Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Kohlendioxid

Gesundheitsgefahren:

Die Aufnahme erfolgt fast ausschließlich über die Atemwege. Bereits geringere Mengen führen zu Reizungen der Atemwege. Je nach eingeatmeter Konzentration wirkt das Gas erregend bis betäubend und erstickend. Flüssiges Kohlendioxid und Trockeneis führen bei Berührung zu schweren Erfrierungen. Anteile von ca. 10 % und mehr Kohlendioxid in der Atemluft führen zu Kopfschmerzen, Schwindel, Krämpfen, Kreislaufschwäche und Bewusstlosigkeit.

 

Wichtige Schutzmaßnahmen:

Berührung mit Augen und Haut vermeiden. Wird flüssiges Kohlendioxid in Gebäuden abgefüllt, so müssen die Räume gut belüftbar sein und ebenerdig oder in Rampenhöhe liegen. Behälter dürfen nur bis 95 % mit Flüssigphase gefüllt sein. Zur Entnahme von Gas die Flaschen nur aufrecht halten. Schutzhandschuhe aus Leder oder dickem Stoff tragen. Beim Umgang mit flüssigem Kohlendioxid oder Trockeneis Kälteschutz beachten.

 

Arbeitsplatzgrenzwert (TRGS 900): 9100 mg/m³ bzw. 5000 ml/m³.

Literatur

  • Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV) (CHV 16)
  • UVV Gärräume (VSG 2.4)
  • Behälter, Silos und enge Räume. Teil 1: Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen (BGR 117-1)
  • Betreiben von Arbeitsmitteln (BGR 500)
  • Arbeiten in engen Räumen (BGI 534)
  • GESTIS-Stoffdatenbank (Link)
  • Technische Regeln für Druckbehälter (TRB) im Internet (Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg)
  • Technische Regeln für Druckgase (TRG) im Internet (Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg)

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de