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Grippewelle ade?

Die jüngste Grippesaison mit rund 500 Fällen in Deutschland war sehr schwach. Was wir tun können, damit dies auch so bleibt.

Das gab es seit Beginn der Grippeüberwachung vor fast 30 Jahren noch nie: Die jüngste Grippesaison mit rund 500 Fällen war sehr schwach. Aber was können wir tun, damit dies auch in der kommenden Herbst- und Wintersaison so bleibt?

Die nur 519 im Labor bestätigten Influenzafälle lassen das Robert Koch-Institut (RKI) davon sprechen, dass es in dieser Saison “überhaupt keine Grippewelle“ gegeben hat. Auch die meisten anderen Länder der Nordhalbkugel seien von der Welle verschont geblieben. Im Vorjahr seien es zum Ende der Grippesaison mehr als 184.000 bestätigte Infektionen gemeldet gewesen.

Gemeldet wurden laut dem RKI bisher für diese Saison insgesamt 16 laborbestätigte Todesfälle im Zusammenhang mit der Grippe. In den Saisons zuvor waren es meist je einige Hundert, in der schweren Welle 2017/18 knapp 1700.
Als Gründe für das Ausbleiben der Grippewelle in dieser Saison nennt das RKI umfangreich beherzigte Corona-Maßnahmen mit Mindestabständen, Hygiene, Masken, Empfehlungen zum Lüften von Räumen, Homeoffice-Regelungen und zeitweisen Schulschließungen.

Und: Von März bis Dezember 2020 sind nach Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) rund 3,5 Millionen mehr der Grippe-Impfungen vorgenommen worden als im Vorjahreszeitraum. Es waren auch mehr Impfdosen freigegeben worden als in den Jahren zuvor: 25 Millionen. Der Bund hatte zusätzliche Dosen beschafft, um eine weitere Belastung des Gesundheitswesens in der Corona-Krise zu vermeiden.

Und noch etwas hat sich in der Pandemie geändert: Das Interesse an der Grippe-Schutzimpfung war insbesondere zu Beginn der ersten und zweiten Corona-Welle größer als normalerweise. Dieses Jahr blieb die Grippewelle in Deutschland aus.

Theorien: Das spricht für eine starke Grippewelle

Die (womöglich) schlechte Nachricht: US-amerikanische Experten warnen jetzt schon vor einer starken Grippewelle in der kommenden Saison 2021/2022. So führen die Wissenschaftler der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health dies auf die Corona-Pandemie zurück. Vor allem die Maskenpflicht und Abstandsregeln hätten dafür gesorgt, dass sich die Grippe diese Saison nicht weiterverbreiten konnte und somit die Bevölkerung kein Immunschutz gegen die Influenza aufbauen konnte, so die Expertenmeinung. Eine Anfälligkeit für Grippe könnte zunehmen, so die Experten.

Positiv bewertet wird in dem Kontext wiederum der Sachverhalt, dass aktuell nur wenige Grippestämme im Umlauf seien. Dies könnte sich positiv auf die Impfstoffentwicklung auswirken. Denn: Der Grippe-Impfstoff könne dann besser passen und so auch wirksamer sein, heißt es. Lassen sich demnach wieder viele Menschen gegen die Grippe impfen, könnte das die Zahlen niedrig halten.

Zudem ist es wahrscheinlich, dass auch im kommenden Herbst und Winter Hygiene- und Abstandsregeln beibehalten werden, sodass es wieder weniger Grippeerkrankungen geben könnte.

In jedem Fall empfehle es sich, sich besonders in der kommenden Grippesaison gegen Influenza impfen zu lassen. Immer mehr Studien zeigen zudem, wie etwa die University of Michigan oder der Universität Cagliari, dass die Grippe-Impfung auch den Schutz gegen das Corona-Virus erhöht.

B·A·D hilft im Kampf gegen die Influenza!

Vor allem Risikogruppen sollten sich etwa ab Oktober gegen Grippe impfen lassen. Hohes Fieber, schwere Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen und Reizhusten: Eine richtige Grippe Influenza kann sehr unangenehm werden und mindestens fünf bis sieben Tage, aber auch noch länger und komplizierter verlaufen, womöglich sogar mit tödlichem Ausgang. Anstecken kann man sich per Tröpcheninfektion, also etwa durch Niesen und Husten.

In einem Video erklärt B·A·D-Arbeitsmedizinerin Dr. med. Christina Nußbeck, warum sich bestimmte Personenkreise gegen Grippe per Impfung schützen sollten, was der optimale Impfzeitpunkt ist und was die Grippeschutzimpfung mit dem Coronavirus wiederum zu tun hat.

Video mit Dr. Christina Nußbeck jetzt starten!


Wichtig zu wissen: Neue STIKO-Empfehlung für Menschen ab 60 Jahren

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit Januar 2021 allen Personen im Alter von über 60 Jahren im kommenden Herbst eine jährliche Impfung gegen die saisonale Influenza mit einem sogenannten inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Hochdosis-Impfstoff mit einer aktuellen, von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Antigenkombination.

Gerne beraten wir Sie auch über Impfmöglichkeiten für Ihre Mitarbeitenden. Fordern Sie hier ein Angebot an!