Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Wellen

Unfallgefahren bestehen überall dort, wo freiliegende Teile von Wellen und Wellenverbindungen, z. B. Kupplungen, berührt werden können. Glatte und schlanke Wellen erfassen besonders leicht Kleidungsstücke oder Haare.

 

Die Gefahrstellen von Wellen, Kupplungen und ähnlichen Teilen müssen deshalb in Arbeitsbereichen und in Verkehrsbereichen gesichert sein, möglichst durch feste Verkleidung, Kapselung oder tunnelartige Überdeckung.

 

Auch Gelenkwellen müssen in ihrer ganzen Ausdehnung so verkleidet und abgedeckt sein, dass es nicht möglich ist, sie zu berühren. Ist die trennende Schutzeinrichtung bodengleich oder betretbar, muss sie trittsicher sein. Außerdem darf sich der Schutz nicht mitdrehen können.

 

Wellenenden lassen keine Verletzung erwarten, wenn sie nicht mehr als ein Viertel ihres Durchmessers vorstehen oder glatt rundlaufend ausgebildet und nicht länger als 5 cm sind. Bohrungen und Innengewinde müssen verdeckt oder mit festen Stopfen ausgefüllt sein, so dass man nicht hineinfassen kann.

 

Bei Wellenleitungen (Transmissionen), die in verschiedenen Betriebsräumen liegen und von derselben Kraftmaschine angetrieben werden, ist darauf zu achten, dass die Wellenleitungen unabhängig voneinander ausrückbar sind. Die Ausrücker müssen gegen unbeabsichtigtes Wiedereinrücken gesichert und stets zugänglich sein. Das gilt auch für Zwischenvorgelege.

 

Für Arbeiten an hoch liegenden Wellen und Triebwerken dürfen nur Anlegeleitern mit Einhängevorrichtung benutzt werden, die über die Welle greifen.

Literatur

  • Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV) (CHV 16)
  • DIN 743-1 Tragfähigkeitsberechnung von Wellen und Achsen - Teil 1: Einführung, Grundlagen
  • DIN EN ISO 13857 Sicherheit von Maschinen; Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefährdungsbereichen mit den oberen und unteren Gliedmaßen

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de