Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Sprengarbeiten

Sie stellt in Anlehnung und Ergänzung des Sprengstoffgesetzes und seiner Durchführungsverordnungen eine Verhaltensvorschrift dar, um bei Sprengarbeiten größtmögliche Sicherheit zu erreichen. Dabei legt sie die Verantwortung bei der Ausführung weitgehend in die Hände des Sprengberechtigten.

 

Sprengberechtigte müssen im Besitz einer Erlaubnis oder eines Befähigungsscheins der zuständigen Behörde sein (§§ 7 bzw. 20 Sprengstoffgesetz). Für besondere Sprengarbeiten muss der Sprengberechtigte auch besondere Qualifikationen nachweisen.

 

Sprenghelfer, die vom Sprengberechtigten heranzuziehen sind, müssen über 18 Jahre alt, körperlich geeignet und zuverlässig sein. Sie dürfen nur unter ständiger Aufsicht des Sprengberechtigten nachstehende Arbeiten ausführen:

  • Befördern von Sprengstoffen und Zündmitteln innerhalb der Betriebsstätte
  • Laden
  • Aufbringen des Besatzes
  • Helfen beim Beseitigen von Versagern.

 

Nach entsprechender Unterweisung dürfen sie eingesetzt werden zum

  • Sichern und Absperren
  • Einbringen von Laderohren.

 

In der praktischen Ausbildung zum Sprengberechtigten befindliche Sprenghelfer dürfen auch mit dem Anfertigen von Schlagpatronen und dem Herstellen der Zündanlage beschäftigt werden, wenn sie dabei unter ständiger Aufsicht des Sprengberechtigten stehen.

 

Vor Beginn seiner Tätigkeit ist jeder Beschäftigte vom Unternehmer über die Bedeutung der Sprengsignale und Warnzeichen sowie über sein Verhalten vor, während und nach Sprengarbeiten und bei Versagern zu unterrichten.

Literatur

  • Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe (Sprengstoffgesetz - SprengG)
  • Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV) (CHV 16)
  • Verordnungen zum Sprengstoffgesetz
  • UVV Explosivstoffe - Allgemeine Vorschrift (BGV B 5)
  • UVV Feste einheitliche Sprengstoffe (BGV D 39)
  • UVV Munition (BGV D 44)
  • UVV Pulverzündschnüre und Sprengschnüre (BGV D 42)
  • UVV Schwarzpulver (BGV D 37)
  • UVV Sprengarbeiten (BGV C 24)
  • UVV Sprengöle und Nitratsprengstoffe (BGV D 40)
  • UVV Taucherarbeiten (BGV C 23)
  • UVV Treibladungspulver (BGV D 38)
  • UVV Zündstoffe (BGV D 41)
  • Bauarbeiten unter Tage (BGR 160)
  • Einsatz von Fahrzeugen in Explosivstoffbetrieben (BGR 123)
  • Zerlegen von Gegenständen mit Explosivstoff oder Vernichten von Explosivstoff oder Gegenständen mit Explosivstoff (Explosivstoff-Zerlege- oder Vernichteregeln) (BGR 114)
  • Richtlinie "Bauweise und Einrichtung der Lager für Sprengstoffe und Zündmittel" (SprengLR 210)
  • Richtlinie "Diebstahlsicherung der Lager für Explosivstoffe und Gegenstände mit Explosivstoff" (SprengLR 230)
  • DIN VDE 0166 (Normentwurf) Errichten elektrischer Anlagen in durch explosionsgefährliche Stoffe gefährdeten Bereichen
  • Nitrocellulose (BGI 642)
  • Sicherheit bei Sprengarbeiten - ein Lernprogramm (BGI 698)
  • UVV Sprengarbeiten mit Kommentar (BGI 699)
  • Vermessung und Berechnung von Großbohrlochsprengungen (BGI 700)
  • Merkblatt T 036 "Einsatz von Staubsaugern in explosivstoffgefährdeten Bereichen", BG Chemie (Link)
  • Eibl, J./ Plotzitza, A./Hermann, N./Gerlach, L.: Nachweise zur Sicherheit beim Abbruch von Stahlbetonbauwerken durch Sprengen. In: Forschungsverbund Baustoffkreislauf im Massivbau; Schlussbericht zum Teilprojekt B02; DAfStb-Heft. Beuth-Verlag, Berlin 2000
  • CD-ROM: "BG-INFO - Die CD-ROM der BG BAU", Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft - Medien und Praxishilfen (Link)
  • Sprengstoffrecht (Spreng) - Online-Informationen der Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de