Deutschland 
 
 
 
06. September 2010

 

Händedesinfektion am Arbeitsplatz wirksamer als erwartet

Weniger Darminfektionen und Erkältungen

Eine regelmäßige Händedesinfektion kann den Krankenstand in Betrieben und Behörden tatsächlich senken. Dies zeigte kürzlich eine Studie der Universität Greifswald, die in der Zeitschrift BMC Infectious Diseases veröffentlich wurde.

 

Die 129 Untersuchungsteilnehmer - Mitarbeiter der Stadtverwaltung der Universitäts- und Hansestadt, der Universität Greifswald sowie der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern - wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eine Hälfte keine Händedesinfektionsmittel benutzte (Kontrollgruppe), desinfizierte sich die andere Hälfte die Hände mehrmals täglich (mindestens fünfmal) mit alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln (Interventionsgruppe). 

 

Das Ergebnis: In der Interventionsgruppe gab es nicht nur deutlich weniger Tage, an denen die Beteiligten am Arbeitsplatz mit Erkältung, Fieber und Husten kämpften, sondern auch die Zahl der Krankmeldungen ging deutlich zurück. Besonders auffällig war der Rückgang von Durchfallerkrankungen.

 

Die Wissenschaftler stufen die Desinfektion der Hände am Arbeitsplatz daher als wirkungsvolle Maßnahme zum Schutz vor Masseninfektionen ein: „Händedesinfektion kann am Arbeitsplatz leicht eingeführt werden, und sie wurde in unserem Fall überraschend gut von den Mitarbeiter angenommen. Das war sicherlich eine gute Voraussetzung für den Schutz vor zahlreichen Infektionserkrankungen“, so Studienleiter Prof. Dr. Axel Kramer.

 

Quelle und weitere Informationen:

BMC Infectious Diseases

Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universität Greifswald