Gesundheit

Konsequenzen aus der Masern-Impfpflicht

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Zum 1. März 2020 müssen Eltern künftig nachweisen, dass ihre Kinder gegen Masern immunisiert sind, bevor sie sie in einer Kindertagesstätte oder Schule anmelden.

Kinder sollen wirksam vor Masern geschützt werden. Daher ist für mindestens einjährige Kinder künftig beim Eintritt in die Kindertagesstätte oder Schule, ein altersgerechter Masernimpfschutz nachzuweisen. Auch Mitarbeitende in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen sollen gegen diese gefährliche Infektionskrankheit geimpft sein. Mitte November hat der Deutsche Bundestag dieses Masernschutzgesetz beschlossen. Die Impfpflicht gilt ab dem ab 1. März 2020. Bis auf Zahnärzte dürfen künftig alle Ärzte impfen.

„Masern werden viel zu häufig unterschätzt. Sie sind hoch ansteckend und können sogar tödliche Folgen haben. Diese Infektionskrankheit gefährdet vor allem diejenigen, die sich selber nicht schützen können: unsere Kinder. Impfen schützt die Gesundheit ihrer Kinder“, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Ausschluss und Geldbußen für Nicht-Geimpfte

Nichtgeimpfte Kinder können vom Besuch der Kindertagesstätte ausgeschlossen werden. Nichtgeimpftes Personal darf in Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen keine Tätigkeiten aufnehmen.

Zudem heißt es vom Bundesgesundheitsministerium: Eltern, die ihre in Gemeinschaftseinrichtungen betreuten Kinder nicht impfen lassen, müssen mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 2.500 Euro rechnen. Die Geldbuße kann auch gegen die Leitungen von Kindertagesstätten verhängt werden, die nicht geimpfte Kinder zulassen. Gleiches gilt für nicht geimpftes Personal in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen sowie Asylbewerberunterkünften und für nicht geimpfte Bewohner solcher Unterkünfte.

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten

Europaweit wurden im Jahr 2018 laut Bundesgesundheitsministerium 12.352 Masernfälle gemeldet. 2019 wurden in Deutschland bis Mitte Oktober bereits 501 Fälle registriert. Im gesamten Jahr 2018 betrug die landesweite Zahl der gemeldeten Erkrankungen 544 Fälle. Masern bringen häufig Komplikationen und Folgeerkrankungen mit sich. Dazu gehört im schlimmsten Fall eine tödlich verlaufende Gehirnentzündung. Eine Masern-Infektion ist damit anders als vielfach angenommen keine „harmlose Kinder-Krankheit". Den besten Schutz vor Masern bieten Impfungen. Sie sorgen für eine lebenslange Immunität.

Quelle: www.bundesgesundheitsministerium.de/impfpflicht

 

B·A·D bietet in allen Gesundheitszentren in Deutschland Impfungen an

Die Impfempfehlungen werden in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) herausgegeben. Auf den Internetseiten des RKI können Sie sich immer aktuell über Hinweise und Empfehlungen zur Impfung informieren.

  • Jährliche Grippeimpfaktionen
  • Impfaufklärung

Impfungen im Rahmen der Prävention:

  • Tetanus
  • Diphterie
  • Grippe (Influenza)
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • FSME (Frühsommer-Meningitis)
  • Hepatitis A und B