Arbeitsschutz

So schützen Sie sich vor Zecken!

Arbeitsschutz

Von März bis Oktober ist Hochsaison für Zecken. Sie sind in Wald und Flur in bis zu 2.000 Meter Höhe zu finden und sitzen auf Pflanzen, um von dort von vorbeilaufenden Menschen abgestreift zu werden. Teils bleiben Zeckenstiche unbemerkt. Zecken können jedoch gefährliche Erkrankungen übertragen, etwa Borreliose und FSME. Gerade für im Freien Beschäftigte das Risiko groß, einen Zeckenbiss zu erleiden. 

Noch höhere Temperaturen begünstigen in diesem Jahr, dass sich Zecken deutlich stärker als in den Vorjahren ausbreiten können, heißt es von der Informationsstelle für biologische Sicherheit des Robert Koch-Instituts (RKI). Die Krankheitserreger auf den Zecken können zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten (Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)) oder einer Borreliose (bakterielle Infektion) führen.

So können Sie einen Zeckenstich vermeiden

  • Tragen Sie geschlossene Schuhe, langärmelige Oberbekleidung, eine lange Hose sowie über die Hosenbeine gezogene Strumpfenden.
  • Nutzen Sie zeckenabhaltende Mittel, um einem Zeckenbiss medikamentös vorzubeugen. Die Wirkung dieser Präparate ist zeitlich begrenzt und bietet keinen vollständigen Schutz.
  • Lassen Sie sich gegen FSME impfen! Relevant ist die Impfung in den betroffenen Gebieten für Forstwirte, Straßenwärter, Gärtner, Förster, Landschaftspfleger, Bedienstete der Katasterämter und Landwirte, also für jene Personen, die sich beruflich in der freien Natur aufhalten (besonders an Waldrändern, in hohen Wiesen, in Buschwerk).

    Eine Impfung in den B·A·D-Gesundheitszentren erfolgt nach Klärung der Kostenübernahme durch den Arbeitgeber im Rahmen der allgemeinen arbeitsmedizinischen Betreuung.
  • Sie wurden bereits von einer Zecke gestochen? Spätestens am Arbeitsende, besser zusätzlich schon in der Mittagspause, ist der Körper nach Zecken abzusuchen. Bevorzugt betroffene Hautpartien sind der behaarte Kopf, Arm- und Kniebeugen, Achselhöhlen und die Leistengegend.

    Die Zecke ist so nahe wie möglich an der Haut mit einer speziellen Pinzette oder Zeckenkarte zu ergreifen und herauszuziehen, ohne sie zu knicken oder zu zerquetschen. Danach ist die Einstichstelle zu desinfizieren. Verbleiben noch Zeckenteile in der Haut, sollten diese baldmöglichst von einem Arzt entfernt werden, um mögliche Entzündungen zu vermeiden.

    Auf keinen Fall dürfen Öle, Klebstoffe oder Ähnliches benutzt werden, da die Zecken dann noch mehr Erreger in den Menschen ausschütten.

 

Arbeitsunfall Zeckenbiss?

Jeder Zeckenstich, der während der Arbeit erfolgt, muss im sogenannten Verbandbuch im Betrieb dokumentiert werden. Hier sollten der Entdeckungszeitpunkt, der Arbeitsort und die Körperstelle sowie etwaige Zeugen angegeben werden. Oftmals resultieren Erkrankungen wie Borreliose oder FSME mit großer zeitlicher Verzögerung. Aus diesem Grund ist eine plausible Dokumentation von Bedeutung.

 

Gerne können Sie sich in den B·A·D-Gesundheitszentren gegen FSME impfen lassen.

Wir unterstützen Sie gerne im Bereich der Arbeitsmedizin!

Ihre Ansprechpartnerinnen

Ursula Grünes

Tel. 0228 400 72 84
presse@bad-gmbh.de

Maria Kalina

Tel. 0228 400 72 552
presse@bad-gmbh.de