Gesundheit

Früherkennung asbestbedingter Mesotheliomen erstmals möglich

Gefahrstoffe

Erstmalig ist ein Verfahren vom Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA) validiert worden, durch das die Früherkennung asbestbedingter Mesotheliome (Tumor) deutlich verbessert wurde. Patienten werden hierbei nicht durch invasive Eingriffe oder Strahlung belastet. In bestimmten Hochrisikogruppen könnten ab sofort fast die Hälfte der Versicherten, die ein Mesotheliom entwickeln bis zu einem Jahr vor der klinischen Diagnose erkannt werden, heißt es vom IPA.

In den letzten zwei Jahren habe es durch den Einsatz der sogenannten Immuntherapie auch bei der Behandlung von Mesotheliomen Fortschritte gegeben. Dadurch werde die Bedeutung der Früherkennung weiter unterstrichen.

Hintergrund: Das maligne Mesotheliom gehört zu den gefährlichsten Asbest-Erkrankungen. Es ist kaum frühzeitig zu erkennen, bisher unheilbar und führt meist nach kurzer Krankheit zum Tod. Obwohl die Verwendung und das Inverkehrbringen von Asbest bereits vor mehr als 25 Jahren in Deutschland verboten wurden, sind die Zahlen Asbest verursachter Berufskrankheiten weiter hoch.

Die Ursache hierfür liegt in der langen Latenzzeit zwischen der Exposition gegenüber Asbest und dem Ausbruch der Krebserkrankungen. Mehr als die Hälfte der Todesfälle aufgrund von Berufskrankheiten gehen laut Statistik der gesetzlichen Unfallversicherung auf Asbest zurück.

Quelle: https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressearchiv/2018/quartal_4/details_4_351413.jsp

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