Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Beryllium und seine Verbindungen

Gesundheitsgefahren:

Beryllium und seine Verbindungen (Berylliumoxid, -hydroxid, -chlorid u. dgl.) sind giftig, vor allem dann, wenn sie als Stäube oder Dämpfe über die Atemwege einwirken können. Sie zählen zu den krebserzeugenden Stoffen. Neben allgemeiner Giftwirkung entstehen Reizungen der Luftwege und der Lungen mit quälendem Husten, Atemnot und starken Schmerzen. Giftwirkungen zeigen sich zuweilen erst Jahre nach der ersten Exposition. Zudem entstehen schlecht heilende Hauterkrankungen.

 

Wichtige Schutzmaßnahmen:

Beryllium sollte nach Möglicheit in geschlossenen Apparaturen verarbeitet werden. Ist dies nicht möglich, ist eine Objektabsaugung vorzusehen.

 

Die Berührung der Haut und Augen mit Beryllium ist zu vermeiden. Besteht trotzdem die Gefahr, müssen geeignete Persönliche Schutzausrüstungen benutzt werden. Als Atemschutzfilter sind Partikelfilter P2 oder P3 bzw. FFP2 oder FFP3 zu tragen.

 

Kennzeichnung:

Gefahrensymbol: T+ (Sehr giftig).

 

Hinweise auf besondere Gefahren (R-Sätze):

  • R 49 Kann Krebs erzeugen beim Einatmen
  • R 25 Auch giftig beim Verschlucken
  • R 26 Auch sehr giftig beim Einatmen
  • R 36/37/38 Reizt die Augen, Atmungsorgane und die Haut
  • R 43 Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich
  • R 48/23 Auch giftig: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition durch Einatmen.

 

Sicherheitsratschläge (S-Sätze):

  • S 53 Exposition vermeiden - vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen
  • S 45 Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen).

 

Weitere Angaben:

WGK 3: stark wassergefährdend.

 

S: Gefahr der Sensibilisierung.

 

Krebserzeugend der Kategorie K2: Stoffe, die als krebserzeugend für den Menschen angesehen werden sollten.

Literatur

  • Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (Gefahrstoffverordnung - GefStoffV) (CHV 5)
  • Bestimmung von Beryllium (BGI 505-13)
  • CMR-Gesamtliste (BAuA): Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe, Tätigkeiten und Verfahren nach Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG, TRGS 905 und TRGS 906
  • GESTIS-Stoffdatenbank (Link)

Quellen

www.arbeit-und-gesundheit.de