Sicherheit

Cyberkriminelle auf dem Vormarsch

IT-Sicherheit

Erschreckende Zahlen: Mehr als 23 Millionen Deutsche sind im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität geworden. Identitätsdiebstahl, Angriffe mit Erpresser-Software und Kreditkartenbetrug waren die häufigsten Straftaten.

Das geht aus dem jüngst veröffentlichten Norton Cyber Security Insights Report hervor. Der Gesamtschaden laut Erhebung: knapp 2,2 Milliarden Euro. Oft sei Norton zufolge eine gewisse Sorglosigkeit im Netz zu beobachten. Allerdings bezweifelt einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge 93 Prozent von rund 2.000 Befragten, Kontrolle über persönliche Daten im Internet zu haben.

Knapp mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (56 Prozent) gaben an, gefühlt keine Kontrolle über ihre Onlinedaten zu haben. Jedoch sind die Kenntnisse darüber, wie private Daten geschützt werden können, recht unterschiedlich verteilt: So sagten auf der einen Seite über 80 Prozent der Befragten, mindestens zwei verschiedene Passwörter für ihre Accounts zu verwenden sowie mindestens in einem Social-Media-Kanal die Privatsphäre-Einstellungen ihres Profils restriktiver angepasst zu haben.

Auf der anderen Seite fehle 60 Prozent der Befragten das technische Wissen, um den „Datenkraken“ zu entkommen. So ändere nur die Hälfte der Befragten (53 Prozent) die Grundeinstellungen in ihrem Internet-Browser und greife beim Internetsurfen auf einen Ad-Blocker zurück (50 Prozent). Zudem ergab die Umfrage, dass lediglich zwei von fünf Laptop-Nutzern (39 Prozent) dem „elektronischen Auge“ misstrauen und daher die integrierte Kamera abgeklebt haben.

Am 25. Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Damit wird das Datenschutzrecht innerhalb der EU vereinheitlicht.

Quelle: Details zur YouGov-Umfrage finden Sie unter www.yougov.de