Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

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Magnesium

Chemische Formel: Mg. Magnesium ist ein sehr reaktionsfähiges, silberweiß-glänzendes Metall, das schon mit kaltem Wasser langsam unter Bildung von Wasserstoff reagiert. Bei Kontakt mit Oxidationsmitteln reagiert das Metall heftig mit Entzündung oder Explosion. Bei hohen Temperaturen verbrennt es mit blendend weißem Licht. Magnesiumpulver entzündet sich an der Luft von selbst, phlegmatisiertes Pulver ist leichtentzündlich. Magnesium wird in Legierungen vornehmlich mit Aluminium verwendet und u. a. zur Herstellung von Werkzeugen, Trockenbatterien und Spiegeln eingesetzt.

Magnetfelder

Magnetfelder sind durch Magnete (Dauer- oder Permanentmagnete) oder bewegte elektrische Ladungen (Elektromagnete) erzeugte Kraftfelder. Physikalisch beschrieben wird ein Magnetfeld durch die magnetische Feldstärke und die magnetische Flussdichte.

Manipulation an Schutzeinrichtungen

Die Manipulation einer Schutzeinrichtung ist ein technischer Eingriff, der in der Absicht vorgenommen wird, die Schutzeinrichtung unwirksam zu machen. Dies kann auf vielfältige Weise geschehen - so etwa durch Überbrücken oder Entfernen von Komponenten. In der Konsequenz wird eine Maschine in einer vom Konstrukteur nicht vorgesehenen Weise oder ohne notwendige Schutzmaßnahme verwendet.

 

Nach einer Studie der gewerblichen Berufsgenossenschaften aus dem Jahr 2006 sind ca. 37 % der Schutzeinrichtungen an Maschinen vorübergehend oder ständig manipuliert. Für die Studie wurden ca. 1.000 Arbeitsschutzexperten befragt.

Maschinen, allgemein

Eine Maschine im Sinne der Maschinenverordnung (9. GPSGV) und damit auch nach der EG-Maschinenrichtlinie ist die Gesamtheit von miteinander verbundenen Teilen oder Vorrichtungen, von denen mindestens eines beweglich ist, sowie von Betätigungsgeräten, Steuer- und Energiekreisen, die für eine bestimmte Anwendung, wie die Verarbeitung, die Behandlung, die Fortbewegung und die Aufbereitung eines Werkstoffes, zusammengefügt sind. Als Maschine gilt auch eine Gesamtheit von Maschinen, die, damit sie zusammenwirken, so angeordnet sind und betätigt werden, dass sie als Gesamtheit funktionieren. Ferner gelten als Maschine auswechselbare Ausrüstungen zur Änderung der Funktion einer Maschine, sofern diese Ausrüstungen keine Ersatzteile oder Maschinenwerkzeuge sind.

 

Der Geltungsbereich der Maschinenverordnung erstreckt sich auch auf Sicherheitsbauteile. Dies sind Bauteile, die vom Hersteller mit dem Verwendungszweck der Gewährleistung einer Sicherheitsfunktion in den Verkehr gebracht werden und deren Ausfall oder Fehlfunktion die Sicherheit oder die Gesundheit der Personen im Wirkbereich der Maschine gefährdet.

Maßnahmenhierarchie

Die Maßnahmenhierarchie legt die Rangfolge von Arbeitsschutzmaßnahmen fest und regelt ihre Wertigkeit bezüglich ihrer Reichweite bei der Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz.

Materialwirtschaft, Einkauf

Ein umfassender Arbeitsschutz (Arbeitssicherheit, ergonomische Arbeitsgestaltung und Gesundheitsschutz) beginnt nicht erst bei der Benutzung der Einrichtungen, Arbeitsmittel und Werkstoffe. Bereits beim Einkauf und in der Materialwirtschaft muss die Sicherheit für Arbeitsplätze und Umwelt eingeplant werden (die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln fordert z. B. die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Gleiches gilt auch für den Zukauf von Dienstleistungen, z. B. die Auswahl und Beauftragung von Fremdfirmen. Auch das Qualitätsmanagement verlangt, dass diese Aspekte schon bei der Beschaffung Beachtung finden, um spätere Reklamationen zu vermeiden, z. B. bei der Festlegung der Anforderungen an ein zu beschaffendes Produkt oder beim Ausschluss von Lieferanten, die Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten haben.

Mediation

Zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren, vor allem im Bereich der psychischen Belastungen, sind Interventionsstrategien zur Konfliktbewältigung am Arbeitsplatz ein wirkungsvoller Ansatz. Konflikte, die nicht offensiv angegangen werden, sind oft ursächlich bei der Entstehung von Mobbing und Burnout, deren wirtschaftliche und menschliche Folgen beträchtlich sind. Oftmals ist zur (inner-)betrieblichen Konfliktlösung institutionelle und professionelle Hilfestellung erforderlich. Dabei reicht das Instrumentarium von der Mitbestimmung über Schiedsstellen bis zum Instanzenzug der Arbeitsgerichtsbarkeit. In den letzten Jahren hat ein neuer methodischer Ansatz besondere Beachtung gefunden: die "Mediation".

 

Beim Austragen eines Konfliktes (lat: confligere = Zusammenstoßen, in Kampf oder Streit geraten) gibt es immer Gewinner und Verlierer, oft auch - zumindest subjektiv - nur Verlierer. Im Gegensatz dazu soll über die Mediation eine sog. Win-win-Lösung gefunden werden, die für alle Konfliktparteien Vorteile bringt.

 

Mediation hat das Ziel, eine (rechts-)verbindliche Vereinbarung zwischen den und zum Nutzen beider Konfliktparteien zu finden, wobei sie sich der Hilfe einer dritten Person bedienen. Diese Person - der Mediator - hat keine Entscheidungskompetenz, wie sie etwa im Urteil eines Richters oder im Schiedsspruch eines Schlichters zum Ausdruck kommt. Der Mediator ist vielmehr Vermittler und Moderator zwischen den Konfliktparteien. Er ist dabei nicht neutral, sondern versucht, umfassend die Interessen beider Seiten herauszuarbeiten, wobei er auch auf den Ausgleich von Ungleichgewichten hinwirken kann (Prinzip der Allparteilichkeit).

Medien

Der Begriff Medium kommt aus dem Lateinischen (medium = Mittel) und bezeichnet Informationsverbreitungsmittel, über die Institutionen, Unternehmen oder Personen Mitteilungen verbreiten. Man unterscheidet zwischen gedruckten (Printmedien), audiovisuellen und neuen (elektronischen) Medien.

 

Als Printmedien werden Informationsverbreitungsmittel bezeichnet, die auf Papier, Folien oder anderen Trägern gedruckt sind, z. B. Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Loseblattsammlungen, Plakate, Displays, Overheadfolien.

 

Audiovisuelle Medien bezeichnen Geräte und Verfahren, die akustische und optische Informationen (Töne und Bilder) übermitteln, z. B. Film, Fernsehen, Video, CD-ROM.

 

Neue Medien werden Techniken im Bereich der Unterhaltungselektronik, der Datenverarbeitung und der Nachrichtentechnik sowie der Informationsspeicherung und -übertragung genannt. Beispiele für neue Medien sind Internet, E-Mail-Nachrichten, CD-ROM und DVD.

 

Immer größere Bedeutung bekommen multimediale elektronische Produkte (insbesondere CD-ROM und DVD), die mehrere verschiedene Vermittlungstechniken miteinander verbinden. Multimedia-Anwendungen enthalten audiovisuelle Elemente (Filme, Tondokumente, Grafiken, Bilder, Animationen etc.), stellen aber auch Texte bereit, die auf Bildschirmen gelesen oder auf Papier ausgedruckt werden können.

Medikamente

Medikamente (Arzneimittel) sind Stoffe, die zur Erkennung, zur Verhütung, Linderung und Beseitigung von Krankheiten, Beschwerden oder Körperschäden sowie als Ersatz körpereigener Stoffe dienen. Medikamente können Stoffe chemischen, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs enthalten. Die Herstellung von Medikamenten unterliegt der staatlichen Kontrolle. Für Eigenschaften, Herstellung, Prüfung, Wertbestimmung und Aufbewahrung von Medikamenten gelten die Bestimmungen des Deutschen Arzneibuches.

Menschen mit Behinderungen

Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beeinträchtigungen angeboren, Folgen eines Unfalls oder einer Krankheit sind (Sozialgesetzbuch IX).

Mentales Training

Mit dem Begriff Training (Übung) wird eine große Anzahl sehr unterschiedlicher Lernvorgänge bezeichnet, denen eine betont handlungsorientierte Zielsetzung gemein ist.

 

"Aktives Training ist motorisches Training im engeren Sinne, das heißt planmäßig wiederholte gezielte Übungen zur bewegungsmäßigen Fertigkeit." (REFA, 1989)

 

"Mentales Training ist die planmäßig wiederholte gezielte Einbeziehung der Denk- und Vorstellungstätigkeit in das Lernen berufspraktischer Fertigkeiten." (REFA, 1989)

 

Bei einem Simulationstraining z. B. dominieren eher mentale Trainingselemente, in einer Brandschutzübung dagegen aktive Trainingselemente.

 

Als wesentliches methodisches Element des Trainings gilt das, was in der Alltagssprache als "learning by doing" bezeichnet wird. In der Technik hat sich der Begriff Training für den Lernprozess von Arbeitsgewohnheitsverhalten und noch mehr von Automatismen herausgebildet. Durch Training werden die Funktionen von Werkzeugen, Arbeitsmitteln, Anlagen und Hilfssystemen mit den Möglichkeiten der Motorik des menschlichen Bewegungsapparats verknüpft.

 

Charakteristisch hierbei ist, dass in der Anfangsphase der Trainierende mit höchster Konzentration bewusst handeln muss und sich erst nach und nach die Routinen oder automatischen Reaktionen, d. h. die unmittelbare Wirkung zwischen Anforderungssignal und Handlung, einstellen. So ist z. B. der Konzentrationsaufwand zu Anfang des Lernprozesses "Maschinenschreiben" ungleich größer und für den Anfänger schwieriger als das Schreiben von Hand. Erst mit zunehmendem Training kehrt sich diese Erscheinung um.

 

Ein Beispiel hierfür ist der Trainingsprozess zur Erlernung des Zusammenspiels der menschlichen Funktionsorgane beim Autofahren. Am Anfang ist jeder Fahrschüler bis zur Grenze seiner Konzentrationsfähigkeit damit ausgelastet, das Zusammenwirken der Bedienungsorgane in sich aufzunehmen. Der routinierte Autofahrer bedient dagegen die Funktionsteile des Autos praktisch unbewusst und damit automatisch.

Metallsägen

Metallsägen sind von Hand oder maschinell bewegte Werkzeuge zum Zertrennen von Metall. Beim Sägen wird durch Spanabnahme hintereinander angeordneter Zähne geschnitten. Als Maschinen kommen, Bügelsägen, Kreissägen und Bandsägen zum Einsatz.

 

Für die sichere Bereitstellung und Benutzung von Metallsägen hat der Unternehmer die notwendigen Maßnahmen bei der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.

Methan

Chemische Formel: CH~4. Synonyme: Erdgas, Sumpfgas. Methan ist ein farb- und geruchloses, hochentzündliches Gas. Es ist viel leichter als Luft und bildet mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch. Bei Kontakt mit starken Oxidationsmitteln sind Entzündung und Explosion möglich. Methan brennt mit bläulicher Flamme. Angewendet wird Methan u.a. zur Herstellung von Halogenkohlenwasserstoffen und als Brennstoff oder Treibstoff. Es entsteht als Abbauprodukt auf Deponien oder Kompostierungsanlagen.

Methanol (Methylalkohol)

Chemische Formel: CH~3OH. Synonyme: Spiritol, Holzgeist, Holzspiritus, Karbinol, Methylalkohol. Methanol ist ein farbloser, giftiger, flüchtiger, mit Wasser mischbarer Alkohol. Er ist leichtentzündlich. Die Dämpfe sind etwas schwerer als Luft und bilden mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch. Methanol ist ein Großprodukt der organischen Industrie. Mehr als die Hälfte wird zu Formaldehyd verarbeitet. Methanol selbst dient als Antifrostmittel, Hemmstoff und Lösemittel. Als Niedrigsieder verdunstet Methanol sehr schnell, das heißt es geht schnell in die Luft am Arbeitsplatz über und führt dort zu hohen Gefahrstoffkonzentrationen.

Methoden der Datenerhebung

Im Bereich der Prävention werden viele Daten erhoben, z. B. zur Evaluation von Präventions- oder zur Ableitung von Interventionsmaßnahmen. Um Daten zu erheben, können unterschiedliche Methoden herangezogen werden. Grundsätzlich werden in den Sozialwissenschaften sog. "quantitative Daten" von "qualitativen Daten" unterschieden.

 

Quantitativen Daten können definierte numerische Werte zugeschrieben werden. Sie werden erhoben, wenn Hypothesen geprüft werden sollen. Der Vorteil quantitativer Methoden besteht darin, dass die Ergebnisse exakt in Zahlen ausgedrückt werden und statistische Zusammenhänge ermittelt werden können. Allerdings ist das Instrument zur Datenerhebung im Vorfeld genau festgelegt, so dass während der Untersuchung keine Flexibilität möglich ist.

 

Qualitative Daten können in inhaltlich unterschiedliche Klassen gegliedert werden. Sie werden erhoben, wenn der Forschungsgegenstand neu ist oder wenn das Forschungsgebiet zunächst noch genauer erkundet werden soll. Durch die Offenheit des Vorgehens lassen sich unbekannte Sachverhalte entdecken und tiefer gehende Fragen formulieren. Allerdings sind qualitative Methoden - vor allem hinsichtlich der Auswertung - zeit- und kostenintensiv.

Mineralfasern

Mineralfasern (Faserstäube) ist der Oberbegriff für natürliche und künstliche anorganische Fasern. Zu den natürlichen Mineralfasern zählen z. B. krebserzeugende Asbest- und Erionitfasern, aber auch ungefährliche Gipsfasern. Häufig werden unter dem Begriff Mineralfasern jedoch die heute weit verbreiteten künstlichen Mineralfasern (KMF) verstanden. Asbest darf in Deutschland nicht mehr verwendet werden; Erionit findet keine technische Anwendung. Deshalb wird nachfolgend nur auf KMF eingegangen. KMF sind Fasern, die synthetisch aus mineralischen Schmelzen nach Zieh-, Schleuder- oder Blasverfahren gewonnen werden. Man unterscheidet amorphe (glasige) und kristalline (Whisker und polykristalline) KMF. Im Arbeitsschutz spricht man meist nicht von speziellen Fasern, sondern von Faserstäuben. Hierbei unterscheidet man anorganische und organische Faserstäube.

Mischmaschinen

Mischmaschinen sind Maschinen, die dazu verwendet werden, feste und/oder flüssige Stoffe so zu vermengen, dass ein gleichmäßiges Gemisch entsteht.

Mitarbeiterführung, Mitarbeiterbeteiligung

In neueren Überlegungen zum Management- und Führungsverhalten, zur Organisationsentwicklung und zum Qualitätsmanagement gewinnen partizipative Ansätze an Bedeutung, die die aktive Rolle der Mitarbeiter im Unternehmen stärker betonen. Man erkennt, dass selbstständig denkende und handelnde Mitarbeiter ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg sind. Man anerkennt die Notwendigkeit, den Mitarbeitern mit Wertschätzung gegenüberzutreten und sie als Individuen zu sehen, die bereit und fähig sind, sich für das Unternehmen zu engagieren.

Mobbing

Der Begriff Mobbing geht auf das englische Verb "to mob" zurück, das sich mit "lärmend herfallen über, anpöbeln, angreifen, attackieren" übersetzen lässt.

 

Mit Mobbing ist eine besondere Art gestörter sozialer Beziehungen am Arbeitsplatz gemeint. Von Mobbing spricht man üblicherweise dann, wenn ein Mitarbeiter durch andere im Betrieb gehänselt, gestichelt und schikaniert wird und regelrechtem Psychoterror ausgesetzt ist. Die Angriffe müssen wiederholt und über einen längeren Zeitraum hinweg mit der Absicht erfolgen, dem Opfer Schaden zuzufügen. Nicht jede Kritik an der Arbeit eines Mitarbeiters muss auf Mobbing hindeuten. Denn sie kann berechtigt sein. Mobbing kann es zwischen den Kollegen einer Hierarchieebene geben, aber auch von "oben nach unten" und von "unten nach oben". Mobbing kann z. B. folgende Handlungen umfassen:

  • Man isoliert das Mobbingopfer, indem man es von Kommunikation und Information abschneidet.
  • Man erschwert ihm die Arbeit oder man weist ihm sinnlose Arbeiten zu.
  • Man übt ständig Kritik an seiner Arbeit, stellt seine Kompetenz in Frage und verletzt sein Selbstbewusstsein.
  • Man macht auch vor seinem Privatleben nicht Halt und verbreitet Gerüchte und Verleumdungen.

 

Durch diesen Druck hat das Opfer von Mobbingangriffen kaum noch Chancen, soziale Beziehungen am Arbeitsplatz einzugehen, sich in das Betriebsleben einzubringen und sein Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten. Mobbing als sozialpsychologisches Phänomen gibt es nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch in anderen Gruppen wie Schulklassen, Vereinen und in der Familie.

Mobilkrane

Mobilkrane (Autokrane) sind ortsveränderliche Krane, die mit eigenem Fahrwerk für die Benutzung öffentlicher Verkehrswege zugelassen sind.

Moderierte Sicherheitsbesprechung

Praktische Erfahrungen zeigen, dass sich Gefahren im Betrieb nicht vollständig durch technische, ergonomische oder organisatorische Maßnahmen ausschalten lassen. Eine wichtige Aufgabe einer präventiven Sicherheitsarbeit und Gesundheitsförderung ist deshalb die kontinuierliche Förderung des sicherheits- und gesundheitsgerechten Verhaltens der Mitarbeiter. Ansatzpunkte hierfür sind das

  • "Wissen" der Mitarbeiter (z. B. Kennen von Gefahrenquellen, der Anzeichen für Gefahren und der Abwehrmaßnahmen)
  • "Können" (beispielsweise die Fähigkeit, Risiken zu beurteilen, adäquate Abwehrmaßnahmen auszuwählen und zu ergreifen)
  • "Wollen" (also die Bereitschaft zu entsprechendem Handeln)
  • "Dürfen" (die Befugnis, Veränderungen einzuleiten).

 

In den vergangenen Jahren wurden neue Ansätze der Unterweisung unter Integration von Erkenntnissen der Motivations-, Handlungs- und Lerntheorie entwickelt und erfolgreich erprobt. Die moderierte Sicherheitsbesprechung ist eine solche Methode der Sicherheitsunterweisung; eine weitere sind die Sicherheitskurzgespräche. Ihr Grundgedanke ist eine stärkere Einbeziehung der Teilnehmer und ein aktives Lernen (Erkennen der eigenen Betroffenheit und der eigenen Handlungsmöglichkeiten). In Gruppenarbeit analysieren die Mitarbeiter unter Anleitung eines Moderators ihren eigenen Arbeitsbereich. Dabei sollen die Mitarbeiter

  • Gefahren und Gefahrenindikatoren selbst erkennen
  • lernen, die für sie selbst bzw. für andere bestehenden Risiken (z. B. Verletzungsmöglichkeiten) zu beurteilen
  • Maßnahmen zur Abwehr gemeinsam erarbeiten und begründen.

Motivation

Eine der wichtigsten Aufgaben betrieblicher Sicherheitsarbeit ist, bei Mitarbeitern die Motivation zu sicherheitsbewusstem und risikoangepasstem Verhalten aufzubauen und zu stärken. Zu den klassischen Motivationsmaßnahmen gehören Versuche, durch äußere Anreize die erwünschte Motivation und das angestrebte Verhalten zu schaffen bzw. zu stärken. Dabei denkt man sich den Menschen als im Wesentlichen durch äußere Größen und Kontrollmechanismen gesteuert. Daher wirkt man von außen auf ihn ein. Solche Ansätze zielen auf die Schaffung extrinsischer Motivation. Bei dieser sind die Mitarbeiter geistig fixiert auf äußere, nicht in der Tätigkeit selbst liegende Anreize (z. B. Belohnung). Die Kontrollinstanz liegt außerhalb des Menschen.

Motorkettensägen

Motorkettensägen (Abbildung) (Handkettensägen) sind Holzbearbeitungsmaschinen, die dazu verwendet werden, Werkstücke aus Holz zu teilen oder durch Trennschnitte zu bearbeiten. Dies geschieht durch Schneidwerkzeuge, die auf einer Kette befestigt sind.

Müdigkeit und Sekundenschlaf

In der Wissenschaft fehlt bislang eine allgemeingültige Definition von Müdigkeit. Einigkeit besteht dahingehend, dass sie die Folge einer wie auch immer gearteten "Arbeit" oder "Beanspruchung" ist. Diese führt zu einer Reduzierung von Reserven und Kräften und zu Unlustgefühlen und Widerwillen. Man will der Beanspruchung nicht weiter ausgesetzt sein und die Leistung nimmt ab (z. B. Sinken der Reaktionsbereitschaft, -geschwindigkeit und -präzision).

 

Müdigkeit ist also zuerst einmal eine Funktion von Art und Dauer einer bestimmten geistigen oder körperlichen Beanspruchung oder Aktivität (Time-on-Task). Auch Nichtstun ist in diesem Sinn eine Aktivität, die irgendwann zur Müdigkeit führt.