Sicherheit

Bahn frei für die E-Scooter!

Mobilität

Im Ausland sind E-Scooter inzwischen bereits in vielen Großstädten ein alltägliches Verkehrsmittel, das man sich per Smartphone-App unkompliziert ausleihen kann. Nun gilt seit Mitte Mai auch in Deutschland: Bahn frei für die E-Scooter, die vielen als ideales Verkehrsmittel für die „letzte Meile“ gelten. Wichtige Aspekte in puncto Sicherheit sind jedoch zu beachten.

Von einer Bushaltestelle weiter nach Hause oder ins Büro: Der Bundesrat hat den Weg für die Zulassung von Elektro-Tretrollern in Deutschland geebnet. Umsetzen muss die Bundesregierung noch die gewünschten Änderungen des Rats: Die Scooter sollen erst für Jugendliche ab 14 Jahren erlaubt werden. Die Fahrer sollen sich künftig nur auf Radwegen bewegen. Der Digitalverband Bitkom begrüßt die Entscheidung: „Wir brauchen gerade in unseren Städten alternative Formen der Mobilität. E-Scooter können eine ideale Ergänzung zu Bus und Bahn für die letzten Kilometer zum Ziel sein. Dadurch wird der öffentliche Personennahverkehr attraktiver und es können Autofahrten reduziert werden.“

 

Elektro-Roller könnten Busse und Bahnen ergänzen

In einer Umfrage hatte Bitkom zuvor herausgefunden, dass 43 Prozent von rund 1.000 Befragten den E-Roller nutzen würden, falls es ausreichend Geräte gäbe. Eine deutliche Mehrheit der 16- bis 64-Jährigen (60 Prozent) würde E-Scooter beispielsweise gerne für Wege in der Freizeit nutzen. Unter den Älteren ab 65 sind es nur 13 Prozent. Und auch für den Weg zur Arbeit, zur Schule oder in die Hochschule stoßen E-Scooter auf Interesse. 52 Prozent der 16- bis 64-Jährigen würden dazu einen Roller nutzen.


Anders verhält es sich bei den Älteren: Senioren ab 65 Jahren sehen in den E-Scootern vor allem Gefahren (68 Prozent). Jüngere betonen hingegen die Vorteile. So sind zwei von drei Deutschen zwischen 16 und 64 Jahren (66 Prozent) der Meinung, dass E-Scooter eine gute Ergänzung zu bestehenden öffentlichen Nahverkehrsangeboten wie Bus, Straßenbahn oder U-Bahn wären. Der gleichen Meinung sind unter den Senioren ab 65 Jahren nur 3 von 10 (29 Prozent).  

Sicherheitsaspekte ernst nehmen

Bei der Anschaffung müssen Verbraucher allerdings einige Aspekte beachten, wie etwa Zulassung, Versicherungsschutz, Fahrerlaubnis , Helm und Produktqualität. Hier warten einige Tücken, warnt die Prüfgesellschaft DEKRA.

Folgende Voraussetzungen gelten für das Fahren von E-Scootern:

  • Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE)
  • Einzelbetriebserlaubnis (EBE) oder EG-Typgenehmigung
  • Für E-Roller bis 20 km/h: aufzuklebende Versicherungsplakette; E-Scooter bis maximal 25 km/h benötigen Mofa-Versicherungskennzeichen.
  • Notwendiges Alter: für E-Scooter bis maximal 20 km/h: mindestens 14 Jahre (ohne Führerschein, keine Helmpflicht); E-Scooter von 25 km/h schnellen E-Scootern: mindestens 15 Jahre alt plus benötigte Mofa-Prüfbescheinigung.


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