Personal

Datenbrillen unterstützen Hörgeschädigte

Technik

In Deutschland gibt es laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) etwa 80.000 Gehörlose und 140.000 Schwerhörige, die auf einen Gebärdensprachdolmetscher angewiesen sind. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes sind bundesweit über 10.000 Arbeitsplätze nicht besetzt, die von Hörgeschädigten eingenommen werden könnten. Insbesondere in der Lagerlogistik biete der DGVU zufolge das Konzept Work-by-Inclusion großes Potenzial, schwerbehinderte Fachkräfte in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen.

Wichtige Informationen würden den hörbehinderten Beschäftigten per Datenbrille ausschließlich visuell in deren Sichtfeld eingeblendet. Das System ermögliche zudem die Kommunikation zwischen hörbehinderten und hörenden Beschäftigten. Dieses Assistenzsystem könne laut DGUV von hörbehinderten und hörenden Kommissionierern gleichermaßen genutzt werden − eine moderne und wettbewerbsfähige Technologie für Lagerprozesse wie Kommissionierung, Einlagerung und Umlagerung.

Arbeitsinformationen werden über Datenbrille eingeblendet

Die Datenbrille ermögliche auch das Absetzen und Empfangen von Nachrichten. Zusätzlich zu den Arbeitsprozessen können auch Warnmeldungen (z. B. Feueralarm) oder allgemeine Informationen angezeigt werden. Über einen Barcodescanner kann die Datenbrille komfortabel bedient werden, Arbeitsschritte werden hiermit quittiert.

Die Vorteile dieses digitalen Arbeitens: Die Fehlerrate und auch eine zeit- und kostenintensive Nacharbeit werden minimiert. Zudem haben die Beschäftigten beide Hände frei, um sich auf die Kerntätigkeiten Greifen, Entnehmen und Ablegen von Artikeln zu konzentrieren.

Quelle: www.dguv.de