Gesundheit

Was bringt Intervallfasten?

Ernährung

Wer fastet, verzichtet freiwillig völlig oder teilweise auf Nahrung. Im Rahmen einer Fastenkur setzen sich Fastende oft mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihrer Ernährung auseinander. Deshalb kann es den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Ernährung bereiten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) bezieht jedoch auch Stellung: Fasten eignet sich nicht als Diät und führt zeitlich befristet nicht zu einer langfristigen Gewichtsabnahme. Es sei denn, der Fastende ändert gleichzeitig seinen Lebensstil.

Außerdem: Je nach Fastenart kann sogar eine ausgewogene Nährstoffzufuhr gefährdet sein. Senioren, Schwangere, Stillende, Jugendliche oder Kinder sollten auf Fasten gänzlich verzichten. Gleiches gilt für Menschen mit bestimmten Krankheiten wie Essstörungen oder Leber- und Nierenkrankheiten.

Intervallfasten bedeutet tage- oder stundenweise auf Nahrung zu verzichten. Die Nahrungspausen dauern häufig 16 Stunden pro Tag (16:8) oder zwei Tage pro Woche (2:5). Empfehlungen, welche Lebensmittel an den restlichen Tagen ausgewählt werden sollten, gibt es kaum. Intervallfasten soll als Dauerkost angewendet werden und in der Regel wollen Fastende damit langfristig Gewicht reduzieren.

Dem Intervallfasten werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben. Wissenschaftliche Studien zu Langzeitfolgen des Intervallfastens liegen nicht vor. Bisherige Daten deuten auf eine positive Wirkung auf Gesundheit und Gewichtsabnahme hin. Die DGE hält Intervallfasten für nicht sinnvoll, um das Gewicht langfristig zu regulieren, da konkrete Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl fehlen. Eine Ernährungsumstellung hin zu einer ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl findet dadurch in der Regel nicht statt.


Quelle: www.dge.de