Deutschland 
 
 
 
01. Juni 2005

 

Reisen nicht zum Albtraum werden lassen

Mediziner beantworten am 03. Juni Leserfragen rund um das Thema "Schutzimpfungen"

Es sollte die schönste Zeit des Jahres werden, doch der vierwöchige Urlaub in Afrika endete für einen 38-Jährigen mit wochenlangem Krankenhausaufenthalt im heimatlichen Stuttgart. Er hatte vor Beginn der Reise sämtliche Empfehlungen des Arztes in den Wind geschlagen und auf die zehn Jahre lang wirksame Impfung gegen Hepatitis A – eine Standardimpfung bei Auslandsreisen -  verzichtet. Gelbsucht und Aufenthalt in der Quarantäne-Station der Klinik waren die Folge. Über derartigen mitunter lebensbedroh-lichen Leichtsinn können die Reisemediziner der  B·A·D GmbH, einem der führenden Anbieter im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, nur den Kopf schütteln: Neben dem Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio muss insbesondere bei Reisen in Länder mit niedrigem hygienischen Standard der Schutz vor Hepatitis A, zunehmend auch vor Hepatitis B und Typhus selbstverständlich sein. Im Gegensatz zur langjährigen Wirksamkeit dieser Impfungen bietet die Injektion gegen Cholera, die bei Einreise in manche Länder nachgewiesen werden muss, nur einen kurzfristigen und geringen Schutz.

Während Privatreisenden vor Antritt einer Urlaubs- und Ferientrips Eigenverantwortlichkeit abverlangt wird, müssen Firmen, die ihre Mitarbeiter ins Ausland schicken, für eine ärztliche Beratung und, wenn der Auslandaufenthalt länger als drei Monate andauert, für eine medizinische Untersuchung sorgen. Beratung und Untersuchung sind keine freiwillige Leistung, betonen die Experten mit Hinweis auf den berufsgenossenschaftlichen Grundsatz 35. Erfüllen Unternehmen diese Auflagen nicht, drohen ihnen bei Erkrankung oder gar Tod eines Mitarbeiters im Ausland hohe Regressforderungen. Die gesetzlich geregelte Fürsorgepflicht rechnet sich jedoch für die Betriebe: Denn rund drei Prozent aller Mitarbeiter, die im Ausland tätig waren, kehren mit Beschwerden zurück und sind durchschnittlich zwei bis drei Wochen krank. Das verursacht immense Kosten, die in keinem Verhältnis zu den geringen Investitionen etwa für eine Schutzimpfung stehen.

Der Gefahr einer Venenthrombose sind sowohl beruflich reisende Vielflieger als auch Urlauber auf Langstreckenflügen ausgesetzt, denn langes und beengtes Sitzen kann zu einem Blutstau vor allem in den Beinen führen. Um das zu verhindern, raten die  Experten der  B·A·D viel zu trinken, am besten Wasser, Tee oder Fruchtsäfte, sowie regelmäßig aufzustehen und sich zu bewegen. Bei Passagieren mit Übergewicht, einer Herzinsuffizienz oder einer Krebserkrankung können Ärzte der Thrombosegefahr durch Verordnung von Kompressionsstrümpfen oder einer Heparingabe entgegenwirken.

 

 

Über die B·A·D Gruppe

Die B·A·D Gruppe betreut mit mehr als 2.500 Experten in Deutschland und Europa 200.000 Betriebe mit 4 Millionen Beschäftigten in den unterschiedlichsten Bereichen der Prävention. 2010 betrug der Umsatz 164,5 Millionen Euro. Damit gehört die B·A·D GmbH mit ihren europäischen TeamPrevent Tochtergesellschaften zu den größten europäischen Anbietern von Präventionsdienstleistungen (Arbeitsschutz, Gesundheit, Sicherheit, Personal). Die Leistungstiefe reicht von Einzelprojekten bis hin zu komplexen Outsourcing-Maßnahmen. Ergänzt wird das Portfolio der Gruppe durch vielfältige Angebote in den Bereichen Consulting, Weiterbildung und Zertifizierung. Seit 2006 gehört die B·A·D GmbH zu den 100 besten TOPJOB Unternehmen im deutschen Mittelstand.

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