Gesundheit

Trockene Hände müssen nicht sein

Hautschutz

Die Haut eines erwachsenen Menschen bedeckt eine Fläche von rund zwei Quadratmetern und macht etwa ein Sechstel des Körpergewichtes aus. Sie ist unser größtes Organ und erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben. Sie ist beispielsweise Sinnes-, Speicher- und Atmungsorgan und dient als Schutzwall gegen schädliche Einflüsse von außen. Dabei ist unsere Haut im Durchschnitt nur wenige Millimeter dick und kann auf Belastung empfindlich reagieren.

Eine große Belastung für die Hände ist augenblicklich die Corona-Pandemie: Wir waschen uns verstärkt und öfter als in „normalen“ Zeiten die Hände, um uns vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Hinzu kommt noch die regelmäßige Händedesinfektion und bei manch einem das Tragen von Einmalhandschuhen. Insbesondere kann dies auf Personen zutreffen, die sonst keine Tätigkeiten mit erhöhter Hautbelastung ausüben, etwa Kassen- und Bürokräfte oder Personen an der Information.

Je nach Belastung wird die Regenerationsfähigkeit der Haut überfordert und ein Schutz der Hände sowie eine anschließende Pflege sind notwendig, um eine Schädigung der Haut zu verhindern. Alarmsignale wie etwa gerötete, juckende, trockene, eingerissene Haut müssen ernst genommen werden.

Denn eine geschädigte Haut erhöht das Risiko für Kontaktallergien (nicht heilbar) und ist durchlässiger für Schadstoffe und Infektionserreger. Eine Haut sieht nicht nur gut aus, sondern ist ein Signal für eine intakte Schutzfunktion.

Allgemein gilt:

  • Keinen Schmuck an Händen und Unterarmen tragen: Denn das erschwert zum einen das Eincremen, zum anderen stauen sich beispielsweise unter Ringen Feuchtigkeit oder Reste von Chemikalien oder Keimen.
  • Bei Hautproblemen frühzeitig an den Betriebsarzt wenden!

 

Unsere Tipps für den Hautschutz und die Hautpflege:

  • Handschuhe und Cremes (mit Inhaltsstoffen wie Urea oder Glycerin und ohne Duftstoffe) schützen die Haut während der Arbeit vor dem Austrocknen und Eindringen von Schadstoffen.
  • Cremes vor der Arbeit, ggf. nach den Pausen, auftragen.
  • Cremes unterstützen die Erholung der Haut nach der Arbeit.
  • Cremes nach der Arbeit für die Regeneration auftragen.

 

So tragen Sie Hautschutz und Hautpflege korrekt auf:

  • Einen erbsengroßen Cremeklecks auf den Handrücken auftragen.
  • Beide Handrücken gegeneinander reiben, dabei Creme auf Handrücken und Finger verteilen.
  • Creme mit den Fingern der einen Hand in den Fingerzwischenräumen der anderen Hand verteilen.
  • Nagelfalze, Nagelbetten und Fingerkuppen einreiben.
  • Handgelenke und Fingerseiten eincremen.
  • Reste in Handflächen verreiben.
  • Verteilen Sie die Creme gleichmäßig. Hautschutz- und Hautpflegecreme kann nur dort schützen und pflegen, wo sie aufgetragen wird.
  • Achten Sie auf kritische Stellen wie Handgelenke, Fingerkuppen, Nagelfalze und Fingerzwischenräume.
  • Massieren Sie die Creme so lange ein, bis sie gut eingezogen ist.


In unserem Podcast geht die B·A·D-Hygienefachkraft Hiltrud Jacoby-Schmidt auf die Herausforderungen von Beschäftigten im Einzelhandel während der Pandemie ein, und ordnet dabei auch die Sinnhaftigkeit von Einmalhandschuhen ein: https://www.bad-gmbh.de/bad-podcast/#episode2


Weitere Informationen zu den Schutzmaßnahmen während der Corona-Pandemie erhalten Sie in unserem Internetdossier zum Coronavirus.

Sie möchten gerne mit unserer Hilfe den neuen Arbeitsschutzstandard COVID-19 umsetzen und eine Gefährdungsbeurteilung erstellen lassen? Hier gibt es weitere Informationen für Sie!

 

Ihre Ansprechpartnerinnen

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