Glossar

Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit

Das kostenlose Glossar zum Thema Arbeitsschutz. Finden Sie über 400 Begriffsklärungen und mehr als 1.200 Schlagwörter zu den Themen Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Betriebsanweisung, Betriebsarzt, Brandschutz, Gefährdungsbeurteilung, Gesundheitsförderung und vieles mehr.

Cadmium

Chemische Formel: Cd. Cadmium ist ein silberweißes, glänzendes, ziemlich weiches, leicht verformbares Metall. An der Luft verliert es nach einigen Tagen seinen Glanz. Cadmium verbrennt bei starkem Erhitzen an der Luft mit roter Flamme.

Calciumcarbid

Chemische Formel: CaC~2. Synonyme: Kohlenstoffcalcium, Acetylith, Calciumcarburet, Calciumacetylid. Calciumcarbid liegt vor als stahlgraue bis rotbraune Masse oder Klumpen, die mit Wasser und Luftfeuchtigkeit heftig reagieren unter Bildung explosionsfähiger und giftiger Gase ("Carbid-Geruch"). Es ist ein Reduktionsmittel. Bei Einwirkung von Wasser bildet sich Acetylen, ein brennbares Gas, das u.a. beim Schweißen und Schneiden verwendet wird. Calciumcarbid wird hauptsächlich zur Herstellung von Acetylen eingesetzt. Früher wurde es häufig zu Beleuchtungszwecken in Karbidlampen benutzt.

CEN, CENELEC

Die Abkürzung CEN steht für Comité Européen de Normalisation, Europäisches Komitee für Normung. CENELEC bedeutet Comité Européen de Normalisation Electrotechnique, Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung.

 

In CEN, CENELEC sind die nationalen Normungsinstitute sowohl aller EU-Länder als auch der EFTA-Länder Mitglied. Auf deutscher Seite ist das DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Mitglied bei CEN, die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (DKE) bei CENELEC. Es sind dieselben Normungsinstitute, die auch Mitglied in der ISO (International Organization for Standardization) und in der IEC (International Electrotechnical Commission) sind. CEN und CENELEC haben ihren Sitz in Brüssel. Die wichtigste Aufgabe beider Einrichtungen ist die Planung, Durchführung und Koordinierung der europäischen Normung. Die Arbeitsergebnisse werden als Europäische Normen (EN) veröffentlicht.

Change Management

Unter Change Management versteht man die Gestaltung und Steuerung von Veränderungsprozessen in Organisationen, z. B. im Zuge von Personalabbau, Fusionen, Kulturwandel-Programmen oder internen Umstrukturierungen. Change Management zielt darauf ab, ein veränderungsfreundliches Klima zu schaffen. In Bezug auf den Arbeitsschutz interessieren dabei vor allem die Auswirkungen der betrieblichen Veränderungen auf das Verhalten und Erleben der Beschäftigten: Veränderungsprozesse führen zu Verunsicherung bei Führungskräften wie bei Mitarbeitern.

Chemikalienschutzhandschuhe

Chemikalienschutzhandschuhe sind Persönliche Schutzausrüstungen. Sie schützen vor Schädigungen durch aggressive Substanzen und Lösemittel. Im Wesentlichen stehen folgende Materialien zur Auswahl: Naturlatex (NR), Polychloropren (CR), Nitril (NBR), Butyl (IIR), Fluorkautschuk (FKM) und Polyvinylchlorid (PVC).

Chlor

Chemische Formel: Cl~2. Chlor ist ein giftiges, ätzendes, stark korrosives, stechend riechendes, wasserlösliches, nicht entzündbares gelb-grünes Gas. Es reagiert besonders in feuchtem Zustand mit vielen anorganischen und organischen Stoffen unter Wärmeentwicklung.

Chlorkohlenwasserstoffe (CKW)

Chlorkohlenwasserstoffe (CKW) ist die Sammelbezeichnung für aliphatische oder aromatische, unbrennbare Kohlenwasserstoffe (Aromaten), in denen ein oder mehrere H-Atome durch Chlor-Atome ersetzt sind. Fluorierte CKW fasst man unter Fluorchlorkohlenwasserstoffe zusammen.

Chlorungsanlagen

Chlor besitzt eine stark oxidierende Wirkung, die zur Aufbereitung von Wasser genutzt wird. Um eine einwandfreie, seuchenhygienisch unbedenkliche Wasserqualität zu gewährleisten und um eine Desinfektion des Wassers und eine Oxidation schädlicher oder störender Wasserinhaltsstoffe zu erreichen, werden dem Wasser in speziellen verfahrenstechnischen Anlagen (Chlorungsanlagen) Chlor oder oxidierend wirkende Chlorverbindungen zugesetzt. Zu den Chlorungsanlagen zählen Anlagen, bei denen Chlorgas verwendet wird, sowie Chlordioxidanlagen (zur Erzeugung von Chlordioxid) und Elektrolyse-Chlorungsanlagen (zur Erzeugung von Hypochloritlösung). Chlorgasräume sind Räume mit Anlageteilen von Chlorungsanlagen unter Verwendung von Chlorgas und Lagerräume für Chlorbehälter.

Cobalt

Chemische Formel: Co. Cobalt ist ein silbergraues, glänzendes, sehr hartes Metall, das beim Erhitzen oxidiert wird und ein schwarzes Aussehen bekommt. Cobaltpulver kann sich an der Luft von selbst entzünden. Die Reaktion mit Oxidationsmitteln kann heftig bis explosiv verlaufen. Das Metall wird zur Herstellung von Legierungen, Sikkativen und Pigmenten für die Glas-, Email- und Keramikindustrie verwendet.

Corporate Social Responsibility

In den letzten Jahren hat die Wahrnehmung einer ganzheitlicheren Verantwortung von Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass verschiedenste Anspruchsgruppen (Stakeholder) unterschiedlich Erwartungen an die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Leistungen eines Unternehmens (die auch negativ sein können) formulieren, mit denen sich das Management auseinander setzen muss. Im Mittelpunkt stehen eine "ganzheitliche" Betrachtung des Unternehmens und seiner Umweltbezüge sowie eine nachhaltige Entwicklung, die auf dem Prinzip "Erhaltung der Ressourcen" beruht.

Cyanide

Alkali- und Erdalkalicyanide sind farblose, in Wasser lösliche, mandelartig riechende Salze (Salze des Cyanwasserstoffs). Sie sind sehr giftig. An feuchter Luft findet eine langsame, mit Säuren eine schnelle Freisetzung von Cyanwasserstoff (Blausäure) statt. Cyanide werden u.a. in der Galvanotechnik eingesetzt und dienen darüber hinaus als Zwischenprodukte bei der Synthese von Carbonsäuren, Pharmazeutika, Farbstoffen und Schädlingsbekämpfungsmitteln.

Cyanwasserstoff (Blausäure)

Chemische Formel: HCN. Synonyme: Cyanwasserstoffsäure, Zyklon, Zyanwasserstoff, Formonitril, Ameisensäurenitril. Cyanwasserstoff ist eine sehr giftige, mit Wasser beliebig mischbare, farblose Flüssigkeit bzw. ein Gas mit bittermandelartigem Geruch (geringe Warnwirkung!). Eingesetzt wird Cyanwasserstoff zur Herstellung von Alkali- und Eisencyaniden, Farbstoffen und Chelatbildnern; außerdem als Begasungsmittel (Schädlingsbekämpfung) in Mühlen, Schiffen und Speichern (Vorratsschutz).