Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Eintreibgeräte

Neben den üblichen Kenndaten müssen an druckluftbetriebenen Geräten der zulässige Betriebsüberdruck und an elektrisch betriebenen Geräten die elektrischen Daten angegeben sein. Geräte mit Auslösesicherung (Freischusssicherung) müssen darüber hinaus mit einem auf der Spitze stehenden gleichseitigen Dreieck gekennzeichnet sein.

 

Die Betriebsanleitung muss neben den allgemeinen Angaben auch Angaben über die zu verwendenden Befestigungsmittel, die Verbindungsmittel oder -körper, die sichere Handhabung, das Verhalten bei Störungen und die Instandhaltung sowie eine Schemazeichnung des Aufbaus des Geräts enthalten.

 

Auslöser müssen so beschaffen und angeordnet sein, dass der Eintreibvorgang nicht unbeabsichtigt ausgelöst werden kann. Eintreibgeräte, bei denen mit einer erhöhten Verletzungsgefahr durch das Befestigungs- oder Verbindungsmittel zu rechnen ist (Befestigungs- oder Verbindungsmittel von mehr als 130 mm Eintreiblänge), müssen mit einer vom Auslöser unabhängig wirkenden Auslösesicherung (Freischusssicherung) ausgerüstet sein, die verhindert, dass vor dem Andrücken der Gerätemündung an die Eintreibstelle Befestigungsmittel das Gerät verlassen können.

 

Eintreibgeräte, die mit den Auslösesystemen "Kontaktauslösung" oder "Dauerauslösung" ausgestattet und mit der dargestellten Plakette gekennzeichnet sind, dürfen auf Baustellen mit wechselnden Arbeitsplätzen, sofern der Arbeitsplatzwechsel über Treppen, Leitern und leiterähnliche Konstruktionen erfolgt, insbesondere bei Arbeiten auf Schrägdächern und auf Gerüsten, nicht eingesetzt werden. Dies gilt jedoch nur für Geräte, die nach dem 1. Aprill 2001 hergestellt wurden.

 

Ältere Eintreibgeräte sollten für den Baustelleneinsatz auf das Auslösesystem "Einzelauslösung mit Sicherungsfolge" bzw. "Einzelauslösung mit Auslösesicherung" umgerüstet werden. Von Herstellerseite werden Umrüstsätze angeboten.

 

Der Anschluss an den Energieträger muss leicht getrennt werden können, bei Druckluft z. B. durch Schnellkupplung, bei elektrischem Antrieb durch entsprechende Steckvorrichtungen. Nach dem Trennen darf keine Antriebsenergie mehr vorhanden sein.

 

In den Druckluftleitungen müssen sich Druckminderer mit nachgeschaltetem Sicherheitsventil befinden, die bewirken, dass der zulässige Betriebsüberdruck um nicht mehr als 10 % überschritten wird. Sauerstoff und brennbare Gase dürfen nicht als Energiequelle verwendet werden.

 

Es dürfen nur der Betriebsanleitung entsprechende Befestigungsmittel, Verbindungsmittel oder ähnliche Körper verwendet werden.

 

Arbeiten zur Instandhaltung und Wartung dürfen nur unter Verwendung von Ersatzteilen, die in Werkstoff und Beschaffenheit den Originalteilen entsprechen, durch vom Hersteller Beauftragte oder durch einen anderen Sachkundigen bzw. eine Befähigte Person durchgeführt werden.

Literatur

  • Betreiben von Arbeitsmitteln (BGR 500)
  • Richtlinien für tragbare Heftgeräte (ZH 1/41)
  • DIN EN 50144-2-16 Sicherheit handgeführter motorbetriebener Elektrowerkzeuge - Teil 2-16: Besondere Anforderungen an Eintreibgeräte
  • DIN EN 792-13 Berichtigung 1 Berichtigungen zu DIN EN 792-13: 2001-04
  • DIN EN 792-13 Handgehaltene nicht-elektrisch betriebene Maschinen - Sicherheitsanforderungen - Teil 13: Eintreibgeräte

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de