Gesundheit

Studie zeigt Ängste der Beschäftigten

Chronische Erkrankung: Geheimhaltung oder Offenheit?

Soll ich eine chronische Krankheit am Arbeitsplatz lieber für mich behalten oder ist Offenheit hier die beste Umgangsform?

Jeder zweite Berufstätige in Deutschland befürchtet, dass er im Falle einer intimen chronischen Erkrankung wie Inkontinenz in seinem Arbeitsleben stark oder sehr stark eingeschränkt wird. Jeweils die Hälfte sieht die Gefahr, dass ihre berufliche Entwicklung gebremst wird, die eigene Arbeitsleistung leiden und die weitere Ausübung der bisherigen Tätigkeit problematisch werden könnte. Das fand Coloplast, ein Anbieter medizinischer Produkte und Serviceleistungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen in der Studie "Inklusion in Beruf und Alltag" heraus, für die das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragte. 

Trotz aller Anstrengungen für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten – 49 % der Befragten fürchten, das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu verlieren. 43 % erwarten, dass die Beziehungen zu ihren Arbeitskollegen darunter stark oder sehr stark leiden würden. 42 % befürchten sogar, dass so eine dauerhafte Erkrankung sie stark oder sehr stark darin einschränken könnte, überhaupt einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können.  

Besonders wenn eine chronische Krankheit einschränkt, kann die Geheimhaltung für die Betroffenen purer Stress sein. Doch nur 15 % der Deutschen würden im Falle einer intimen chronischen Krankheit diese mit allen Kollegen besprechen. 59 % sprächen mit wenigen, ihnen nah stehenden Kollegen über die Erkrankung. Mehr als jeder Vierte, nämlich 26 %, würde die Krankheit am Arbeitsplatz komplett geheim halten.

Quelle: www.arbeitsschutz-portal.de