Newsletter 07/18

Sommer, Sonne – und wie ein Hähnchen brutzeln?

Bild: Thomas Lucks / BG Bau

Sonnenschutz

Was haben Bauhandwerker, Straßenbauer, Mitarbeiter in Bäderbetrieben, der Landwirtschaft und Seeschifffahrt gemein? Sie alle sind vor allem jetzt im Sommer viel Sonne und damit einigen Gefährdungsfaktoren ausgesetzt.

Sonne ist lebensnotwendig, kann aber auch gefährlich werden, insbesondere dann, wenn man berufsbedingt viel im Freien arbeitet. UV-Strahlung kann Haut und Augen schaden – kurz- und langfristig. Neben der Sonnenbrandgefahr kann die Haut schneller altern und das Herz-Kreislauf-System und der Wasser- und Elektrolythaushalt belastet werden.

Vor allem aber die Gefahr durch Hautkrebs ist immens: Durch ultraviolette (UV) Strahlung verursachte Hauttumore war 2016 die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit in der Baubranche. Fast 2.700 neue Verdachtsanzeigen der Berufskrankheit „weißer Hautkrebs“ wurden der BG BAU gemeldet.

Vor diesem Hintergrund wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit Wirkung vom 01.01.2015 eine neue Berufskrankheit in die sogenannte Berufskrankheitenliste aufgenommen. Hiernach können laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)  multiple "aktinische Keratosen"-Vorstufen des Plattenepithelkarzinoms-, sowie das Plattenepithelkarzinom selbst als Berufskrankheit der Nummer 5103 anerkannt werden.

So schützen Sie sich als Arbeitnehmer vor der Sonne

  • Führen Sie Tätigkeiten möglichst im Schatten oder in geschlossenen Räumen aus.
  • Halten Sie sich in der Sonne möglichst wenig auf, insbesondere in der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr. In dieser Zeit ist die Sonneneinstrahlung besonders intensiv.
  • Passen Sie Art und Umfang Ihrer Pausen im Schatten an die Tageszeit an.
  • Führen Sie körperlich anstrengende Arbeiten möglichst früh morgens oder spät nachmittags aus.
  • Tragen Sie körperbedeckende Bekleidung − lange Hose, langärmeliges Hemd/Shirt −, eine Kopfbedeckung, die vor allem auch Nacken und Ohren schützt, und eine Sonnenbrille.
  • Benutzen Sie schweißfeste UV-Schutzmittel mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor für die von der Kleidung nicht bedeckten Körperteile, etwa fürs Gesicht oder die Hände.



Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter vor Sonne schützen können

  • Stellen Sie – auch in Pausen − Unterstellmöglichkeiten zur Verfügung.
  • Statten Sie Arbeitsbereiche etwa mit ausreichend großen Sonnenschirmen und Überdachungen aus.
  • Versehen Sie Baumaschinen und Fahrzeuge mit Klimaanlagen.
  • Belüften Sie Arbeitsbereiche gut und vermeiden Sie einen Hitzestau.
  • Informieren Sie Ihre Beschäftigten über mögliche Gefahren durch die Sonneneinstrahlung und über Schutzmaßnahmen.
  • Achten Sie darauf, dass ein regelmäßiger Tätigkeitswechsel zwischen den Beschäftigten stattfindet.
  • Stellen Sie persönliche Schutzausrüstung, Getränke und UV-Schutzmittel ausreichend zur Verfügung.


Quelle: DGUV

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