Deutschland 
 
 
 
19. April 2011

 

SBK Studie: Herzkranke hätten gerne gesundheitsbewusster gelebt

Im Nachhinein ist jeder schlauer.

Das zeigt auch eine Untersuchung der Siemens Betriebskrankenkasse (SBK), in der 750 Versicherte mit Koronarer Herzkrankheit und/oder chronischer Herzinsuffizienz befragt wurden.


Die Betroffenen hätten vor 20 oder 30 Jahren vieles anders gemacht, wenn sie gewusst hätten, dass Sie am Herzen erkranken oder ein Risiko dazu haben. So hätten knapp 43 Prozent abgenommen, sich gesund ernährt und nicht geraucht. Fast die Hälfte der Befragten hätte Stress vermieden und sich mehr um sich selbst gekümmert. 44 Prozent wären früher zum Arzt gegangen, um dann die empfohlenen Therapien auch streng einzuhalten.


Ob die Herzpatienten es tatsächlich geschafft hätten, den inneren Schweinehund zu überwinden, bleibt zwar Spekulation, 9 von 10 haben jedoch nach der Diagnose tatsächlich ihre Lebensweise geändert. Sie gehen nun zu (Vorsorge-)Untersuchungen, befolgen den ärztlichen Rat und nehmen ihre Medikamente ein. Über die Hälfte ernährt sich gesünder und reduziert den Alltagsstress, mehr als zwei Drittel bewegen sich regelmäßig - sei es bei der Gartenarbeit, beim Spazierengehen oder beim Sport. Rund 42 Prozent der Herzkranken haben tatsächlich mit dem Rauchen aufgehört.


Die Änderung des Lebensstils fällt vielen jedoch schwer. Sie möchten eigentlich keine Medikamente einnehmen und nur essen und trinken, was ihnen schmeckt. Jeder Dritte glaubt, dass gute Vorsätze im Alltag schwer umzusetzen sind.


Betriebliches Gesundheitsmanagement kann alle, die rechtzeitig etwas für ihre Gesundheit tun möchten, unterstützen. So können Strategien für ein "alltagstaugliches" gesundheitsbewusstes Leben vermittelt und über die Bedeutung der medikamentösen Therapie aufgeklärt werden.

 

Betriebsrestaurants oder Kochkurse können zeigen, dass auch gesundes Essen schmeckt und satt macht. Bewegungs-, Raucherentwöhnungs- und Vorsorgeangebote helfen ebenfalls den Lebensstil zu ändern.