Sicherheit

Coronaregelungen: Das müssen Unternehmen jetzt beachten

Den aktuellen Corona-Schutzmaßnahmenkurs gehalten haben Bund und Länder auch nach ihrem jüngsten Beschluss vom 24. Januar. Welche Folgen hat dies für die Arbeitswelt?

Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt dafür, dass die Zahl der Neuinfektionen deutlich ansteigt.

Deutschlandweit gelten im Einzelnen folgende Maßnahmen, um die Omikron-Ausbreitung zu bremsen. Zu beachten ist jedoch hierbei, dass die landesrechtlichen Regelungen maßgeblich sind:

  • 2G plus und Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen: Geimpfte und Genesene müssen bei Eintritt in Restaurants oder Bars tagesaktuelle Tests oder eine Boosterimpfung nachweisen, Ungeimpfte erhalten keinen Zutritt. Auch gilt bei privaten Zusammenkünften von Geimpften und Genesenen die Obergrenze von zehn Personen. Bei Nicht-Geimpften und Nicht-Genesenen dürfen sich lediglich die Angehörigen des eigenen Haushalts sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen. Für alle gelten zudem grundsätzlich die AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und Corona-Warn-App nutzen), insbesondere überall dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen
  • PCR-Tests werden für Risikogruppen und Beschäftigte, die diese betreuen und behandeln, priorisiert. Als besonders gefährdete Gruppen gelten vulnerable Gruppen, Beschäftigte in Krankenhäusern, Praxen, in der Pflege und Einrichtungen der Eingliederungshilfe sowie Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe
  • Zudem hat der Bundestag bereits im Dezember Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschlossen. Unter anderem müssen Beschäftigte von Kliniken, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen bis zum 15. März 2022 einen Nachweis als Geimpfte oder Genesene vorlegen. 
  • Weiterhin gelten die am 7. Januar 2022 vereinbarten Isolations- und Quarantäneregeln: Folgende Kontaktpersonen eines Corona-Infizierten müssen nicht mehr in Quarantäne:
  1. Dreimal Geimpfte (vollständig geimpft + Boosterimpfung)
  2. Genesene ab dem 28. Tag bis zum 90. Tag ab dem Datum der Abnahme des positiven Tests
  3. Vollständig Geimpfte ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung bis zum 90. Tag nach der zweiten Impfung
  4. Genesene mit zusätzlicher Impfung
  5. Mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson Geimpfte, die zusätzlich zwei Mal geimpft sind

    Für alle anderen gilt: Die Isolation oder Quarantäne endet nach zehn Tagen (ohne Test). Wer die Quarantäne oder Isolation frühzeitig beenden will, kann das bereits nach sieben Tagen mit einem negativen Antigen-Schnelltest und mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit.

    Auch für Beschäftigte von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe gelten künftig diese allgemeinen Isolations- und Quarantäneregeln: Sie müssen mindestens 48 Stunden symptomfrei sein und einen negativen zertifizierten Antigen-Schnelltest vorweisen, wenn sie frühzeitig nach einer Infektion nach sieben Tagen die Isolierung beenden wollen.

    Das Bundesgesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut werden die Regeln jedoch zeitnah anpassen. Bisher gilt hier durch Beschluss vom 7. Januar 2022 die verpflichtende Vorlage eines negativen PCR-Tests.
  • Homeoffice-Pflicht: Arbeitgeber müssen bei Büroarbeiten oder vergleichbaren Tätigkeiten grundsätzlich die Möglichkeit zum Arbeiten im Homeoffice anbieten. Dies gilt, sofern nicht zwingende betriebliche Gründe dagegensprechen. Beschäftigte müssen das Angebot annehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.

    Mehr zu den aktuellen Homeoffice-Regeln in unserem Corona-Dossier. Informationen zu sicherem und gesunden Arbeiten in der Arbeitsstätte finden Sie hier.


Zutritt zur Arbeitsstätte: Bundesweit dürfen nur genesene, geimpfte oder getestete Personen ihre Arbeitsstätte aufsuchen (3G-Regel). Wer Zutritt in die Arbeitsstätte haben möchte, muss an jedem Arbeitstag vor bzw. beim Betreten der Arbeitsstätte einen Nachweis über den Impf- bzw. Genesenenstatus oder einen gültigen Negativtest vorlegen. Dies muss der Arbeitgeber entsprechend kontrollieren.

Ausnahmen von der Kontrolle: Wenn direkt vor Ort im Unternehmen ein betrieblicher Test i. S. d. Corona-ArbSchV gemacht oder ein Impfangebot seitens des Arbeitgebers wahrgenommen wird.
 

  • Auch für die Kontaktnachverfolgung der Gesundheitsämter soll es künftig eine Priorisierung geben. Die genauen Regelungen werden die Gesundheitsminister gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut erarbeiten. Zugleich bitten der Kanzler und die Regierungschefinnen und Regierungschefs die Bürgerinnen und Bürger um einen verantwortlichen Umgang mit etwaigen Erkrankungen – zum Beispiel Kontaktpersonen zu informieren und die Corona-Warn-App zu nutzen.
  • Bund und Länder bekräftigen den Aufruf zu Erst-, Zweit- und Boosterimpfung.

Am 16. Februar werden Bund und Länder erneut zusammenkommen, um über die dann aktuelle Corona-Situation zu beraten.

Quelle:www.bundesregierung.de

 

Maßnahmen zur Gefährdungsbeurteilung COVID-19 umsetzen

Ein Arbeitgeber hat gemäß der §§ 5, 6 ArbSchG, § 2 Abs. 1 Corona-ArbSchV die Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich zusätzlich erforderlicher Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes zu überprüfen und zu aktualisieren.

Wir beraten und unterstützen Sie, die Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und zu aktualisieren und stehen Ihnen zur Seite, die erforderlichen Maßnahmen umzusetzen.

Ihre Aktivitäten im Rahmen der Corona-Arbeitsschutzverordnung werden mit dem BAD-Siegel für Ihre Mitarbeitenden und Kunden dokumentiert.
Jetzt unverbindliches Angebot anfordern!