Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

Das kostenlose Glossar zum Thema Arbeitsschutz. Finden Sie über 400 Begriffsklärungen und mehr als 1.200 Schlagwörter zu den Themen Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Betriebsanweisung, Betriebsarzt, Brandschutz, Gefährdungsbeurteilung, Gesundheitsförderung und vieles mehr.

Dacharbeiten

Dacharbeiten sind Bauarbeiten, die an und auf Dächern durchgeführt werden. Dazu zählen z. B. Arbeiten auf geschalten Dächern, das Einlatten, das Eindecken und Aufbringen von Isolierungen. Ferner gehören alle Arbeiten im Zusammenhang mit Geräten und Einrichtungen auf Dächern dazu. Den Dächern gleichgestellt werden im Allgemeinen Arbeiten auf geneigten Flächen.

Dampf-/Heißwassererzeuger

Zur Erzeugung von Heißwasser und Dampf sowie zur Aufheizung von Thermoölen werden Kesselanlagen verwendet. Im Bereich der Gebäudebeheizung und Warmwasserbereitstellung kommen in der Regel kleinere Durchlauf- und Wasserraumkessel zum Einsatz, die üblicherweise mit fossilen Brennstoffen beheizt werden. Für die Wärmeversorgung größerer Gebäudekomplexe oder für die Wärme- und Prozessdampfversorgung verfahrenstechnischer Prozesse werden Heißwasser-, Sattdampf- oder Heißdampfströme mit höherem Druck benötigt, die im Wesentlichen mit Großwasserraum- oder Wasserrohrkesseln erzeugt werden.

 

Dampf- und Heißwassererzeuger gehören, wie auch Druckbehälter, Rohrleitungen, Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion sowie druckhaltende Ausrüstungsteile und Baugruppen aus solchen Geräten zu den Druckgeräten, sofern sie mit einem maximal zulässigen Druck (PS) von über 0,5 bar betrieben werden.

Datenbanken

In Datenbanken werden Daten eines Arbeitsgebietes gesammelt und auf dem aktuellen Stand gehalten. Ein Datenbank-System besteht aus Dateien und Programmen für die Anwendung. Die Informationen in einer Datenbank sollten so aufbereitet sein, dass sie leicht zu nutzen sind.

Deponien

Deponien sind Standorte, auf denen Abfälle, die der Beseitigung zugeführt werden sollen, abgelagert und verdichtet werden.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

Die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand werden seit dem 1. Juni 2007 von einem gemeinsamen Spitzenverband, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), vertreten. Die Mitglieder der DGUV versichern mehr als 70 Millionen Menschen in Deutschland gegen Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und Schulunfälle sowie Berufskrankheiten. Ihr Versicherungsschutz erfasst unter anderem alle abhängig Beschäftigten, Schüler und Studierende sowie ehrenamtlich Tätige.

Dichlormethan (Methylenchlorid)

Chemische Formel: CH~2Cl~2. Synonyme: Methylendichlorid, Chlormethylen, Methylenchlorid. Dichlormethan, ein Niedrigsieder, ist eine farblose Flüssigkeit. Es löst schnell Chlorkautschuk, Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol und viele Natur- und Kunstharze und bildet verschiedene azeotrop siedende Gemische. Dichlormethan wird als Extraktionsmittel und Lösemittel sowie zur Metallentfettung benutzt. Außerdem kann es Bestandteil von Klebstoffen und Abbeizmitteln sein.

Dimethylsulfat

Chemische Formel: (CH~3O)~2SO~2. Synonym: Schwefelsäuredimethylester. Dimethylsulfat (DMS) ist eine farblose bis schwach gelbliche Flüssigkeit mit einem kaum wahrnehmbaren esterartigen Geruch. DMS ist ein häufig benutztes Methylierungsmittel. Es wird u. a. für die Herstellung von organischen Zwischenprodukten, Riechstoffen und Pharmazeutika verwendet.

Dioxan-1,4

Chemische Formel: C~4H~8O~2; Synonyme: Paradioxan, Diethylendioxid, 1,4-Dioxacyclohexan, Glycolethylether, Ethylendioxid. Dioxan ist eine farblose, mit Wasser mischbare, leicht entzündliche Flüssigkeit mit aromatischem Geruch. Dämpfe bilden mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch. Dioxan kann explosionsfähige Peroxide bilden. Es ist ein Lösemittel für Naturstoffe, Harze, Wachse, Celluloseester, Fette und Farbstoffe.

Dioxine

2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin, TCDBD, Seveso-Gift, 2,3,7,8-TCDD, TCDD, 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin. Dioxine können als unerwünschte Nebenprodukte bei Verbrennungsvorgängen, in der Chlorchemie sowie chemischen und photochemischen Chemie entstehen. Alle Dioxine sind extrem wasserunlöslich, verflüchtigen sich nur sehr langsam und gelangen deshalb fast ausschließlich an Staub- und Bodenpartikel in die Umwelt.

 

Die Giftigkeit der Dioxine ist sehr unterschiedlich. 2,3,7,8-TCDD ist der bei weitem giftigste Vertreter dieser Stoffgruppe. Die Dioxinbildung geschieht am schnellsten bei ca. 300 °C; bei Temperaturen um die 600 °C zerfallen Dioxine wieder. Dioxine sind ubiquitär vorhanden. Sie werden in der Luft, in Böden und Gewässern sowie in verschiedenen Organismen, z. B. Krebsen, Fischen, Reptilien, Vögeln, Nagetieren, und auch im Menschen gefunden.

Disability Management

Mit dem "Disability Management" (DM) soll die Arbeitsfähigkeit leistungsgewandelter Beschäftigter erhalten und gefördert werden. Ziel ist es, Mitarbeitern mit gesundheitlichen Einschränkungen den Arbeitsplatz zu erhalten bzw. sie schnell wieder in ein Arbeitsverhältnis zu integrieren. In dem ganzheitlichen Ansatz des Disability Managements sind präventive und rehabilitative Maßnahmen eng verflochten.

Drahtbearbeitung, Drahtverarbeitung

Unter Draht versteht man dünne Metallstränge mit vorwiegend kreisförmigem Querschnitt. Es sind jedoch auch Vierkant-, Halbrund- und andere Querschnitte möglich. Draht wird je nach Anwendungszweck aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt. Es gibt auch mit anderen Materialien ummantelter und überzogener Draht. Im Ausgangszustand oder als Zwischen- bzw. Endprodukt ist Draht meist wickelbar.

 

Die Drahtbearbeitung umfasst unter anderem Ziehen, Verwinden, Richten, Rippen, Kerben, Polieren sowie verschiedene weitere Arten des Umformens wie Biegen, Kröppen (Kröpfen, Krippen: Einprägen einer fortlaufenden Wellung in den Draht). Die Drahtverarbeitung umfasst unter anderem Wickeln, Verseilen, Flechten, Weben und Teilen. Zur Drahtbe- und -verarbeitung zählt auch das Be- und Verarbeiten von Erzeugnissen, die wie Draht be- oder verarbeitet werden, z. B. wickelbare Hohlprofile, Litzen, Seile, Kabel und Leitungen. Vom Unternehmer ist für das Betreiben von Anlagen zur Drahtbe- und -verarbeitung eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen sowie eine aufgaben- und arbeitsplatzbezogene Betriebsanweisung zu erstellen.

Drehmaschinen

Drehmaschinen gehören wie Fräsmaschinen und Bohrmaschinen zu den Werkzeugmaschinen. Sie dienen der spanenden Formung von Werkstücken. Man unterscheidet u. a.:

  • handgesteuerte Drehmaschinen mit oder ohne Automatiksteuerung
  • numerisch gesteuerte Drehmaschinen und Drehzentren
  • Mehrspindeldrehautomaten.

 

Bei einer Drehmaschine findet die Hauptbewegung - die Drehung des Werkstücks gegen das Schneidwerkzeug - durch das Werkstück statt. Dadurch wird die Zerspanenergie aufgebracht.

Drogen am Arbeitsplatz

Stoffe, die eine euphorisierende, berauschende Wirkung auf das Zentralnervensystem entfalten und zu einer psychischen und physischen Abhängigkeit führen, werden als Drogen bezeichnet. Typische Drogen (Abbildung) sind Morphium und entsprechende Produkte (Heroin), Kokain, Cannabisdrogen wie Haschisch und Marihuana, Amphetamine, Halluzinogene und Barbiturate.

 

In den letzten Jahren sind so genannte Designerdrogen verstärkt in das öffentliche Interesse gerückt, weil es bereits zu einer Reihe von Todesfällen gekommen ist. Unter Designerdrogen versteht man bewusstseinsverändernde, in der Regel aufputschende synthetische Amphetamin-Verbindungen, die durch Abwandlung der Synthese-Verfahren und durch Einführung neuer chemischer Bausteine nicht nur in ihrer Zusammensetzung, sondern auch in ihrem Wirkungsprofil nahezu unbegrenzt variierbar sind und damit jeweils ein neues "Design" erhalten können. Als Oberbegriff wird für diese Substanzgruppe häufig die Bezeichnung "Ecstasy" verwendet, obwohl Ecstasy im Prinzip nur eine der bekanntesten Amphetamin-Verbindungen benennt (MDMA, 3,4-Methylendioxymethamphetamin).

 

Die Risikofreude der Drogenkonsumenten bringt es mit sich, dass immer wieder neue Drogen, denen auch regelmäßig ein gesundheitsgefährdendes Potenzial innewohnt, in der Szene auftauchen. Hier sind zwei Substanzen, die als Narkosemittel aus der Medizin bekannt sind, wegen ihrer außerordentlichen Gefährlichkeit besonders zu erwähnen: Gamma-Hydroxy-Buttersäure (GHB, irreführend als "Liquid Ecstasy" bezeichnet) und Ketamin.

Druckbehälter

Druckbehälter gehören zu den Druckgeräten, sofern sie mit einem maximal zulässigen Druck über 0,5 bar betrieben werden und keine einfachen Druckbehälter sind. In der Richtlinie 97/23/EG - Druckgeräte-Richtlinie (DGRL) sind Behälter definiert als geschlossene Bauteile, die zur Aufnahme von unter Druck (ein Druck, der höher ist, als der Atmosphärendruck, also ein Überdruck) stehenden Fluiden ausgelegt und gebaut sind, einschließlich der direkt angebrachten Teile bis hin zu Vorrichtungen für den Anschluss an andere Geräte. Ein Druckbehälter kann mehrere Druckräume aufweisen. Neben den Druckbehältern gehören auch Rohrleitungen, Dampferzeuger und Baugruppen aus solchen Geräten mit zulässigen Drücken über 0,5 bar zu den Druckgeräten.

Druckbehälter, Einfache

Einfache Druckbehälter sind serienmäßig hergestellte Behälter, deren relativer Innendruck (d. h. Betriebsüberdruck) mehr als 0,5 bar beträgt, die zur Aufnahme von Luft oder Stickstoff bestimmt sind und die keiner Flammeneinwirkung ausgesetzt sind.

 

Die Herstellung und das Inverkehrbringen einfacher Druckbehälter sind in der Verordnung über das Inverkehrbringen von einfachen Druckbehältern (6. GPSGV) und in der Richtlinie 87/404/EWG über einfache Druckbehälter geregelt. In den meisten Fällen handelt es sich bei mit Druckluftkompressoren gelieferten Druckbehältern um solche einfachen Druckbehälter nach Richtlinie 87/404/EWG. Diese zählen gemäß der Betriebssicherheitsverordnung zu den überwachungsbedürftigen Anlagen, wenn ihr Druckinhaltsprodukt PS • V über 50 bar • Liter liegt. Prüfpflichten und Prüfanforderungen sind im Stichwort Druckbehälter beschrieben.

 

Unter die Richtlinie 87/404/EWG fallen nicht - d. h. zu den einfachen Druckbehältern gehören nicht:

  • Behälter, die speziell für eine Verwendung in der Kerntechnik vorgesehen sind und bei denen Schäden die Freisetzung radioaktiver Stoffe zur Folge haben können
  • Behälter, die speziell zur Ausstattung oder für den Antrieb von Wasserfahrzeugen oder Luftfahrzeugen bestimmt sind
  • Feuerlöscher.

 

Weitere Voraussetzungen, damit ein Druckbehälter als einfacher Druckbehälter angesehen werden kann, sind:

  • Die drucktragenden Teile und Verbindungen des Behälters sind entweder aus unlegiertem Qualitätsstahl, aus unlegiertem Aluminium oder aus nicht aushärtbaren Aluminiumlegierungen hergestellt.
  • Der Behälter wird entweder gebildet durch einen zylindrischen Teil mit rundem Querschnitt, der durch nach außen gewölbte und/oder flache Böden geschlossen ist, wobei die Umdrehungsachse dieser Böden der des zylindrischen Teils entspricht, oder durch zwei gewölbte Böden mit gleicher Umdrehungsachse.
  • Der maximale Betriebsdruck des Behälters liegt bei 30 bar oder darunter. Das Produkt aus diesem Druck und dem Fassungsvermögen des Behälters (PS • V) beträgt höchstens 10.000 bar • Liter.
  • Die niedrigste Betriebstemperatur liegt nicht unter minus 50 °C. Bei Behältern aus Stahl liegt die maximale Betriebstemperatur nicht über 300 °C, bei Behältern aus Aluminium oder Aluminiumlegierung nicht über 100 °C.

Druckgasbehälter

Druckgasbehälter sind ortsbewegliche Behälter, die mit Druckgasen gefüllt und nach dem Füllen zur Entnahme der Druckgase an einen anderen Ort transportiert werden. Zum Druckgasbehälter gehören auch die Ausrüstungsteile, die seine Sicherheit beeinflussen können. Druckgasbehälter können z. B. sein: Druckgasflaschen, Flaschenbatterien, -bündel, Druckgaspackungen (auch Zweikammer-Druckgasdosen, -Aerosolpackungen), Druckgas-Kartuschen, Fässer, Fahrzeugbehälter (auch Treibgastanks), isolierte Behälter und Kannen. Dabei sind Druckgase Stoffe, deren kritische Temperatur unter 50 °C liegt oder deren Dampfdruck bei 50 °C mehr als 3 bar beträgt. Cyanwasserstoff steht diesen Druckgasen gleich (Definition laut Druckbehälterverordnung).

Druckgeräte

Zu den Druckgeräten zählen nach der Richtlinie 97/23/EG, Druckgeräte-Richtlinie (DGRL):

  • Behälter
  • Rohrleitungen
  • befeuerte und anderweitig beheizte überhitzungsgefährdete Druckgeräte zur Erzeugung von Dampf oder Heißwasser - d. h. auch Dampf-/Heißwassererzeuger
  • Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion
  • druckhaltende Ausrüstungsteile

 

mit einem "maximal zulässigen Druck (PS)" von über 0,5 bar.

Druckgeräte-Richtlinie

Am 29. Mai 1997 ist die Richtlinie 97/23/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. Mai 1997 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Druckgeräte erlassen worden (Druckgeräte-Richtlinie - DGRL). Ziel der Richtlinie ist es, die nationalen Rechtsvorschriften zur Beschaffenheit von Druckgeräten zu harmonisieren, um die Hemmnisse für den freien Handel in Europa zu beseitigen. Daher werden in der Richtlinie nur Anforderungen festgelegt, die für den freien Verkehr von Geräten, die in ihren Geltungsbereich fallen, unerlässlich sind.

Druckluft

Druckluft (Pressluft) ist unter Überdruck verdichtete Luft. Sie wird in Luftverdichtern (Kompressoren) erzeugt und zumeist in Druckbehältern gespeichert.

Druckminderer

Druckminderer sind Vorrichtungen, die hohe Drücke von Gasen, Dämpfen und Flüssigkeiten reduzieren, wenn dies technisch erforderlich ist.

Druckprüfungen

Druckprüfungen an Druckgeräten, einfachen Druckbehältern oder anderen druckbeaufschlagten Apparaten und Geräten werden sowohl im Herstellungsverfahren als auch im Rahmen der wiederkehrenden Prüfungen erforderlich. Ziel der Druckprüfung ist die Feststellung, dass die drucktragenden Wandungen unter Prüfdruck gegen das Druckprüfmittel dicht sind und keine sicherheitstechnisch bedenklichen Verformungen auftreten. Im jeweils zutreffenden Vorschriftenwerk spricht man von Druckfestigkeitsprüfung (Druckgeräte-Richtlinie), Wasserdruckprüfung/Luftdruckprüfung (Richtlinie für einfache Druckbehälter) oder Festigkeitsprüfung (Betriebssicherheitsverordnung).

Durchgangsärzte

Jeder durch einen Arbeitsunfall Verletzte muss einem Arzt vorgestellt werden, sofern auf Grund von Art und Umfang der Verletzung eine ärztliche Versorgung notwendig erscheint. Wenn mit Arbeitsunfähigkeit zu rechnen ist, muss die Vorstellung bei einem Durchgangsarzt (D-Arzt) erfolgen. Dieser entscheidet, ob eine kassenärztliche Behandlung ausreicht oder ob eine berufsgenossenschaftliche Behandlung erforderlich ist. Außerdem entscheidet er darüber, ob der Verletzte ambulant oder stationär behandelt werden muss. Ein Durchgangsarzt muss Facharzt für Chirurgie oder Orthopädie mit deutschem Diplom sein. Er muss niedergelassen oder an einem Krankenhaus tätig sein. Ferner muss er eine umfassende unfallmedizinische Ausbildung und besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Behandlung und Begutachtung von Unfallverletzten haben. Er muss schließlich über umfassende unfallmedizinische Erfahrungen verfügen und Einrichtungen besitzen, mit denen er den Anforderungen genügen kann.

 

Durchgangsärzte werden von den für ihre Niederlassungsorte zuständigen Landesverbänden der Berufsgenossenschaften bestellt. Eine solche Bestellung gilt für alle Unfallversicherungsträger. Die Bestellung zum Durchgangsarzt kann widerrufen werden. Für einen solchen Widerruf müssen wichtige Gründe vorliegen. Die Anschrift des nächsten Durchgangsarztes teilt der Unfallversicherungsträger den Unternehmern mit. Die Anschrift ist auf den vorgeschriebenen Aushängen zur Ersten Hilfe einzutragen. Im Internet steht eine Datenbank mit einer Liste der Durchgangsärzte frei zur Verfügung, in der nach dem nächsten Durchgangsarzt gesucht werden kann (Datenbank D-Arzt).