff durch Konvertierung (Umwandlung). Kohlenmonoxid entsteht u.a. bei der unvollständigen Verbrennung von fossilen Brennstoffen und ist daher an fast allen Verbrennungsprozessen beteiligt. Beachtliche Mengen gelangen zudem durch bakterielle Vorgänge im Erdboden und im Meer in die Atmosphäre. Verwendet wird CO in erster Linie zur Herstellung von Methanol, synthetischem Erdgas, Benzin, Carbonsäuren und Estern und vielem mehr.

Kohlenwasserstoffe

Als Kohlenwasserstoffe werden organische Verbindungen bezeichnet, die nur aus den Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Sie sind wasserunlösliche, wasserhelle Flüssigkeiten mit benzinartigem Geruch. (...)

Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN)

Die Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) ist ein ehrenamtliches Gremium, in dem die Sozialpartner, der Staat, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und das Deutsche Institut für Normung (DIN) vertreten. (...)

Konstruktiver Explosionsschutz

Kann das Auftreten von explosionsfähiger Atmosphäre in einer Anlage nicht verhindert und können auch Zündquellen nicht vollständig vermieden werden, stellen konstruktive Explosionsschutzmaßnahmen einen wirksamen Schutz dar, um die Auswirkungen von Explosionen auf ein unbedenkliches Maß zu beschränken.

Kontamination

Kontamination ist die Verunreinigung von Arbeitsstätten, Arbeitsbereichen, Einrichtungen, Maschinen, Werkzeugen, Arbeitskleidung, der Haut, der Beschäftigten oder der Atemluft mit gefährlichen Stoffen. Die Beseitigung von Kontaminationen wird Dekontamination genannt; wird ein sanierter Bereich durch Unachtsamkeit, falsche Arbeitsweise oder unzureichende technische Ausrüstung erneut verunreinigt, spricht man von Rekontamination.

Ursprünglich wurde der Begriff Kontamination vor allem in der Kerntechnik verwendet. Er bezeichnete die Verunreinigung kerntechnischer Anlagen, ihrer Einrichtungsgegenstände und der dort tätigen Personen mit radioaktiven Stoffen. Später weitete sich dieser Begriff auf die Umwelt aus. Er wird heute auch für die Verunreinigung durch (nicht radioaktive) Gefahrstoffe und durch gefährliches biologisches Material (Viren, Bakterien, Pilzsporen usw.) sowie durch gentechnisch veränderte Materialien (Pflanzen, Saatgut) verwendet, die aus Laboratorien, Produktionsstätten oder von Anbauflächen in die Umwelt oder in die Nahrungskette gelangen oder innerhalb der Arbeitsbereiche Einrichtungen, Arbeitsgeräte und die dort tätigen Personen verunreinigen.

Kontinuierliches Verbessern

Kontinuierliches Verbessern bedeutet zuerst die Einsicht, dass selbst Gutes noch verbessert werden kann. Die Frage lautet, ob eine kontinuierliche Verbesserung gewollt ist oder anders ausgedrückt, ob man bereit ist, sich dafür zu engagieren. Für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz muss die Antwort eindeutig ja lauten.

Konzentration

Mit Konzentration bezeichnet man die Intensität der Zuwendung zu den Objekten der Wahrnehmung und des Denkens, also den Grad der geistigen Anspannung im Zusammenhang mit einer konkreten Tätigkeit. Konzentration zentriert seelisches Geschehen und steigert bewusst die Aufmerksamkeit auf ein vorgegebenes Ziel. Konzentration und Aufmerksamkeit als menschliche Leistungsmerkmale sind häufig begrifflich und in der Praxis nicht zu trennen.

Koordination

Unter Koordination versteht man die Abstimmung verschiedener Arbeitsvorgänge. Arbeiten mehrere Personen oder Arbeitsgruppen zusammen, z. B. bei Bauarbeiten, Instandhaltungsarbeiten, Montagen oder der Erprobung von Maschinen oder Einrichtungen, müssen die einzelnen Arbeitsschritte aufeinander abgestimmt werden, um gegenseitige Gefährdungen auszuschließen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Beschäftigten demselben oder verschiedenen Unternehmen angehören.

Kopfschutz

Zum Kopfschutz zählen Helme, Hauben und Kappen, die bei der Arbeit vor Verletzungen des Kopfes und des Gesichts schützen sollen.

Kraftbetriebene Arbeitsmittel

Kraftbetriebene Arbeitsmittel sind Kraftmaschinen, Arbeitsmaschinen und Kraftübertragungseinrichtungen. Kraftmaschinen dienen der Umwandlung von Energiearten.

Arbeitsmaschinen dienen u. a. der Gewinnung von Naturstoffen und Naturprodukten, der Prüfung, Herstellung oder Bearbeitung von Werkstoffen und Arbeitsstoffen sowie dem Transport von Personen oder Fördergut. (z. B. Metall- und Holzbearbeitungsmaschinen, Stetigförderer). Kraftübertragungseinrichtungen dienen der Übertragung von Kräften oder Drehmomenten (z. B. Getriebe, Kupplungen).

Krananlagen

Krane sind Hebezeuge, die Lasten mit einem Tragmittel (z. B. Seil oder Kette), heben und zusätzlich in eine oder mehrere Richtungen bewegen können. Ein Kran kann ortsfest, schienengebunden oder frei verfahrbar sein sowie auf Fahrzeugen oder auf besonderen Schwimmkörpern angebracht sein. Dementsprechend gibt es verschiedene Kranarten:

  • Laufkatzen sind fahrbare Wagen mit eingebauten oder angehängten Hubwerken, die auf Schienen oder den Unterflanschen von Trägern (Katzbahn) laufen.
  • Brückenkrane sind auf hoch gelegenen Fahrbahnen angeordnet.
  • Portalkrane haben ein portalartiges Traggerüst.
  • Ausleger- oder Drehkrane haben über die Standfläche hinausragende Ausleger verschiedenster Art, angefangen von festen Auslegern bis zu Teleskopauslegern und Auslegern mit Spitzenausleger.
  • Turmdrehkrane sind turmartig ausgebildete Drehkrane mit hoch angelenktem Ausleger, meist als Nadel-, Wipp- oder Katzausleger.
  • Kabelkrane sind Krane mit einer auf Drahtseilen (Tragseilen) fahrbaren Laufkatze, die meist als Seilzuglaufkatze ausgebildet ist.
  • Fahrzeugkrane sind Auslegerkrane und Drehkrane auf gleislosen oder gleisgebundenen Fahrzeugen mit einem über die Standfläche hinausragenden Ausleger (z. B. Schienendrehkrane, Autokrane).
  • Schwimmkrane sind auf einem besonderen Schwimmkörper aufgebaut; es sind in der Regel Ausleger- oder Drehkrane.

Krebserzeugende Stoffe

Als krebserzeugend werden Stoffe und Zubereitungen eingestuft, die beim Menschen durch Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut (Abbildung) Krebs erregen oder das Krebsrisiko erhöhen können.

Kreissägemaschinen

Kreissägemaschinen sind Holzbearbeitungsmaschinen, die dazu verwendet werden, Werkstücke aus Holz zu teilen oder zu bearbeiten. (...)

Küchen

Küchen sind Räume, die der Zubereitung von Speisen dienen, einschließlich der Kühl-, Lager-, Abstell- und Vorbereitungsräume, Spülküchen und Nebenräume.

Kühleinrichtungen

Kühleinrichtungen dienen dazu, die Temperatur eines Raumes oder eines Stoffes zu senken oder unter Umgebungstemperatur zu halten (den vorgesehenen Raum oder Stoff zu "kühlen"). Dies geschieht dadurch, dass der Umgebung Wärme entzogen wird - entweder durch Auftauen eines Kälteträgers (z. B. gekühlte Sole) oder durch Änderung des Aggregatzustandes eines bestimmten Kühlmittels (z. B. Verdampfen flüssiger Kohlensäure). Eine Kühleinrichtung umfasst Behälter, Apparate, Rohrleitungen, Armaturen, Mess- und Sicherheitseinrichtungen.

Unter Kühlmitteln werden Stoffe verstanden, durch deren Zustandsänderung Kälte in einem nicht geschlossenen Kreislauf erzeugt wird (im Gegensatz zu den Kälteanlagen, in denen Kältemittel im geschlossenen Kreislauf verdampft, verdichtet und wieder verflüssigt werden). Kühlmittel werden einem Vorratsbehälter entnommen und vergast oder in einen Raum eingebracht.

Kälteträger sind Stoffe, die Wärme aufnehmen können, die ihnen vor dem Einsatz entzogen worden ist. Kälteträger sind z. B. unterkühltes Gefriergut, gekühlte Sole oder andere flüssige Medien und zu Platten gefrorene eutektische Mischungen. Kälteträger werden aufgetaut oder erwärmt.

Die Kühlleistung kann durch folgende Verfahren erbracht werden:

  • Sole als Kälteträger wird eingefroren (z. B. zu eutektischen Platten) und in einen Kühlbehälter eingebracht; die zum Auftauen erforderliche Wärme wird dem Raum oder dem Kühlgut entzogen.
  • Flüssiger Stickstoff, flüssige Kohlensäure oder flüssige Luft werden in einen Raum oder Apparat gesprüht und dort verdampft.
  • Feste Kohlensäure (Trockeneis) sublimiert, d. h. sie geht direkt vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand über. Die dabei entstehende Kälte wird verwendet oder einem Kälteübertragungssystem zugeführt.
  • Flüssiggas (Propan, Butan u. a.) wird verdampft und/oder entspannt und die dabei entstehende Kälte verwendet.
  • Das Gefriergut selbst wird als Kälteträger verwendet.

Kühlschmierstoffe

Kühlschmierstoffe (KSS) sind Produkte für die spanende oder umformende Bearbeitung von Werkstücken, überwiegend metallischer Art. Die unterschiedlichen Werkstoffe (Stahl, Guss, Leicht- und Buntmetalle) und Bearbeitungsarten, z. B. Drehen, Sägen, Fräsen, Bohren und Schleifen stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an die Funktionen und somit die Zusammensetzung von KSS.

Kunststoff-Verarbeitungsmaschinen

Zur Be- und Verarbeitung von Kunststoffen werden die unterschiedlichsten Arbeitsmaschinen eingesetzt:

  • Bandmesserschneidemaschinen, auf denen mittels umlaufendem oder oszillierendem Bandmesser oder Schneidedraht Gummi oder Kunststoff geschnitten wird.
  • Blasformmaschinen, die entweder nach dem Prinzip des Extrudierens oder des Spritzgießens einen Vorformling kontinuierlich oder diskontinuierlich herstellen und in einem folgenden zweiten Arbeitsgang diesen Vorformling mittels Druckluft in ein fest stehendes oder sich bewegendes Blaswerkzeug hinein zum fertigen Hohlkörper aufblasen.
  • Extruder, die feste bis flüssige Formmasse übernehmen, transportieren, verdichten und kontinuierlich durch ein formgebendes Werkzeug pressen. Dabei kann die Formmasse temperiert, verdichtet, gemischt, plastifiziert, homogenisiert, filtriert, compoundiert, chemisch umgewandelt, entgast oder begast werden.
  • Formschäummaschinen, die Formteile unter Zufuhr von Wärme aus expandierbarem Polymerisat herstellen.
  • Innenmischer, die Kunststoff, Kautschuk oder ähnliche Mischungen unter Einwirkung von rotierenden Knetwerkzeugen und unter Krafteinwirkung eines im Einfüllschacht beweglichen Stempels herstellen.
  • Kalander, die in einem Spalt zwischen rotierenden Walzen oder einer Walze und einer fest stehenden Platte Lösungen, Dispersionen, Bahnen, Kautschuk bzw. Kautschukmischungen formgebend be- oder verarbeiten.
  • Mischer, die durch Bewegen von Werkzeugen oder Behältern Stoffe mischen.
  • Reaktionsgießmaschinen, die mindestens zwei flüssige reaktionsfähige Komponenten aufnehmen, in verarbeitungsfähigen Zustand bringen, dosieren, mischen und austragen.
  • Reck- und Streckwerke, auf denen Folien, Fasern oder Bändchen und Monofile aus Thermoplasten verstreckt werden, um deren Festigkeit zu erhöhen. Der Streckvorgang kann bei Folien in einer oder in zwei Achsrichtungen erfolgen.
  • Rollenstanzen, mit denen Teile aus Folien oder Platten ausgeschnitten werden.
  • Schweißmaschinen, die Halbzeugteile aus gleichen oder ähnlichen thermoplastischen Materialien an den zu verbindenden Flächen erwärmen, zusammenpressen und unter Druck erkalten lassen.
  • Spritzgießmaschinen, mit denen plastifizierter Kunststoff durch eine Düse in den Hohlraum eines Werkzeugs gespritzt wird, der dem Formteil seine Gestalt gibt.
  • Warmformmaschinen, die thermoplastisches Tafel- oder Folienmaterial durch Erwärmen in einen formbaren Zustand versetzen und mittels Vakuum oder Druckluft und ggf. anderen Streckhelfern zu einem Formteil verformen.
  • Wickelmaschinen, auf denen Folien, Gewebebahnen, Schaumstoffbahnen, Fasern oder dergleichen auf- oder abgewickelt werden.
  • Zerkleinerungsmaschinen, die durch Bewegung von Werkzeugen feste oder plastische Stoffe zerkleinern.