Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Prävention

Prävention umfasst verschiedene Maßnahmen, z. B. gesetzgeberische, technische, organisatorische, erzieherische und besonders medizinische. Die Betriebssicherheitsverordnung, die Unfallverhütungsvorschriften, die Straßenverkehrsordnung, das Strafgesetzbuch und die arbeitsmedizinische Vorsorge sind einige Beispiele.

 

Der Prävention wird heute auf nationaler und internationaler Ebene ein zentraler Stellenwert für die Gesundheit des Menschen beigemessen. Daher werden verstärkt Anstrengungen unternommen, das Gesundheitswesen stärker präventiv auszurichten und Gesundheitsförderung zu einer eigenständigen Säule in der Sozialversicherung zu machen.

 

Eine wesentliche Schwierigkeit jeglicher Prävention liegt darin, dass sie auf Ereignisse in der Zukunft gerichtet ist. Man muss also wissen oder zumindest plausibel vermuten können, welche Faktoren in welchem Verhältnis zu einem Ereignis (z. B. einem Unfall oder einer Krankheit) stehen. Empirische Untersuchungen, dazu zählen retrospektive und epidemiologische Studien, haben Risikofaktorenmodelle hervorgebracht, aus denen wirksame Präventionsmaßnahmen abgeleitet wurden. So führten etwa Lärmschutzmaßnahmen zu einer zurückgehenden Zahl von Lärmschwerhörigkeit.

 

EU-Richtlinien und nationale Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz fordern, dass die Arbeitnehmer durch Maßnahmen der Prävention nicht nur vor Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, sondern vor allen arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren geschützt werden. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, unter Beteiligung der betroffenen Arbeitnehmer potenzielle Gefahren am Arbeitsplatz zu bewerten und zu beseitigen. Zur Beurteilung der Gefährdungen gibt es verschiedenartige Verfahren, z. B. Sicherheitsanalyse, Fragebogen zur Sicherheitsdiagnose, Risiko- und Gefährdungsbeurteilung, Sicherheitschecklisten, Sicherheitsaudits und Sicherheitsstandardverfahren.

Literatur

  • UVV Grundsätze der Prävention (BGV A 1) / (GUV-V A1) / (VSG 1.1 Allgemeine Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz)
  • Grundsätze der Prävention (BGR A 1) / (GUV-R A1)
  • Arbeit und Gesundheit - Jahrbuch 2001. Innovation und Prävention, hrsg. v. W. Eichendorf u. a., Universum Verlag, Wiesbaden 2001 (Link)
  • Dienstleistung Prävention. Bedarf - Konzepte - Praxisbeispiele, hrsg. v. Cernavin, O./Wilken, U. J., Universum Verlag, Wiesbaden 1998 (Link)
  • Fastenmeier, W./Stadler, P./Strobel, G. (Hrsg.): Neue Wege der präventiven Gesundheitsarbeit im Betrieb, Wirtschaftsverlag NW, Bremerhaven 1993
  • Kreizberg, K.: Leitfaden Arbeitsschutzrecht, Universum Verlag, Wiesbaden 2000 (Link)
  • Nickel, U./Kuch, P./Bauer, W.: Gesundes Arbeiten lernen. Das Arbeitsplatzprogramm, Universum Verlag, Wiesbaden 1998 (Link)
  • Schröder, H./Reschke, K. (Hrsg.): Intervention zur Gesundheitsförderung für Klinik und Alltag, S. Roderer Verlag, Regensburg 1996
  • BG-Netzwerk Prävention (Link)
  • Die Prävention (Link)
  • Good Practice - Internetportal der Gemeinschaftsinitiative Gesünder Arbeiten e. V. (Link)
  • Prävention in der Arbeitswelt (Link)
  • Prävention-online. Der unabhängige Marktplatz für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Qualität (Link)
  • Praxishilfen: Arbeit. Gesundheit. Leben. Informationen und Download-Angebote der Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaft zu wichtigen Präventions-Themen (Link)

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de