Arbeitsschutz

So kann die Belastung durch Schichtarbeit verringert werden

Schichtarbeit ist für die Gesundheit riskant, die Belastung lässt sich durch eine bessere Organisation aber verringern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung.

Rund 3,5 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten laut des Instituts für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ständig oder regelmäßig Schicht. Laut einer Befragung der IG Metall sind bei Schichtarbeitern nur 35 Prozent mit ihren Arbeitszeiten zufrieden; bei den übrigen Beschäftigten sind es 54 Prozent.

Mehrere Maßnahmen könnten der Hans-Böckler-Stiftung zufolge die Arbeitsbedingungen der Schichtarbeiter verbessern. Zum einen seien „vorwärts rotierende Systeme, also Nachtschicht – Frühschicht – Spätschicht“ für die meisten Menschen besser verträglich. Nachtschichtphasen sollten laut der Autoren kurz gehalten und stets genügend Pausen vorgesehen werden. Wichtig sei demnach zudem, dass Beschäftigte lange genug im Voraus planen können und nicht durch plötzliche Änderungen aus ihrem Rhythmus gerissen werden.

Grundsätzlich sollten Nachtschichten „möglichst vermieden werden“. Außerdem sollten besondere Belastungen möglichst nicht durch Geld, sondern durch Freizeit zur Erholung kompensiert werden, heißt es in der Analyse. Auch in Schichtsystemen könne zudem „ein gewisses Maß an Zeitsouveränität“, etwa durch Gleitzeiten oder kürzeren Arbeitszeiten verankert werden.