Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Inerte Gase

Das Innere von Apparaten, Behältern, Rohrleitungen und anderen geschlossenen Einrichtungen mit brennbaren flüssigen oder festen bzw. staubförmigen Stoffen, die explosionsfähige Dämpfe, Gase oder Stäube erzeugen, wird inertisiert, wenn wirksame Zündquellen (z. B. Reib-, Schlag-, elektrostatische Entladungsfunken) nicht ausgeschlossen werden können. Die inerten Gase halten den Sauerstoff fern bzw. verdrängen ihn bis auf eine ungefährliche Restkonzentration.

 

Zerkleinerungsapparaturen (Mühlen, Brecher, Knetwerke) für brennbare feste Stoffe (z. B. Harze, Schwefel, Gummi, Karbid, Kork) mit entzündlichen Stäuben, Lagerbehälter oder Misch- bzw. Rührwerke mit feuergefährlichen Flüssigkeiten, Lösungen oder Pasten, pneumatische Fördereinrichtungen von brennbaren Stäuben oder Flüssigkeiten sowie ähnliche Einrichtungen sollten durch Inertisierung gegen Brand- und Explosionsgefahren gesichert werden. Brennbare Flüssigkeiten dürfen nur mit inerten Gasen gemischt und befördert werden.

 

Manche Metallpulver (z. B. Magnesium) reagieren bei Einwirkung sehr starker Zündquellen mit Stickstoff oder Kohlendioxid wie mit Sauerstoff. Als Schutzgas benötigen sie deshalb ein Edelgas, z. B. Argon.

Literatur

  • Betreiben von Arbeitsmitteln (BGR 500)
  • Einrichtungen zum Reinigen von Werkstücken mit flüssigen Reinigungsmitteln (BGR 180) / (GUV-R 180)
  • Explosionsschutz-Regeln (EX-RL) (BGR 104) / (GUV-R 104)
  • Füllen von Druckbehältern mit Gasen (BGI 618)
  • GESTIS-Stoffdatenbank (Link)

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de