B·A·D verweist auf hohe Bedeutung der Prävention

Arbeitsschutz-Lehren aus der Pandemie? Darüber diskutierte B·A·D-Geschäftsführerin Ulrike Lüneburg mit weiteren Expert*Innen.

Bonn, Mai 2021 – Welche Lehren ergeben sich aus der Pandemie für die zukünftige Gestaltung des Arbeitsschutzes? Dies war ein Schwerpunktthema bei der Eröffnung der 3. Periode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie, die Empfehlungen und Handlungshilfen für den Arbeitsschutz erarbeitet.    

B·A·D-Geschäftsführerin Ulrike Lüneburg nahm als Referentin neben weiteren AkteurInnen aus dem Bereich des Arbeitsschutzes an einer der Diskussionsrunden teil. Sie wies in ihrem Beitrag auf die sich beschleunigende Digitalisierung und die daraus resultierenden psychischen und physischen Konsequenzen für Beschäftigte hin: Stichworte seien in diesem Zusammenhang das Verschwimmen von Beruf und Privatleben, die ergonomischen Gegebenheiten bei mobilem Arbeiten von zu Hause sowie die Überforderung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hinsichtlich Nutzung neuer Technologien.

„Es muss das Bewusstsein geschaffen werden, dass Soft- und Hardware als digitale Arbeitsmittel ebenso wie klassische Arbeitsmittel zu betrachten sind. Daher müssen sie in der allgemeinen Gefährdungsbeurteilung und in der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen mit berücksichtigt werden,“ so Lüneburg.      

Das Thema Prävention habe mit der Pandemie an Bedeutung gewonnen. Bestehende Arbeitsschutzkonzepte sollten daher zeitnah auf ihre Tauglichkeit überprüft und in arbeitsspezifischen Krisenhandbüchern zusammengefasst werden. Sinnvoll sei auch, Notfallstrategien für einzelne Arbeitsbereiche zu entwickeln, auf die im Bedarfsfall schnell zugegriffen werden kann. Dies würde es erleichtern, die Gefährdungsbeurteilung zeitnah individuell anzupassen.

Darüber hinaus müsse die Information, Sensibilisierung und Schulung von Beschäftigten noch stärker in den Fokus rücken. Klare Informationswege und -routinen in Unternehmen hätten sich insbesondere während der Coronakrise als essentiell erwiesen, um die Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz unmittelbar umzusetzen. Dies zeige mehr denn je, dass die Wirtschaftlichkeit von Betrieben und die Gesundheit von Mitarbeitenden untrennbar miteinander verbunden seien.  

 

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