Newsletter 10/20

Tipps zum Umgang mit Maskenmuffeln

DGUV-Umfrage

Gegenüber in der Bahn sitzt jemand ohne Maske. Ansprechen oder nicht? Wer etwas sagt, muss mit Abwehr rechnen, das zeigt eine Umfrage der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). 6 Tipps für den Alltag…

Gut 43 Prozent der 5.000 Befragten gaben an, unfreundliche Antworten erhalten zu haben, knapp 30 Prozent wurden gar beleidigt. Kein Wunder, dass viele Menschen die Maskenmuffel erst gar nicht ansprechen, die ihre Maske aus Protest oder Gedankenlosigkeit nicht tragen.
Lediglich knapp 40 Prozent der rund 5.000 Befragten gaben an, bereit zu sein, andere Personen auf das Einhalten der Coronaregeln, wie Abstand halten und Maske tragen, hinzuweisen. Mehr als 50 Prozent tun dies nicht. Als häufigste Gründe für ihre Zurückhaltung nannten die Befragten, andere nicht belehren zu wollen (27 Prozent), Angst vor körperlichen Angriffen (25 Prozent) und Beleidigungen (22 Prozent).


6 Tipps zum richtigen Umgang mit Maskenmuffeln

Die Infektionszahlen steigen im Herbst nun wieder, einige Coronahotspots sind in Deutschland bereits ausgemacht. Da ist es gut, wenn Abstands- und Hygieneregeln im öffentlichen Raum eingehalten werden. Aber wie verhalte ich mich richtig, wenn in der Bahn, im Supermarkt oder auch im Betrieb Personen die Maske nicht korrekt oder gar nicht tragen? Wann darf, wann sollte ich etwas sagen?
Christian Denzin, Mediator und Berater Gesundheitsmanagement bei B·A·D, gibt für diese durchaus schwierigen Situationen im (Berufs-)Alltag sechs praktische Tipps:

1. Argumentieren Sie vor dem Maskenmuffel stets sachlich!
Auf engstem Raum in der Bahn oder im Supermarkt ohne Maske? Geht gar nicht! Auch wenn es vielleicht schwerfällt und Ihnen ein Ärgernis ist: Sie sollten jetzt nicht emotional reagieren, sondern sachlich bleiben und in ruhigem Ton auf die geltenden Hygiene- und Abstandregeln hinweisen, empfiehlt Mediator und B·A·D-Berater Gesundheitsmanagement Christian Denzin. „Dem Ermahnten geben Sie so noch die Gelegenheit, sich zu rechtfertigen und die Maske dann doch noch aufzuziehen, ohne sein Gesicht zu verlieren.“

2. Machen Sie dem Maskenmuffel keine Vorwürfe!
Das sollten Sie tunlichst vermeiden: Greifen Sie Ihr Gegenüber nicht mit einem emotionalen Auftritt und womöglich mit lautstarken Vorwürfen an. Der Ermahnte könnte sonst zumindest verbal zurückschlagen, weil er sich für sein Verhalten sehr wahrscheinlich verteidigen wird, erklärt Christian Denzin.

3. Aggressiver Gegenschlag des Maskenmuffels? Holen Sie sich Unterstützung!
Es kann natürlich sein, auch wenn Sie die ersten beiden Tipps beherzigt haben, dass der Maskenmuffel trotz aller Sachlichkeit aggressiv reagiert. „Wenn Sie mit sachlichen Argumenten nicht mehr weiterkommen und plötzlich selbst in die Defensive geraten, versuchen Sie sich Unterstützung von Gleichgesinnten zu holen“, rät Christian Denzin. Ein gutes Signal an den Maskenmuffel, wenn ihm dann schnell mehrere Leute gegenüberstehen, die auf das Tragen der Maske pochen.

4. Aufgeheizte, aggressive Stimmung? Gehen Sie, bevor es eskaliert!
„Im Zweifel versuchen Sie einer aggressiven, womöglich gewaltbereiten Situation zu Ihrem Eigenschutz aus dem Weg zu gehen“, so Christian Denzin. Eine andere Körperspannung, ein Größer machen und lauteres Sprechen, könnten Hinweise dafür sein, dass die Stimmung zu kippen droht.

5. Treffen Sie gemeinsame Regeln im Betrieb!
In einem Unternehmen ist es wichtig, dass Mitarbeitende an der Entwicklung von einheitlichen Abstands- und Hygieneregeln in den Räumlichkeiten beteiligt werden, sagt Christian Denzin. So können alle Beschäftigten ein gemeinsames Verständnis zu den Regeln entwickeln. Das führe zu einem konstruktiven und verständigen Umgang.

6. Familie und Freunde: Ehrlich und offen zueinander sein!

In der Familie oder vor Freunden kann man sich meist fallen lassen: „Für Emotionen und Gefühle gibt es hier Stärkung“. Ein ehrliches und offenes Miteinander sei in diesem Umfeld sehr wichtig und wertvoll für die seelische Gesundheit!

Informationen zu Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus erhalten Sie in unserem Internetdossier: https://www.bad-gmbh.de/dossiers/coronavirus