Arbeitsschutz

Schwanger im Job in der Coronakrise - was nun?

Mutterschutzgesetz

Seit über zweieinhalb Jahren ist das überarbeitete Mutterschutzgesetz in Kraft getreten. In Coronazeiten nimmt das Gesetz Arbeitgeber noch stärker in die Pflicht. Eine B·A·D-Arbeitsmedizinerin beantwortet viele Fragen von  schwangeren Beschäftigten.

Der Arbeitsplatz der werdenden oder stillenden Mutter muss auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung so eingerichtet werden, dass keine Gefährdungen für die Gesundheit bestehen. Besonders jetzt in der Coronakrise eine besonders herausfordernde Aufgabe für Unternehmen.
Viele werdende Mütter sind jetzt besonders verunsichert, wie sich bestmöglich im Berufsalltag verhalten sollten, um sich und ihr Kind zu schützen. Viele Fragen erreichen B·A·D bundesweit von schwangeren Frauen zum Thema Mutterschutz in der Pandemie, vor allem von Erzieherinnen und Lehrerinnen.

Muss ich als Schwangere während der COVID-19-Pandemie zur Arbeit gehen? Wenn ja, muss der Arbeitgeber besondere Aspekte berücksichtigen, um Frau und das ungeborene Kind zu schützen? Was passiert, wenn die Abstandsregel regelmäßig nicht eingehalten werden kann, insbesondere bei Erzieherinnen und Lehrerinnen dürfte dies schwierig sein? Ab wann ist die Präsenz in einem Kindergarten oder in einer Schule unverantwortlich? Wann kommt es zum Berufsverbot? Worauf sollten Schwangere im Privaten achten?

B·A·D-Arbeitsmedizinerin Dr. Christina Nußbeck beantwortet im Video die wichtigsten Fragen schwangerer Beschäftigten in der COVID-19-Pandemie - jetzt Video in unserem Youtube-Kanal starten:
 

Hintergrund des zum 01. Januar 2018 in Kraft getretenen überarbeiteten Mutterschutzgesetzes

Mit der Reform berücksichtigt das Mutterschutzgesetz nun einen deutlich größeren Kreis an schwangeren Frauen, so beispielsweise Frauen, die sich in Studium oder Ausbildung befinden oder noch zur Schule gehen. Auch sollen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter besser über die Risiken am Arbeitsplatz aufklären.

Wird der Arbeitgeber von einer Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt, muss er unmittelbar danach eine Gefährdungsbeurteilung durchführen. Nach § 27 MuSchG ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, die zuständige Aufsichtsbehörde über die ihm gemeldete Schwangerschaft zu informieren. Zudem muss der Arbeitsplatz der werdenden oder stillenden Mutter auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung so eingerichtet werden, dass keine Gefährdungen für die Gesundheit bestehen.

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SARS-COV-2-ARBEITSSCHUTZSTANDARD UND -REGEL

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