Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Biologische Grenzwerte

Biologische Grenzwerte sind als Höchstwerte für gesunde Einzelpersonen konzipiert. Sie werden unter Berücksichtigung der Wirkungscharakteristika der Stoffe in der Regel für Blut und/oder Harn aufgestellt. Maßgebend sind dabei arbeitsmedizinisch-toxikologisch fundierte Kriterien des Gesundheitsschutzes. Biologische Grenzwerte gelten in der Regel für eine Belastung mit Einzelstoffen. Sie können als Konzentrationen, Bildungs- und Ausscheidungsraten (Menge/Zeiteinheit) definiert sein. In der Regel wird eine Stoffbelastung von maximal acht Stunden täglich oder 40 Stunden wöchentlich zu Grunde gelegt. Die Einhaltung des Grenzwertes gibt keine Sicherheit gegen das Auftreten von allergischen Reaktionen.

 

Unter laborexperimentellen Bedingungen bestehen bei inhalativer Aufnahme eines Stoffes formulierbare Beziehungen zwischen den biologischen Grenzwerten und Arbeitsplatzgrenzwerten. Auf Grund der am Arbeitsplatz vorherrschenden Randbedingungen sind jedoch im konkreten Fall aus dem stoffspezifischen biologischen Wert nicht ohne weiteres Rückschlüsse auf die Stoffkonzentration in der Arbeitsplatzluft zulässig. So spielen z. B. die Schwere der körperlichen Arbeit und die Aufnahme des Stoffes durch die Haut eine Rolle. Dementsprechend entbindet die Einhaltung von biologischen Grenzwerten nicht von einer Überwachung der Stoffkonzentration in der Luft. Dies gilt insbesondere für lokal reizende und ätzende Stoffe.

Literatur

  • Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (Gefahrstoffverordnung - GefStoffV) (CHV 5)
  • TRGS 710 Biomonitoring
  • TRGS 900 Arbeitsplatzgrenzwerte
  • TRGS 903 Biologische Grenzwerte
  • MAK- und BAT-Werte-Liste 2007, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), WILEY-VCH Verlag GmbH, Weinheim (Link)

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de