Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Kindertageseinrichtungen

Im Vergleich zu den Gefahren, denen sich Erwachsene im Betrieb gegenübersehen, sind für Kinder in Kindertageseinrichtungen - ähnlich wie für Schüler - andere Risiken in Betracht zu ziehen, die bei den Maßnahmen der Unfallverhütung und der Ersten Hilfe durch die Erzieherinnen und die Unfallversicherungsträger berücksichtigt werden müssen.

 

Einerseits möchte man Gefahren von Kindern fern halten, andererseits ist es lebensnotwendig, mit Gefahren umgehen zu lernen. Bei der Entscheidung, welche erzieherischen Maßnahmen angebracht sind, muss stets das Risiko, d. h. die Wahrscheinlichkeit und die mögliche Schwere eines Unfalls berücksichtigt werden. Bei den Methoden der Erziehung zum Umgang mit Risiken sind die dem Lebensalter, dem Temperament und der bereits vorhandenen Erfahrung der Kinder angepassten Mittel zu finden.

 

Hinweise auf technische Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie pädagogisch-didaktisch aufbereitete Anregungen zur Sicherheits- und Gesundheitserziehung werden u. a. von den zuständigen Unfallversicherungsträgern herausgegeben. Bei Bau und Einrichtung von Kindertageseinrichtungen beraten Aufsichtspersonen der Unfallversicherungsträger; sie überwachen auch die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen.

 

In Kindergarteneinrichtungen ist u. a. besonders zu achten auf abgerundete Kanten (z. B. an Heizkörpern und Spielgeräten), sichere und ergonomisch richtige Konstruktion von Geländern mit Handlauf, Steckdosensicherungen, für Kinder unzugänglich aufbewahrte Putzmittel. Es muss Sicherheitsglas (Einscheibensicherheits- oder Verbundglas) verwendet werden, da es nicht splitterbildend brechen kann. Bei Türen sind an der Nebenschließkante bauliche Vorkehrungen zu treffen, damit Quetschungen der Finger oder Hände bis zu einer Höhe von 1,50 m ab Fußboden nicht möglich sind. Bei Spielen mit Seilen, Leinen oder Lederbändern ist stets auch an die Gefahr der Strangulation zu denken. Im Außenbereich ist das Augenmerk u.a. auf besondere Gefahren an Feuchtbiotopen zu richten. Giftige Sträucher, z. B. Pfaffenhütchen, Seidelbast, Stechpalme und Goldregen, sollten nicht angepflanzt werden.

Literatur

  • Richtlinien für Kindergärten - Bau und Ausrüstung (GUV-SR 2002)
  • Außenspielflächen und Spielplatzgeräte (GUV-SI 8017)
  • Broschüre: Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz für Kinder in Tageseinrichtungen (GUV-SI 8029)
  • Giftpflanzen - Beschauen, nicht kauen (GUV-SI 8018)
  • Mehr Sicherheit bei Glasbruch (GUV-SI 8027)
  • Sicherheit fördern im Kindergarten (GUV-SI 8045)
  • kinder, kinder - sicher/gesund (Zeitschrift für Erzieherinnen und Erzieher), hrsg. vom Universum Verlag, Wiesbaden, in Zusammenarbeit mit Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung (Link)
  • Sicherheitserziehung und Erste Hilfe im Kindergarten (Medienpaket), Fachpublika Wehner GmbH, Eggenfelden
  • Lehrerbriefe zur Unfallverhütung und Sicherheitserziehung, hrsg. v. Bundesverband der Unfallkassen e. V. - BUK, erscheinen vierteljährlich, jeweils für den Elementarbereich (grün), für den Primarbereich (gelb) und für den Sekundarbereich (rot)

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de