Gallup® Engagement Index: Milliardenverluste durch unmotivierte Mitarbeiter
Etwa 21 % der Beschäftigten in Deutschland fühlen sich ihrem Arbeitgeber nicht verbunden. Sie haben innerlich gekündigt. Weitere 66 % weisen eine geringe emotionale Bindung auf und machen Dienst nach Vorschrift. Nur 13 % haben eine starke Bindung an ihren Arbeitgeber. Sie leisten vollen Einsatz, empfehlen Unternehmen und Produkte weiter, arbeiten kundenorientiert und machen Verbesserungsvorschläge. Zu diesem Ergebnis kommt der Gallup® Engagement Index 2010.
Die Intensität der Mitarbeiterbindung hängt vom Führungsstil des Vorgesetzten ab. So vermissen vor allem ungebundene Mitarbeiter Feedback, Förderung und Motivation durch ihren Chef. Sie fühlen sich nicht eingebunden. Die Vorgesetzten interessieren sich nicht für sie und ihre Meinung, blocken Ideen und Verbesserungsvorschläge ab.
Die mangelnde Führungskompetenz kommt die Unternehmen teuer zu stehen. Emotional ungebundene Beschäftigte weisen 27,8 % höhere Fehlzeiten auf als ihre emotional gebundenen Kollegen und verursachen so jährlich Kosten von 3,7 Milliarden Euro.
Unmotivierte Mitarbeiter mindern zudem die Leistungsfähigkeit der Unternehmen. Die Gallup®-Experten schätzen, dass dadurch jedes Jahr ein volkswirtschaftlicher Schaden von bis zu 125,7 Milliarden Euro entsteht.
Insbesondere im Hinblick auf Entwicklungen wie den verstärkten Fachkräftemangel lohnt es sich, in die Mitarbeiterbindung zu investieren. Schließlich überlegen knapp 60 % der ungebundenen Mitarbeiter, ihren Arbeitgeber innerhalb des nächsten Jahres zu verlassen. Dabei verursacht eine hohe Fluktuation enorme Kosten, beispielsweise durch den Know-how-Verlust, die Wiederbesetzung von Stellen sowie Einarbeitungszeiten.
Doch die Gallup®-Experten geben auch Grund zur Zuversicht. Sie weisen darauf hin, dass der Grad der emotionalen Bindung veränderbar ist – unabhängig vom Ausgangspunkt.
Für den Gallup® Engagement Index wurden 1.920 repräsentativ ausgewählte Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt.
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