PCR-, Antigen- oder Schnelltest?

Die Corona-Testpflicht für Unternehmen wirft aber auch praktische arbeitsmedizinische Fragen auf: Welcher Test eignet sich für meinen Betrieb? Wer darf Abstriche durchführen? Welche Pflichten ergeben sich bei positiver Testung?

Seit dem 25.11.2021 ist die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes in Kraft getreten. Unabhängig vom Infektionsgeschehen haben Betriebe bis zum 19. März 2022 diese neuen Regelungen zu beachten. Für den gleichen Zeitraum gelten die bestehenden Regelungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel, SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnungen sowie des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards sowie weitere Vorschriften der Länder zum Infektionsschutz.

Demnach bleiben Arbeitgeber weiterhin verpflichtet, in ihren Betrieben mindestens zweimal pro Woche für alle in Präsenz Arbeitenden die Möglichkeit für Schnell- oder Selbsttests anzubieten (§ 4 Abs. 1 Corona-ArbSchV).
Die Ausnahme von dieser Regelung: Soweit der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutz-maßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellt oder einen bestehenden gleichwertigen Schutz nachweisen kann. (§ 4 Abs. 2 Corona-ArbSchV)

Mit den Corona-Tests können die Infektionszahlen insgesamt reduziert werden. Die Tests stellen einen wirksamen Beitrag zum Gesundheits- und Arbeitsschutz der Beschäftigten in der Pandemie dar. Größere Ausbruchsgeschehen am Arbeitsplatz können so rasch erkannt und durch gezieltes Testen und Isolieren der Betroffenen eingegrenzt werden. Das heißt, je regelmäßiger im Betrieb getestet wird, umso früher können infizierte Personen entdeckt und mögliche Infektionsketten unterbrochen werden. Die Corona-Testpflicht für Unternehmen wirft aber auch praktische arbeitsmedizinische Fragen auf: Welcher Test eignet sich für meinen Betrieb? Wer darf Abstriche durchführen? Welche Pflichten ergeben sich bei positiver Testung?

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Corona-Tests

Welche Aussagekraft haben die verschiedenen Tests und wie sollte man sich nach einem negativen Test verhalten? Antworten von Dr. Christina Nußbeck, BAD-Arbeitsmedizinerin.