Arbeitsschutz

Weniger Arbeitsunfälle

Auswertung

Die Zahlen zu meldepflichtigen (949.309 Arbeitnehmer; -0,6 Prozent) und tödlichen Arbeitsunfälle (541; -4,1 Prozent) sind in 2018 weiter rückläufig gewesen. Das berichtet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Ein deutlicher Anstieg ist bei den tödlichen Arbeitsunfällen im Straßenverkehr zu verzeichnen: Hier stieg die Zahl der dort gemeldeten Arbeitsunfälle um 22,5 Prozent auf 136 Unfälle in 2018.

Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle ist niedriger als im Vorjahr (190.602; 1,3 Prozent). Gleiches gilt für die Unfallquote der meldepflichtigen Wegeunfälle je 1.000 Vollarbeiter (2018: 3,47; 2017: 3,66). Die Anzahl der tödlichen Wegeunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent auf 314 gestiegen.

Mehr als 700 Millionen Ausfalltage bedeuten riesige Verluste für Volkswirtschaft

Die BAuA schätzt, dass 2018 etwa 708 Millionen Arbeitstage durch Erwerbsunfähigkeit ausgefallen sind. Dies führte zu einem geschätzten Produktionsausfall anhand der Lohnkosten von rund 85 Milliarden Euro. Durch die dadurch geringere Arbeitsproduktivität gingen der deutschen Volkswirtschaft rund 145 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung verloren.

Dabei entfallen 125 Millionen Ausfalltage auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, 90 Millionen Ausfalltage auf psychische und Verhaltensstörungen (15,8 Prozent) und 84 Millionen Ausfalltage auf Krankheiten des Atmungssystems (14,6 Prozent).

Über 60 Prozent sterben durch asbestbedingte Krankheiten

Im Vergleich zum Vorjahr gab es mehr Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit (82.622; +3,6 Prozent). Die größten Anstiege von Verdachtsanzeigen finden sich bei der Berufskrankheit Hautkrebs durch UV-Strahlung (+15,8 Prozent) und bei Lärmschwerhörigkeit (+7,7 Prozent). Bei der Berufskrankheit Hautkrebs durch UV-Strahlung stieg sowohl die Zahl der Anerkennungen (+7,6 Prozent), als auch die Zahl der neuen Rentenfälle (+46,5 Prozent).

Asbestbedingte Berufskrankheiten sind auch 2018 für fast zwei Drittel der Todesfälle verantwortlich (63,2 Prozent). Hierbei sind die langen Latenzzeiten asbestbedingter Erkrankungen zu berücksichtigen. So liegen zwischen Exposition und Ausbruch der Erkrankung häufig mehr als 30 Jahre.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Berichtsjahr 2018"


SARS-COV-2-ARBEITSSCHUTZSTANDARD UND -REGEL

Arbeitsschutzstandards COVID-19

Gefährdungsbeurteilung

Wir unterstützen Sie bei der Erstellung Ihrer Gefährdungsbeurteilung zur Einhaltung des Arbeitsschutzstandards COVID-19.

Angebot anfordern!