Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

Das kostenlose Glossar zum Thema Arbeitsschutz. Finden Sie über 400 Begriffsklärungen und mehr als 1.200 Schlagwörter zu den Themen Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Betriebsanweisung, Betriebsarzt, Brandschutz, Gefährdungsbeurteilung, Gesundheitsförderung und vieles mehr.

Laboratorien

Laboratorien sind Arbeitsräume, in denen Fachkräfte oder unterwiesene Personen Versuche zur Erforschung oder Nutzung naturwissenschaftlicher Vorgänge durchführen.

Ladebrücken

Ladebrücken sind hoch gelegene Verkehrswege, die dazu bestimmt sind, den Zwischenraum oder Höhenunterschied zwischen Ladeflächen von Transportfahrzeugen und dem weiteren Transportweg zu überbrücken.

Laderampen

Laderampen sind hoch gelegene Verkehrswege. Sie dienen dazu, Güter auf Transportfahrzeuge(n) ohne Überwindung einer größeren Höhendifferenz zu verladen oder zu bewegen.

Ladungssicherung

Fahrzeuge müssen nach der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) so gebaut und ausgerüstet sein, dass ihr üblicher Betrieb niemanden schädigt oder mehr als unvermeidbar gefährdet und die Insassen - besonders bei Unfällen - möglichst geschützt sind. Der Halter des Fahrzeugs darf die Inbetriebnahme nicht anordnen oder zulassen, wenn der Fahrer nicht geeignet oder die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs samt Ladung nicht gegeben ist.

 

Ladung, Spannketten und sonstige Ladeeinrichtungen sind demnach verkehrssicher zu verstauen und zu sichern. Hierzu gehören die sichere Verteilung und Verwahrung der Ladung sowie die eventuell nötige Befestigung. Schüttgüter sind in der Regel nur dann gegen Herabfallen gesichert, wenn z. B. hohe Bordwände, Planen, Netze u. Ä. eingesetzt werden.

 

Der Fahrer ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht nicht beeinträchtigt ist und das Fahrzeug sowie die Ladung den Regeln der Verkehrssicherheit entsprechen. Das gilt auch dann, wenn er das Fahrzeug nicht selbst beladen hat. Verantwortlich oder mitverantwortlich sind weiter der Halter, die Disponenten und der Verlader (Abbildung).

Lagern und Stapeln

Lager dienen der Aufnahme, Verwahrung, Abgabe und Kontrolle von Gütern (Abbildung).

Landmaschinen

Landmaschinen sind Maschinen, die in der Land- und Forstwirtschaft, im Gartenbau und in der Landschaftspflege zur Bodenbearbeitung, für Düngung, Saat, Beregnung, Pflege und Ernte eingesetzt werden. Landmaschinen können mit eigenem Antriebsmotor ausgestattet sein, vom Ackerschlepper oder durch Bodenantrieb in Gang gesetzt werden sowie mit nicht angetriebenen Arbeitswerkzeugen versehen sein.

Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften

Die landwirtschaftliche Unfallversicherung (LUV) trägt als Zweig der gesetzlichen Unfallversicherung den besonderen betrieblichen und wirtschaftlichen Verhältnissen in der Landwirtschaft Rechnung. Sie umfasst die Unternehmen der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, des Gartenbaus, des Weinbaus, der Binnenfischerei, der Imkerei, Jagden, Park- und Gartenpflege, Friedhöfe sowie die land- und forstwirtschaftlichen Lohnunternehmen.

 

Träger der LUV sind die acht regional gegliederten landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften (LBG) und die bundesweit zuständige Gartenbau-Berufsgenossenschaft. Der Bundesverband der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften (BLB) in Kassel mit der Hauptstelle für Sicherheit und Gesundheitsschutz nimmt die gemeinsamen Interessen der LBG wahr.

Lärm

Lärm ist jede Form von Schall, der zu einer Beeinträchtigung des Hörvermögens oder zu sonstigen mittelbaren und unmittelbaren Gesundheitsgefahren führen kann.

Laserstrahlung

Laser ist die Abkürzung für "Light amplification by stimulated emission of radiation" (Lichtverstärkung durch stimulierte oder angeregte Aussendung von Strahlung). Die Strahler erzeugen eine äußerst intensive, stark gebündelte Strahlung im Bereich des sichtbaren Lichts oder im unsichtbaren infraroten oder ultravioletten Spektralbereich.

Lastaufnahmeeinrichtungen

Lastaufnahmeeinrichtungen bestehen aus Tragmittel, Anschlagmittel und Lastaufnahmemittel.

 

Tragmittel sind Einrichtungen, die fest mit dem Hebezeug verbunden sind, z. B. Seile, Ketten, Traversen, Greifer, Kranhaken, Zangen. Sie sind fest in das Hebezeug eingebaut und dienen der Aufnahme von Anschlagmitteln, Lastaufnahmemitteln oder Lasten.

 

Anschlagmittel stellen die Verbindung zwischen Tragmittel und Lastaufnahmemittel oder der Last her. Sie sind nicht fest mit dem Hebezeug verbunden. Hierzu gehören: Hebebänder, Rundstahlketten, Stahldrahtseile, Chemie- und Naturfaserseile sowie die entsprechenden Zubehörteile (Haken, Ösen, Verbindungs- und Verkürzungsglieder).

 

Lastaufnahmemittel sind nicht fest mit dem Hebezeug verbunden und dienen zur Aufnahme der Last. Dazu gehören u.a. Lasthaken, Traversen, Greifer, Zangen, Klemmen, C-Haken, Motorbundgreifer, Vakuumheber, Lasthebemagnete, Kübel, Pfannen, Container und Containergeschirre. Lastaufnahmemittel sind direkt oder über ein Anschlagmittel mit dem Tragmittel des Hebezeugs verbunden.

Lastaufnahmemittel

Lastaufnahmemittel sind Einrichtungen zur Aufnahme von Lasten, z. B. Lasthaken, Zangen, Greifer, C-Haken, Traversen, Lasthebemagnete und Vakuumheber. Sie werden entweder direkt mit dem Tragmittel des Kranes verbunden oder mit Hilfe von Anschlagmitteln.

Laufbrücken, Laufstege

Laufbrücken und Laufstege sind Verkehrswege, die die Fortbewegung von Personen ermöglichen, ohne dass diese durch Unebenheiten, Vertiefungen, unwegsamen Boden oder andere Hindernisse behindert werden.

Laugen

Als Laugen bezeichnet man allgemein die wässrigen Lösungen von Basen (alkalischen Salzen). Die Bezeichnung wird häufig auch nur für die Lösungen von Natrium- oder Kaliumhydroxid (Natron- oder Kalilauge) verwendet.

Lebenslanges Lernen

Der Begriff "lebenslanges Lernen" wird häufig als Synonym für "lebensbegleitendes Lernen" benutzt und ist mit dem englischen Begriff des "lifelong learning" eng verwandt. Das Konzept des lebenslangen Lernens besagt, dass Lernen nicht mit dem Ende der Schule bzw. der Berufsausbildung oder des Studiums abgeschlossen ist, sondern dass es sich um einen das ganze Leben umfassenden Lernprozess handelt.

 

Dieses Konzept hat in den letzten Jahren Eingang in nationale und internationale bildungspolitische Programme und Forderungen gefunden. Nach einer Definition der Europäischen Union dient lebenslanges Lernen der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen, Fähigkeiten und Kompetenzen über die gesamte Lebensspanne eines Menschen. Es umfasst Lernen aus persönlichen, sozialen und beruflichen Gründen.

Leitern

Leitern sind Steiggeräte (Aufstiege) mit Stufen oder Sprossen, die mit Wangen oder Holmen verbunden sind. Sie dienen zum Erreichen hoch und tief gelegener Stellen und als Arbeitsplätze für Arbeiten geringen Umfangs.

Lerngruppen

Unter einer Lerngruppe (Lerngemeinschaft bzw. Lernpartnerschaft) versteht man das Zusammenwirken mehrerer Mitarbeiter mit dem Ziel des gemeinsamen Erwerbs neuer Kenntnisse bzw. der Vertiefung von Erlerntem. Erfahrungsgemäß ist der Lernerfolg bei Lerngruppen durch gruppendynamische Effekte, die gegenseitige Unterstützung beim Lernen sowie durch das Gemeinschaftsgefühl höher.

Leuchten

Leuchten sind Geräte zur Verteilung, Filterung oder Umformung des Lichts von Lampen einschließlich der zur Befestigung, zum Schutz oder zum Betrieb der Lampen notwendigen Bestandteile. Man unterscheidet die Leuchten nach

  • Art der Lampen (Glühlampen oder Entladungslampen)
  • Verwendungszweck (Innen- oder Außenleuchten)
  • Lichtstrom- und Lichtstärkenverteiler (z. B. direkte oder indirekte Beleuchtung)
  • Bauart (offene oder geschlossene Leuchten)
  • Schutzart
  • Schutzmaßnahmen.

 

Für die Sicherheit beim Betrieb der Leuchten ist es erforderlich, dass bestimmte Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Die Leuchten werden in drei Schutzklassen eingeteilt.

Lösemittel

Lösemittel sind Stoffe, die unter normalen Temperatur- und Druckverhältnissen flüssig sind und dazu dienen, andere Stoffe zu lösen, zu verdünnen, zu emulgieren oder zu suspendieren, um ihre Verarbeitung oder auch Entfernung zu ermöglichen. Voraussetzung für die Eignung als Lösemittel ist, dass weder der lösende noch der gelöste Stoff sich beim Lösungsvorgang chemisch verändern. In diesem Sinne ist auch Wasser ein weit verbreitetes Lösemittel, jedoch versteht man im Allgemeinen unter diesem Begriff die organischen und seltener die anorganischen Lösemittel.

 

Typische Vertreter organischer Lösemittel sind aliphatische und aromatische (Aromaten) Kohlenwasserstoffe, Halogenkohlenwasserstoffe (Chlorkohlenwasserstoffe, Fluorchlorkohlenwasserstoffe), Alkohole, Ether, Ketone, Aldehyde (z. B. Formaldehyd), Carbonsäureester und Schwefelkohlenstoff. Anorganische Lösemittel, die hier nur am Rande benannt werden, sind z. B. Wasser, flüssiger Ammoniak, Salpetersäure, flüssiges Schwefeldioxid.

Luftfahrt

Die in der Luftfahrt üblichen Betriebsstätten sind Flugplätze und Hubschrauberlandeplätze. Auf Flugplätzen (Flughäfen) starten, landen und rollen nicht nur Flugzeuge (Luftfahrzeuge), auf dem Vorfeld findet auch ein reger Bodenverkehr (Abbildung) statt, der von der Verkehrsleitung des Flugplatzes überwacht wird. Borddienstfahrzeuge und andere Bodengeräte werden bewegt, damit Passagiere sowie Transport- und Versorgungsgüter an und von Bord gebracht werden können. Außerdem müssen Luftfahrzeuge gewartet, gereinigt und betankt werden. Auch die Luftfahrzeuge selbst werden oft ohne eigene Schubkraft auf dem Flugplatzvorfeld durch Flugzeugschlepper bewegt. Zu den Bodengeräten zählen:

  • Schleppgeräte
  • Transportgeräte
  • Be- und Entladegeräte für Luftfahrzeuge
  • Ver- und Entsorgungsgeräte
  • Wartungsgeräte für Luftfahrzeuge
  • Wartungsgeräte für den Flughafen.

Lüftung

Lüftung ist die Erneuerung der Raumluft durch direkte oder indirekte Zuführung von Außenluft. Die Lüftung ergänzt den Sauerstoffgehalt; sie entfernt außerdem Gerüche und Feuchtigkeit sowie Gase, Dämpfe, Stäube und Nebel.

Lüftungstechnische Anlagen

Zur Erneuerung der Raumluft durch Zuführung von Außenluft und Abführung verbrauchter Luft dienen lüftungstechnische Anlagen (technische, mechanische, maschinelle Lüftung). Sie bewirken eine Lüftung, indem die Luft durch Strömungsmaschinen (Ventilatoren, Gebläse) in den Raum gefördert wird. Eine örtliche Luftabführung mit Erfassungseinrichtungen wird als Absaugung bezeichnet, eine raumlufttechnische Anlage (Abbildung) sorgt dagegen im gesamten Raum für die Beseitigung von Luftverunreinigungen. Weitere Unterschiede ergeben sich u. a. aus der Art der Luftbehandlung, z. B. Heizen, Kühlen, Be- und Entfeuchten. Auch Klimaanlagen zählen zu den lüftungstechnischen Anlagen, nicht aber reine Luftumwälzanlagen, also Anlagen ohne Einrichtungen zur Erneuerung der Luft durch Zu- und Abführung. Einfache Zuluft- und Abluftventilatoren sind ebenfalls noch keine lüftungstechnische Anlage.

Luken

Luken sind Öffnungen in Fußböden oder Wänden, bei denen fast immer Absturzgefahr für Personen besteht.