35 Jahre Sicherheitstechnik an der Universität Wuppertal
Mehr als eine Millionen Arbeitsunfälle im Jahr – davon knapp 1.000 tödlich – zeigen, wie wichtig die Optimierung der Arbeitssicherheit ist.
Die Bergische Universität Wuppertal erkannte schon 1975 die Bedeutung der Sicherheitstechnik. Mit der Einrichtung eines eigenständigen interdisziplinären Faches leistete sie Pionierarbeit. Heute bilden 14 Professoren das größte deutsche universitäre Kompetenzzentrum für Sicherheitstechnik. Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Technik, Naturwissenschaften, Medizin und Psychologie.
Die Abteilung Sicherheitstechnik der Universität Wuppertal beschäftigt sich mit Unfällen, physikalischen und chemischen Einflüssen sowie körperlichen und seelischen Belastungen am Arbeitsplatz. Ziel ist die Entwicklung praktischer Maßnahmen zum Schutz vor Arbeitsunfällen sowie deren ethischen, juristischen und ökonomischen Folgen. „Sicherheit als Ziel einer wissenschaftlichen Disziplin ist vorrangig am Menschen und dessen Schutz orientiert. Uns geht es vor allem darum, Risiken für Menschen und ihre Umwelt zu identifizieren, zu klassifizieren und richtig zu interpretieren sowie Methoden für ihre Bewältigung zu entwickeln,“ erläutert Prof. Dr.-Ing. Bernd Hans Müller die Aufgabe der von ihm geleiteten Abteilung.
Aktuell streben über 700 Studenten in Wuppertal einen Bachelor- oder Master-Abschluss in Sicherheitstechnik, Qualitätsingenieurwesen oder Brandschutz an. Zu den Ausbildungsinhalten gehören „Klassiker“ wie Arbeits- und Brandschutz ebenso wie die Zukunftsthemen Umweltschutz und Qualitätsmanagement.
Mit und ohne Promotion stehen den Absolventen vielfältige Berufsfelder bei Versicherungen, Unternehmen und Behörden offen. Die über 2.000 Absolventen der vergangenen Jahre stiegen fast alle direkt in ein Arbeitsverhältnis ein oder arbeiten als selbständige Sicherheitsingenieure.
Das 35-jährige Bestehen des bundesweit einzigartigen Studienganges Sicherheitstechnik feierte die Bergische Universität Wuppertal mit 200 internationalen Gästen. Anlässlich des Jubiläums veranstaltete sie zudem den ersten WUPPERTALER SICHERHEITSTAG. Zukünftig stellen renommierte Referenten regelmäßig zukunftsweisende Themen aus Lehre, Forschung und Politikberatung einem breiten Fachpublikum vor.
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