Gesundheit

Deutsche ernähren sich zu ungesund

AOK-Studie

Problematisch oder gar inadäquat: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland ernährt sich ungesund. Zu diesem Ergebnis kommt der AOK-Bundesverband in seiner aktuellen Studie mit knapp 2.000 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren.

Erstaunlich: Frauen haben eine deutlich höhere Ernährungskompetenz als Männer: 53 Prozent von ihnen haben eine ausreichende oder exzellente Kompetenz, bei Männern sind dies nur 39 Prozent.

Auffällig war hingegen das Ergebnis für die Altersgruppe der jungen Erwachsenen (18 und 24 Jahre): Nur 37,1 Prozent der Befragten hatte eine ausreichende Ernährungskompetenz. Die größten Schwierigkeiten für alle Befragten gab es bei den Themenbereichen "gesundes Vergleichen" und "Planen der Mahlzeiten". Ferner zeigt die Studie auch, dass Ernährung und Bildung eng zusammenhängen: Die Ernährungskompetenz steigt mit Bildungsabschluss und Gehalt.

Die Studienteilnehmern wurden zu acht Themenfeldern befragt: Vergleichen von Produkten, Zubereiten von Speisen, Auswahl der Vorräte, Planen von Mahlzeiten über den Tag, gesundes Haushalten, gemeinsames Essen, Fähigkeit, zum Beispiel Süßigkeiten zu widerstehen und "smart snacken". Die Ernährungskompetenz wurde dabei in vier Kategorien bewertet: exzellent, ausreichend, problematisch und inadäquat.

Quelle:  AOK-Bundesverband

 

Unsere Tipps zur gesunden Ernährung

Tipp 1 - Mehr ballaststoffreiche Lebensmittel: Ballaststoffe sind wichtige unverdauliche Nahrungsbestandteile und in hohem Maße in Vollkorngetreide enthalten. Sie füllen den Magen, verzögern die Darmentleerung und lassen den Blutzucker langsamer ansteigen. Da Ballaststoffe auch in geringen Mengen lang anhaltend sättigen, können sie einer Gewichtszunahme entgegen wirken.

Das bedeutet für Sie konkret:

  • Graubrot oder Vollkornbrot statt Weißbrot
  • Vollkornnudeln statt Nudeln
  • Naturreis statt geschältem Reis

Tipp 2 - Mehr Gemüse, Obst und Salat: Im Idealfall sollten Sie 5-mal am Tag eine Portion Gemüse oder Obst essen. Denn Obst und Gemüse - möglichst bunt und vielfältig zubereitet - versorgen unseren Körper mit vielen wichtigen Inhaltsstoffen. Eine Portion können Sie auch durch ein Glas Fruchtsaft ersetzen. Die frischen Nahrungsmittel enthalten reichlich Vitamine und Mineralstoffe (mehr als andere Lebensmittel) und sind dabei vielfach ballaststoffreich und kalorienarm.

Tipp 3 - Wenige und "gute" Fette essen: Vor allem tierische Fette oder "gehärtete" Fette sollten Sie reduzieren: Nehmen Sie statt Streichfett Magerquark oder fettreduzierten Frischkäse, wenig Sahne und kein Kokosfett.

Obwohl die pflanzlichen Fette als gesünder gelten, sind auch sie als "Dickmacher" einzustufen, daher bitte sparsam verwenden.

Um Ihr Gewicht zu reduzieren oder zu halten, ist es empfehlenswert, weniger Fleisch und Wurst zu essen bzw. fettarme Fleisch- und Wurstsorten (Huhn, Pute) zu bevorzugen. Auf sichtbare Fette sollten Sie möglichst verzichten.

Auch wenn es vielleicht schwer fällt, aber Bratwurst, Currywurst, Schaschlik, Pommes frites, Kartoffel-Chips und Erdnussflips enthalten besonders viel Fett - sie sollten  nur selten auf dem Speiseplan stehen.

Tipp 4 - Öfter mal Fisch essen: Ein Fischgericht sollte idealerweise 2 mal pro Woche zu Ihren Hauptmahlzeiten zählen - bevorzugen Sie dabei Seefisch. Fisch enthält hochwertiges Eiweiß, viele Mineralstoffe und Vitamine sowie einen hohen Anteil der gesundheitsfördernden mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren.

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