Think Global, act local ...

Am 19./20.09. fand im Bonner Hotel KAMEHA Grand das erste International OHS Executive Meeting der B·A·D statt.

Rund 50 Teilnehmer, darunter Führungskräfte und Themenverantwortliche aus weltweit agierenden Konzernen wie etwa E.ON, RWE, Dr. Oetker, Eurocopter, Dräger, Villeroy & Boch oder Henkel, hatten sich zu diesem Meeting angemeldet.

"Mit diesem Meeting betreten wir Neuland", so Prof. Siegemund in seiner Begrüßung. "Diese Veranstaltung resultiert im Wesentlichen aus Reaktionen unserer Kunden, die grenzüberschreitend betreut werden wollen.
Dazu kommt, dass es für die Verantwortlichen in den Unternehmen oftmals schwer ist, aufgrund der vielfältigen länderspezifischen Vorgaben und Regelungen im Arbeitsschutz den Überblick zu behalten. Wir wollen mit dieser Veranstaltung eine internationale Plattform für den fachlichen Austausch schaffen und hoffen sehr, dass dieses Netzwerk sich zu einer festen Größe entwickelt."

Die Veranstaltung startete am 19.09. gegen 18.00 Uhr mit einer Dinner Speech zum Thema "Arbeitsschutz auf 8.000 Meter". Dr. Dr. Artur Rudolph, Arzt, Zahnarzt und passionierter Bergsteiger, ist einer von vier Deutschen, die die "Seven Summits" – die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente – bestiegen haben.


Er berichtete in eindrucksvoller Weise und anhand atemberaubender Bilder über die Herausforderungen am Berg. Ohne persönliche Schutzausrüstung – das Equipment hatte er mitgebracht – geht hier gar nichts, denn die Ausrüstung muss vor allem extremen Wetterbedingungen und Temperaturen von minus 40 bis plus 45 Grad trotzen und so einiges aushalten.


Erfrierungen, Höhenkrankheit, Unwohlsein, körperliches Verausgaben und das endlose Warten in den Basislagern auf den entscheidenden Tag des Aufstiegs – diese Erzählungen sorgten auch während des Dinners für ausgiebige Gespräche und Diskussionen – insbesondere auch darüber, was einen treibt, solche extremen und z.T. lebensgefährlichen Situationen zu suchen und immer wieder herauszufordern.

Der zweite Tag war im Wesentlichen dem Thema "Länderübergreifende OHS-Services" gewidmet und begann mit einem eindrucksvollen Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Bauer vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation über die Megatrends der "neuen Arbeitswelten".
Demzufolge wird Science Fiction künftig Realität. Denn die digitale Vernetzung wird das Leben und Arbeiten verändern und alle Lebensbereiche durchdringen.
Omnipräsenz, Aufbau neuer intelligenter Infrastrukturen und Robotik sind hier nur einige Stichworte, die uns in den nächsten Jahrzehnten begleiten werden.

Im Anschluss daran gab es zahlreiche Praxisberichte aus unterschiedlichen Konzernen und Branchen wie z.B. Hewlett Packard, Johnson & Johnson, Nike oder Fraport AG.
Die Vorträge gaben alle einen sehr guten Einblick in die kulturellen Unterschiede und Arbeitsweisen, mit denen man im Rahmen eines länderübergreifenden Arbeitsschutzes konfrontiert wird.
Sie machten deutlich, dass der Transfer und die Umsetzung von Standards und funktionierenden Prozessen etwa in asiatische Länder mit einer Vielzahl von Schwierigkeiten und Hindernissen verbunden sein kann.
Das wurde in der anschließenden Podiumsdiskussion auch nochmals unterstrichen. Denn neben den kulturellen Besonderheiten stellen auch sprachliche Eigenheiten oder unterschiedliche Einstellungen und Auffassungen die Unternehmen immer wieder vor große Herausforderungen.

"Die Veranstaltung hat gezeigt", fasste Prof. Siegemund den Tag zusammen, "wie bedeutsam es ist, Erfahrungen in diesem wichtigen Bereich auszutauschen, Anregungen zu erhalten und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Deshalb werden wir dieses Veranstaltungsformat fortführen und freuen uns auf den weiteren Dialog mit Ihnen."

Sie möchten am nächsten International OHS Executive Meeting teilnehmen?

Rufen Sie uns an:

0800 / 124 11 88

 
 
X

Kontaktoptionen