DAK-Gesundheitsreport zeigt Verschiebung des Krankheitsspektrums auf
Psychische Erkrankungen gewinnen in unserer Gesellschaft immer mehr an Relevanz. Eine Langzeitanalyse der DAK-Gesundheitsreporte spiegelt den Trend wider: In den vergangenen zwölf Jahren hat es bei den Krankmeldungen deutliche Verschiebungen des Krankheitsspektrums gegeben. So verdoppelten sich seit 1997 die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen, während sie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen im gleichen Zeitraum um 30 Prozent zurück gingen. Damit wiesen die psychischen Erkrankungen unter allen Leiden die größte Steigerung bei den Fehltagen auf. Neben Depressionen und Angsterkrankungen nahmen auch die Fehltage aufgrund von Infektionen (plus 54 Prozent), Bluterkrankungen (plus 38 Prozent) sowie Muskel-Skelett-Erkrankungen (plus 17 Prozent) zu. Zurück gegangen sind die Fehltage aufgrund von Harn- und Blasenleiden (minus 30 Prozent) sowie Erkrankungen des Atmungssystems (minus vier Prozent).
„Wegen psychischer Erkrankungen sind viele Menschen immer häufiger und länger krank“, kommentiert Frank Meiners, Diplom-Psychologe von der DAK die Entwicklung. „Im Gegensatz zu Kurzzeiterkrankungen wie beispielsweise Erkältung führen psychische Krankheiten meist zu langen Ausfallzeiten von mehreren Wochen oder sogar Monaten“. Zu den psychischen Erkrankungen gehören neben den Depressionen und Angststörungen auch die Suchterkrankungen wie Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit.
Quelle: www.dak.de