B·A·D-Kolloquium: Mit Doping zum Erfolg?

Jens Reppahn, Zentrumsleiter Dr. Eckhard Müller-Sacks und Dr. Hubert Buschmann (v. links) beantworteten die Fragen der Teilnehmer.
Jens Reppahn, Zentrumsleiter Dr. Eckhard Müller-Sacks und Dr. Hubert Buschmann (v. links) beantworteten die Fragen der Teilnehmer.

Experten diskutieren über die Entwicklung von Suchtmittelkonsum

Bonn, November 2018 – Die Auswirkungen von Suchtmittelkonsum auf den Menschen und seine Arbeitsumgebung analysierten Experten aus der Praxis auf dem Kolloquium der B·A·D im Gesundheitszentrum Düsseldorf. Unter dem Motto „Illegale Drogen in der Arbeitswelt“ hatte das Unternehmen Fach- und Führungskräfte eingeladen, um die Gründe steigenden Suchtmittelkonsums – insbesondere am Arbeitsplatz – zu analysieren.

Dr. Hubert Buschmann, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Chefarzt der Median Klinik Tönisstein, befasste sich in seinem Vortrag schwerpunktmäßig mit den sich verändernden Konsummustern von Drogen seit den 90er Jahren. „Was treibt Menschen vermehrt dazu, am Arbeitsplatz Drogen zu nehmen?“, fragte er und kam zu dem Schluss, dass die Ursachen sehr vielfältig sind. Die Verdichtung von Arbeit als alleinige Begründung anzuführen ist seiner Ansicht nach zu einfach. Es gehöre auch ein Typus Arbeitnehmer dazu, der bereit sei, derartige Mittel einzusetzen. Das sind in der Regel Menschen, die sich extrem stark im Beruf über die Leistung definieren. Für diesen Typus bedeute berufliche Leistung Lebensqualität oder eine Steigerung des Selbstwertes. Da die vermeintlich leistungssteigernden Substanzen schnell verfügbar sind, ist die Konsumhürde zudem sehr niedrig.

Wie gelingende Suchthilfe im Betrieb funktionieren kann war Thema eines weiteren Referats. Jens Reppahn, B·A·D-Berater Gesundheitsmanagement, stellte bewährte Konzepte vor, denen Prävention, Reglementierung und Intervention zugrunde liegen. Wichtige Aspekte seien in in diesem Zusammenhang niederschwellige Zugänge zu betrieblichen oder betriebsnahen Unterstützungsangeboten, klare Regelungen im Sinne von Betriebsvereinbarungen sowie Stufenpläne zur Intervention. Bewährt habe sich in der Praxis außerdem, wenn qualifizierte Multiplikatoren als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.   

Hinweis:
Video-Interviews mit Dr. Hubert Buschmann sowie Jens Reppahn sind unter folgenden Links abrufbar https://youtu.be/VLA8NmYeKFA sowie https://youtu.be/ETpL5-92prk 

Bildunterschrift: Jens Reppahn, Zentrumsleiter Dr. Eckhard Müller-Sacks und Dr. Hubert Buschmann (v. links) beantworteten die Fragen der Teilnehmer.

Ihre Ansprechpartnerinnen

Ursula Grünes

Tel. 0228 400 72 84
presse@bad-gmbh.de

Maria Kalina

Tel. 0228 400 72 552
presse@bad-gmbh.de