Handtransport – Gefährdungen und Schutzmaßnahmen

Mögliche Gefährdungen
Mögliche Verletzungen
Schutzmaßnahmen
1. Anheben
beim Anfassen
Schnittwunden durch Grate oder scharfe Kanten
Beseitigung der Grate und scharfen Kanten, Tragen von Schutzhandschuhen (Handleder)
beim Hoch heben aus gebückter Stellung
Wirbelsäulenschaden, Zerrungen, Muskelrisse
keine zu großen Lasten von Hand transportieren, richtige Körperhaltung beim Anheben
durch Heraus rutschen
Quetschungen, Schürfungen oder Knochenbrüche an Fuß und Bein
Rutschgefahr beseitigen, z.B. durch Entfetten bzw. Reinigen, Handschuhe mit griffigen oder rauhen Greifflächen benutzen, geeignete Hilfsmittel, z.B. Zangen oder Klauen, einsetzen
durch Nach rutschen oder Kippen
Quetschungen, Schürfungen, Brüche, Schnittwunden
sichere Lagerung und Stapelung, nur obere Teile anheben und transportieren
2. Bewegen von Hand
falsche Körper haltung beim Bewegen von Hand
Wirbelsäulenschäden, Zerrungen, Muskelrisse
Rückgrat nur senkrecht belasten, gerade Haltung
fehlerhafte Zusammenarbeit beim Transportieren mit mehreren Personen
wie vorher, zusätzlich Quetschungen, Knochenbrüche
Transportablauf und Kommandos vorher absprechen, Anweisungen nur von einer Person
durch Anstoßen
Prellungen, Quetschungen
nur freie und ausreichend breite Wege benutzen, Hast und Eile vermeiden
Ausrutschen auf schlüpfrigen Stellen, Stolpern wegen Unebenheiten und Hindernissen
Zerrungen, Quetschungen, Brüche, Gehirnerschütterungen
Wege trittsicher anlegen und erhalten, auf Ordnung und Sauberkeit achten, Unebenheiten (z.B. Schlaglöcher) und Hindernisse schnellstens beseitigen
Sichtbehinderung durch die Last
Prellungen, Sturzverletzungen
nur solche Lasten transportieren, die das Erkennen von Hindernissen und Unebenheiten gestatten, Transport von sichtbehindernden Lasten über Treppen und Leitern stets vermeiden
Rollen runder Lasten, z.B. Fässer
Schnittverletzungen, Quetschungen
nur mit der flachen Hand angreifen, Handschuhe tragen
3. Bewegen mit Transportgeräten (Sack oder Flaschenkaren, Handwagen, Schubkarren, Rollen, Brechstangen, Kanteisen)
Benutzen ungeeigneter Transportgeräte
je nach Art und Gewicht der Ladung oder des Transporthilfsmittels leichte bis tödliche Verletzungen
nur mit geeigneten Transportgeräten arbeiten, z.B. Flaschenwagen für Druckgasflaschen. Sackkarren für Kisten und Säcke
Benutzen fehlerhafter Transportgeräte
beschädigte Transportgeräte nicht mehr benutzen und zur Reparatur melden
Falsches Beladen von Wagen und Karren
stets mittig beladen (bei Karren Lastschwerpunkt über der Achse)
Anstoßen und Anfahren
Wege freihalten (Kennzeichnung muss erkennbar sein), nur ausreichend breite und freigegebene Transportwege benutzen
Unebenheiten des Bodens
größere Unebenheiten, z.B. Niveauunterschiede, Schlaglöcher, Schwellen, beseitigen, bei geringen Unebenheiten Gummi- bzw. Luftbereifung einsetzen
Hindernisse auf dem Boden
für Ordnung und Sauberkeit sorgen
Herabfallen ungesicherter Lasten
sichere Lastaufnahmemittel verwenden, Lasten sichern, z.B. durch Seitenwände, Rungen, Zurrgurte, Ketten, Verriegelungen, geeignete Transportbehälter, z.B. Boxpaletten benutzen
zu hohe Geschwindigkeiten, z.B. in Kurven
Geschwindigkeit den Kurven anpassen, um das Kippen von Wagen oder Verrutschen der Ladung zu vermeiden
durch Überladen
Tragfähigkeit der Transportgeräte einhalten
4. Absetzen
Umkippen
Quetschungen, Prellungen, Schnitte, leichte bis schwere Brüche
Kippsicherungen verwenden, Lasten möglichst legen, nicht stellen, Last mit ihrer größten Fläche absetzen
Heraus- oder Abrutschen
je nach Gewicht, Größe und Fall höhe der Last
Rutschgefahr beseitigen, z.B. durch Reinigen bzw. Entfetten, Handschuhe mit griffiger Oberfläche benutzen, geeignete Hilfsmittel, z.B. Zangen, Klauen einsetzen
Einklemmen, Quetschen beim Untergreifen
insbesondere Hand bzw. Finger-verletzungen
„über Eck“ absetzen
nachgebende oder unebene Absetzfläche
je nach Form und Gewicht der Last
tragfähige und ebene Flächen und/oder Unterlagen benutzen
Hochschlagen von Transportmitteln wie Stechkarren, Knippstangen, Kanteisen
Prellungen, Brüche, Augenverletzungen
durch Körperkräfte nicht mehr beherrschbare Lasten nicht mit Geräten für den Handtransport bewegen, Körper und Körperteile aus dem möglichen „Schlagbereich“ heraushalten