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Arbeitsschutzmanagement

Was bedeutet Arbeitsschutzmanagement?

Managen umfasst ganz allgemein das Ausrichten, Planen, Steuern, Initiieren, Kontrollieren und kontinuierliche Verbessern von Strukturen, Prozessen und Tätigkeiten in sozialen Systemen. In diesem Sinne eine Organisation (Unternehmen, Betrieb, Körperschaft, Institut etc.) zielorientiert und unternehmerisch zu leiten, nennt man Management.

Arbeitsschutzmanagement umfasst demzufolge das Managen der innerbetrieblichen Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie zur Gesundheitsförderung.


Arbeitsschutz als Führungsprozess

Arbeitsschutzmanagement bezeichnet den Teil der Führung einer Organisation, der die konsequente, effektive und effiziente Erfüllung der öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen und sonstiger Vorgaben bezüglich Sicherheit und Gesundheit managt. Hierzu definiert es eine Arbeitsschutzpolitik, Ziele für den betrieblichen Arbeitsschutz (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz), legt die Arbeitsschutzorganisation, die Zuständigkeiten, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen, die Methoden und Verfahren, die Ressourcen, die Vorgehensweisen und die Prüfinstrumente zur Entwicklung, Erfüllung, Bewertung und Aufrechterhaltung der vorgegebenen Arbeitsschutzpolitik fest. Die Umsetzung erfolgt durch ein organisationsspezifisch zu gestaltendes Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS).

Rechte und Pflichten für Betriebe

Organisationen sind derzeit nicht explizit, sondern nur indirekt zur Einführung eines Arbeitsschutzmanagements verpflichtet. Das Arbeitsschutzgesetz, das von einem zeitgemäßen, präventiven Arbeitsschutzverständnis ausgeht, verpflichtet den Betrieb, die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen zu treffen, sie zu überprüfen und an sich ändernde Gegebenheiten anzupassen. Nach § 3 muss er dafür eine geeignete betriebliche Arbeitsschutzorganisation schaffen und Sicherheit und Gesundheitsschutz in die betrieblichen Führungsstrukturen einbinden, wobei er aber auch weiterhin verantwortlich für den Arbeitsschutz bleibt. Um seine Pflichten auf diesem Gebiet zu erfüllen, benutzt ein Betrieb zweckmäßigerweise Managementmethoden, die ihm aus der Unternehmensführung vertraut sind.

Leitfaden für Arbeitsschutzmanagementsysteme

Seit Erscheinen des von allen für Sicherheit und Gesundheitsschutz relevanten Gruppen in Deutschland im Konsens erarbeiteten nationalen Leitfadens für Arbeitsschutzmanagementsysteme existiert ein normatives Dokument, an dem sich alle Organisationen beim Aufbau eines AMS orientieren sollten.

 


Welche Wirkung hat das Arbeitsschutzmanagement?

Ein wirksames Arbeitsschutzmanagement schafft Transparenz im Arbeitsschutz und ermöglicht dem Betrieb, die Belange des Arbeitsschutzes von vornherein in alle seine unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen.

Das Praktizieren eines Arbeitsschutzmanagements dokumentiert die Eigenverantwortung des Unternehmens; es setzt sich auch für Sicherheit und Gesundheitsschutz konkrete Ziele, plant und organisiert den Arbeitsschutz gezielt und betreibt ihn systematisch und konsequent als Führungsaufgabe. Verbunden damit ist der positive Effekt, dass der Arbeitsschutz von einer kontrollierenden Stabsfunktion zu einer gelebten Linienfunktion (Führungsaufgabe) wird.

Weitere Wirkungen eines Arbeitsschutzmanagements sind:

  • Imageverbesserung
  • Eine höhere Prozesssicherheit
  • Erfüllung konkreter Kundenforderungen
  • Steigerung der Wirksamkeit des Arbeitsschutzes
  • Höhere Rechtssicherheit des Unternehmens
  • Steigerung der Akzeptanz bei den Mitarbeitenden
  • Weniger Arbeitsunfälle und Steigerung der Gesundheitsquote
  • Förderung des Sicherheits- und Gesundheitsbewusstseins der Mitarbeitenden
Wirkung von Arbeitsschutzmanagement

Welche Vorteile hat das Arbeitsschutzmanagement?

 

Arbeitsschutzmanagement schafft Transparenz im Arbeitsschutz und ermöglicht einem Unternehmen, sämtliche Arbeitsschutzabläufe und Arbeitsschutzmaßnahmen in die unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen.

Letztlich dokumentiert dies auch die Eigenverantwortung eines Unternehmens: Es setzt sich für Sicherheit und Gesundheitsschutz konkrete Ziele, plant und organisiert den Arbeitsschutz gezielt und betreibt ihn systematisch und konsequent als Führungsaufgabe. Verbunden damit ist der positive Effekt, dass der Arbeitsschutz von einer kontrollierenden Stabsfunktion zu einer gelebten Linienfunktion (Führungsaufgabe) wird.

Vorteile von Arbeitsschutzmanagement

Wofür gibt es Arbeitsschutzmanagementsysteme?

 

Betriebe können im Rahmen der Arbeitsschutzorganisation freiwillig ein Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) abbilden und ihre Pflichten nach §3 Arbeitsschutzgesetz erfüllen.

In einem Arbeitsschutzmanagementsystem bauen Unternehmen auf Managementmethoden, die ihnen aus der Unternehmensführung vertraut sind.

Zu einem Arbeitsschutzmanagement gehört das Managen der innerbetrieblichen Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie zur Gesundheitsförderung. Das Etablieren eines Arbeitsschutzmanagements ist Führungsaufgabe.

Arbeitsschutz als Managementsystem

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