Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Zink

Zinkpulver - Zinkstaub, nicht stabilisiert, wird wie folgt gekennzeichnet: Gefahrensymbole: F (Leichtentzündlich), N (Umweltgefährlich). R-Sätze: R 15 Reagiert mit Wasser unter Bildung hochentzündlicher Gase / R 17 Selbstentzündlich an der Luft / R 50/53 Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. S-Sätze: S (2) Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen / S 43 Zum Löschen ... (vom Hersteller anzugeben) verwenden (wenn Wasser die Gefahr erhöht, anfügen: "Kein Wasser verwenden") / S 46 Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen / S 60 Dieses Produkt und sein Behälter sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen / S 61 Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Besondere Anweisungen einholen/Sicherheitsdatenblatt zu Rate ziehen.

 

Zinkpulver - Zinkstaub, stabilisiert, wird wie folgt gekennzeichnet: Gefahrensymbol: N (Umweltgefährlich). R-Sätze: R 50/53 Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. S-Sätze: S 60 Dieses Produkt und sein Behälter sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen / S 61 Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Besondere Anweisungen einholen/Sicherheitsdatenblatt zu Rate ziehen.

 

Zink löst sich in verdünnten Säuren zu Zinksalzen unter Entwicklung von Wasserstoff; auch von Alkalien wird es gelöst. Da Zink häufig verunreinigt ist und Beimengungen von Arsen enthält, entsteht bei der Lösung durch Säuren oder Laugen gleichzeitig der sehr giftige Arsenwasserstoff. Deshalb dürfen verzinkte Behälter oder Geräte nicht mit Säuren oder Laugen in Berührung kommen, oder es sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

 

Zinkstaub ist reaktionsfähiger als Zink. Die Einwirkung von Feuchtigkeit kann bei lagerndem Zinkstaub zur Selbstentzündung führen. In der Luft aufgewirbelt ist Zinkstaub explosionsfähig (Staubexplosion).

 

Beim Erhitzen (ab 920 °C) von Zink oder verzinkten Gegenständen und Gießen von Zinklegierungen entsteht durch Verdampfen des Metalls und Oxidation der Dämpfe Zinkoxid (z. B. beim Gießen von Messing). Zinkoxid ist ein weißes, lockeres, praktisch wasserunlösliches Pulver; es tritt auch grobkörnig oder in feinfilziger, wollartiger Form auf. Verwendung findet es in der Anstrichtechnik (Zinkweiß) und als Füllmittel.

 

Zinkoxiddämpfe sind gesundheitsschädlich und erzeugen das sog. Gießfieber. Schmelzbehälter müssen daher abgedeckt sein, entstehende Dämpfe abgesaugt werden. Beim Einsatz von Atemschutzgeräten müssen Partikelfilter P2 verwendet werden.

 

Für Schmelztauchbäder zum Feuerverzinken gelten bezüglich Bau, Ausrüstung und Betrieb die "Richtlinien für das Feuerverzinken".

Literatur

  • Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (Gefahrstoffverordnung - GefStoffV) (CHV 5)
  • Richtlinien für das Feuerverzinken (ZH 1/411)
  • Gefahrstoffe (BGI 522)
  • GESTIS-Stoffdatenbank (Link)

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de