Der beste Schutz vor Influenza

Sobald es draußen kälter wird, haben auch die Grippeviren wieder Hochsaison. Sie können vor allem älteren, chronisch kranken und immungeschwächten Menschen gefährlich werden. Deshalb gilt: Lassen Sie sich rechtzeitig impfen.

Krankheiten der Atemwege, die üblicherweise über Aerosol- und/oder Tröpfcheninfektion übertragen werden, breiten sich in den Herbst- und Wintermonaten besonders stark aus. Denn längere Kontaktzeiten in geschlossenen Räumen schaffen optimale Bedingungen für die Übertragung der Erreger. Bei den meisten Menschen ist während der Coronapandemie das Bewusstsein für angemessene Schutzmaßnahmen gestiegen.

So lagen die Zahlen der Grippeerkrankungen in der Saison 2021/22 deutlich unter denen der Vorjahre. Doch wir befinden uns immer noch in einem pandemischen Geschehen. Deshalb empfehlen die BAD-Medizinerinnen und -Mediziner auch Menschen mit vollständigem Impfschutz gegen COVID-19, sich gegen die Influenza, wie die Grippe auch genannt wird, impfen zu lassen. Die Impfung soll jährlich aktualisiert werden.

Auch gesunde Menschen im „besten“ Alter müssen bei einer Grippeerkrankung tage- bis wochenlang mit Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen und ausgeprägter Mattigkeit, teils sogar mit Bronchitis und Lungenentzündung, im Bett verbringen. Denn die Grippe ist kein einfacher grippaler Infekt, auch wenn dieser oft als „Grippe“ bezeichnet wird. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt die Influenzaimpfung je-doch insbesondere für Personen, die bei einer Infektion mit Grippeviren ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben.

Zu diesen Risikogruppen gehören:

  • Personen über 60 Jahre
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einem Grundleiden (z. B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten)
  • Personen mit schweren neurologischen Grundkrankheiten wie multiple Sklerose
  • Personen mit einem geschwächten Immunsystem (z. B. durch HIV)
  • Schwangere ab 2. Trimenon, bei erhöhter Gefährdung aufgrund einer Grunderkrankung ab dem 1. Trimenon
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen sowie deren Kontaktpersonen
  • Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln Außerdem sollten sich Menschen impfen lassen, die aus beruflichen Gründen viel Kontakt zu anderen Personen haben und sich dadurch schneller anstecken können. Dazu gehören: medizinisches Personal sowie Menschen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr.