Newsletter 09/18

Burnout präventiv vorbeugen

Burnout präventiv vorbeugen
Burnout präventiv vorbeugen

Tipps für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

90 Prozent der Deutschen fühlt sich gestresst, jeder Zweite fühlt sich dem Burnout nahe, so die aktuellen Ergebnisse einer pronova BKK-Umfrage. Die Zahl der stressbedingten Fehltage sind laut Bundesgesundheitsministerium zwischen 2012 und 2016 von knapp 20 Millionen pro Jahr auf mehr als 30 Millionen und somit um 50 Prozent gestiegen. Welche Rolle spielt der Arbeitgeber bei der Burnout-Prävention? Was können Arbeitnehmer selbst aktiv tun, um der Stressspirale zu entkommen?

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Die ersten möglichen Alarmzeichen eines Burnouts: Innere Anspannung, anhaltende Erschöpfung und innere Leere, Rückenschmerzen, Lustlosigkeit oder auch Schlafstörungen. Eine Reihe von berufsbedingten äußeren Einflüssen können die Entstehung eines Burnouts befördern:  Termindruck, Kunden- oder Chefwünsche, emotionaler Stress durch Kunden oder Patienten, Überstunden, ein schlechtes Arbeitsklima oder auch die Digitalisierung stellen jeden Einzelnen vor enorme Herausforderungen. Belastungen aus dem privaten oder familiären Bereich können ebenfalls Einfluss auf das Stresserleben nehmen und die Entstehung eines Burnouts forcieren.

Die Herausforderung für Arbeitgeber: Sie tappen oftmals recht lange im Dunkeln, warum ihre Mitarbeiter krank ausfallen. Von Krankenkassen können sie lediglich in anonymisierter Form Auswertungen der Erkrankungsgründe erhalten. Zeigen die Ergebnisse, dass besonders viele Beschäftigte wegen psychischer Problemen ausfallen, besteht Handlungsbedarf. In vielen Fällen ist es sinnvoll, wenn Unternehmen sich externe Hilfe holen.

Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen zu einer Gefährdungsbeurteilung, die auch psychische Belastungen bewertet

Laut Arbeitsschutzgesetz muss der Arbeitgeber bei Gefährdungsbeurteilungen auch psychische Belastungen ermitteln. Lärm im Großraumbüro, mangelnde Wertschätzung oder ständige Störungen etwa durch Kollegen oder Kunden sind Belastungen, die durch eine systematische Analyse und gezielte Maßnahmen deutlich reduziert werden können. Bei der Planung und Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung ist der Betriebsrat zu beteiligen. Externe Hilfe kann dazu beitragen, dass die Ausgestaltung der Gefährdungsbeurteilung zwischen den Sozialpartnern im Einvernehmen angegangen wird.

So können Arbeitgeber psychischen Belastungen vorbeugen

  • Arbeitsprozesse analysieren und optimieren
  • Aufgaben und Aufgabenverteilung im Betrieb regelmäßig prüfen und ggf. veränderten Bedingungen anpassen
  • Feedback und Wertschätzung in den Arbeitsalltag integrieren
  • Mitarbeitern in Führungsverantwortung Coaching anbieten
  • Angebot eines Employee Assistance Program für Führungskräfte und Mitarbeiter als frühzeitiges Beratungsangebot im Umgang mit erhöhten Anforderungen
  • Führungskräfte im gesunden Umgang mit Mitarbeitern schulen
  • Personal aufstocken
  • Flexible Arbeitszeitregelungen einführen

(Quelle: Haufe Online)

So wirken Arbeitnehmer einem Burnout präventiv entgegen:

  • Lernen Sie Ihre eigenen Grenzen kennen und respektieren Sie diese.
  • Lernen Sie auch einmal "Nein" zu sagen und verringern Sie perfektionistische Anforderungen an sich selbst.
  • Planen Sie ausreichend Pausen in Ihren Arbeitstag ein und nutzen Sie Ihre (auch kurzen) Pausen, um sich wirklich zu erholen.
  • Reduzieren Sie notfalls Ihre ehrenamtlichen oder sonstige privaten Verpflichtungen, um Zeit für sich selbst sowie Ihre Familie und Freunde zu haben.
  • Lassen Sie von Ihrem Hausarzt abklären, ob keine körperlichen oder organischen Ursachen für Ihre Symptome wie ständige Unruhe, schlechter Schlaf oder Nacken- und Rückenschmerzen verantwortlich sind.
  • Scheuen Sie nicht den Weg zum Arzt, wenn Sie erste Burnout-Signale bei sich bemerken.
  • Gönnen Sie sich genügend Schlaf und ernähren Sie sich bewusst.
  • Probieren Sie Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder Atemtechniken aus.

 (Quelle: gesundheit.at)

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