Deutschland 
 
 
 
26. August 2010

 

Wie gesund lebt Deutschland?

Gesundheitsförderung muss in allen gesellschaftlichen Bereichen erfolgen

In einer bundesweiten Gesundheitsstudie der DKV Deutsche Krankenversicherung und des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln wurde kürzlich das Gesundheitsverhalten von 2.500 Menschen untersucht. Die Frage lautete: "Wie gesund lebt Deutschland?"

 

Um darauf eine Antwort zu finden, wurden wichtige Aspekte für einen gesunden Lebensstil, nämlich die körperliche Aktivität, die Qualität der Ernährung, der Nikotin- und Alkoholkonsum sowie das Stressempfinden berücksichtigt. Als Benchmarks wurden beispielsweise die Empfehlungen der WHO für ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität sowie die Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung verwendet.

 

14 Prozent der Befragten erreichten die gesetzten Benchmarks. Diese Minderheit lebt also entsprechend allgemeiner Empfehlungen "rundum gesund". Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung erreicht die Ziele hingegen nicht: 40 Prozent erreichen nicht einmal die Mindestempfehlung an Bewegung, über 50 Prozent ernähren sich unausgewogen, über 25 Prozent rauchen, über 18 Prozent trinken in ungesundem Maße Alkohol und über 50 Prozent empfinden ungesunden Stress. 

 

Die Auftraggeber der Studie fordern daher eine nationale Gesundheitsstrategie für Deutschland, in welcher alle Politikfelder vernetzt werden. Dazu Prof. Ingo Froböse, wissenschaftlicher Leiter der Studie vom Zentrum für Gesundheit der Sporthochschule Köln: " Es geht nicht um Verbote, sondern um Anreize für mehr Bewegung und ein gesünderes Leben. Angefangen bei der Stadt- und Raumplanung über die Sozial- und Verkehrspolitik bis hin zu Schule und Kindergärten - wir müssen unsere Welt so gestalten, dass wir in ihr gesund leben können und wollen."

 

Quelle und weitere Informationen: www.dkv.com