Newsletter 08/18

Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten

Vater

Prävention

Immer mehr Menschen werden immer länger in Arbeit verbleiben müssen. Mit zunehmender Dynamik, Flexibilisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt wird es für Arbeitnehmer immer bedeutsamer, ihre eigene Kompetenz, Motivation, und Gesundheit zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Die individuelle Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern ist eine Aufgabe für Unternehmen, Beschäftigte und Gesellschaft gleichermaßen − unabhängig von Alter oder Hierarchie.

Wesentliche Grundlage für den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit ist die Prävention, die über verschiedene Ansätze das Ziel verfolgt, eine Beeinträchtigung der Gesundheit zu verhindern oder zu verzögern.

So entwickeln und fördern Unternehmen die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter

Jeder trägt selbst Verantwortung für die eigene Beschäftigungsfähigkeit. Aber auch Unternehmen können dazu positiv beitragen. Folgende Maßnahmen im Unternehmen sind denkbar:

1.) Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung
Wird ein Betriebliches Gesundheitsmanagement installiert, mit Berücksichtigung der Verhältnis- und Verhaltensprävention,  kann dies einen positiven Einfluss auf die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten haben. Ein wichtiger Bestandteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist die betriebliche Gesundheitsförderung.

Die hierbei vielfältig einsetzbaren präventiven Maßnahmen (z. B. Gesundheitstage, Screeninguntersuchungen) wirken allesamt gesundheitsförderlich und stärken das individuelle Gesundheitsbewusstsein. Neben der Früherkennung zielen die Maßnahmen auch auf die Verhaltensmodifikation der Mitarbeitenden ab − mit dem Ziel, eine gesundheitsbewusste Lebensführung zu entwickeln.

2.) Gesundheitsförderliche alters- und alternsgerechte Arbeitsgestaltung

Eine ergonomisch gut gestaltete Arbeitsumgebung gilt grundsätzlich als Voraussetzung für die allgemeine Gesundheit der Mitarbeiter und damit auch der Beschäftigungsfähigkeit. Darüber hinaus gelten bestimmte Grundsätze und Zielsetzungen von Arbeitsgestaltung als menschengerecht und gesundheitsförderlich: Die Arbeit sollte…

  • ausführbar sein: Die Aufgabe entspricht auf Dauer den Leistungsvoraussetzungen des Beschäftigten.
  • schädigungsfrei sein: Die Arbeit ist frei von Gesundheitsgefährdungen.
  • beeinträchtigungsfrei sein: Die Arbeit ist frei von psychischen Fehlbelastungen.
  • persönlichkeitsförderlich sein: Die Arbeit ist so gestaltet, dass sie positiv erlebt wird und Weiterentwicklungsmöglichkeiten bietet, die sich an den rasch verändernden Arbeitsanforderungen orientiert.


3.) Förderung des lebenslangen Lernens
Wichtige Voraussetzung für die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit sind die Aus- und Weiterbildung. Mangelhafte Qualifikation führt zu Überforderung und Unsicherheit, was sich langfristig negativ auf die Arbeits- und damit die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern auswirken kann.

Die ständige Weiterqualifizierung ist angesichts der sehr hohen Innovationsgeschwindigkeit in der Wirtschaft eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und die individuelle Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter. Regelmäßige Qualifizierungen auf Seiten der Beschäftigten gelten zum einen als Schutz vor Entlassungen im Falle von Rationalisierungsmaßnahmen, erhöhen die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt bei Entlassungen und gelten gleichermaßen als Voraussetzung zukunftsfähiger Betriebe und Unternehmen.

Aufgabe der Unternehmen ist es, in einem kontinuierlichen Personalentwicklungsprozess zu überprüfen, ob die Fähigkeiten, Kompetenzen und Einstellungen der Beschäftigten mit den Anforderungen der aktuellen und zukünftigen Arbeitsanforderungen übereinstimmen oder ggf. angepasst werden sollten. Hierzu muss allen Mitarbeitenden während des gesamten Erwerbslebens der Zugang zu Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen ermöglicht werden.

4.) Förderung einer partnerschaftlichen Führungs- und Unternehmenskultur
Unternehmen und Betriebe können ihr ganzes Wirkungspotenzial in den genannten Handlungsfeldern nur dann entfalten, wenn auch die Unternehmens- und Führungskultur darauf ausgerichtet ist. Die Gestaltung der Zusammenarbeit im Rahmen einer kooperativen Unternehmenskultur erhält dabei eine besondere Bedeutung. Dabei sollten effektive Kooperationen im ganzen Unternehmen aktiv gelebt werden.

Dazu zählen die Förderung der Kooperation von Jung und Alt, eine gegenseitige soziale Unterstützungskultur sowie eine gelebte Wertschätzungs-, Anerkennungs- und Fehlerkultur. Dabei geht es vor allem um Werte, Normen und Verhaltensweisen im Unternehmen, die grundsätzlich auf Anerkennung, Wertschätzung und Förderung der einzelnen Beschäftigten ausgerichtet sind. Wichtiger Bestandteil einer wertschätzenden Unternehmenskultur ist ein partizipatives und kooperatives Führungsverständnis, was maßgebend für die Arbeitszufriedenheit und die Beschäftigungsfähigkeit ist.

5.) Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (Sozialgesetzbuch IX, § 167 Absatz 2) kann einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung von Arbeitsfähigkeit und der Sicherung von Arbeitsverhältnissen beitragen und stellt somit ein wichtiges betriebliches Handlungsfeld dar, um die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitenden langfristig wiederherzustellen.

Das BEM beinhaltet die Planung, Prüfung und Durchführung von Maßnahmen der Rehabilitation, der Prävention und der Integration. Diese Handlungsfelder werden mit den im Unternehmen vorhandenen Akteuren und Strukturen unter Nutzung der dort gegebenen oder herstellbaren Potenziale umgesetzt. Das Handlungsfeld des BEM geht weit über das Schwerbehindertenrecht hinaus und richtet sich an alle Beschäftigten und deutschen Unternehmen.

B·A·D unterstützt Sie gerne rund ums Gesundheitsmanagement

 

 

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