Deutschland 
 
 
 
16. Dezember 2003

 

Heißen Köstlichkeiten mit Respekt begegnen

Bei Verbrennungen und Verbrühungen ist sofortige Kühlung unerlässlich - Auf Hausmittel verzichten

Die Düfte sind verlockend: Der Weihnachtsbaum verströmt satten Tannengeruch, aus der Küche machen sich die verheißungsvollen Gerüche von Glühwein und der brutzelnden Gans im Backofen bemerkbar. Ob es nun die klassische Weihnachtsgans oder das gemütliche Fondue ist, die auf dem Speiseplan der Festtage stehen – bei all diesen kulinarischen Genüssen ist auch Vorsicht angebracht. Den Experten der  B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, einem führenden Anbieter im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, geht es dabei nicht etwa um überflüssige Pfunde auf  Bauch und Hüften, sondern um die Gefahren von Verbrennungen. Nachlässigkeit am kochend heißen Ofen oder Fettspritzer  am Fonduetopf können schmerzhafte Verletzungen zur Folge haben, die schnelles Handeln erforderlich machen. Die Kühlung betroffener Körperstellen mit zwischen 18 und 22 Grad warmen Wasser muss sofort erfolgen, raten die  B·A·D-Experten: Sie kann bis zu 15 Minuten dauern und ist entscheidend für den weiteren Verlauf.

Die Kühlung lindert nicht nur den Schmerz, sie verhindert auch die Schädigung tiefer liegender Hautzellen und reduziert Schwellungen. Auch bei großflächigen Verbrennungen empfehlen die Mediziner eine punktgenaue Kühlung und  nicht etwa ein „Gießkannen-Prinzip“. Damit kann insbesondere bei Kindern eine Unterkühlung verhindert werden. Verklebte oder eingebrannte Kleidungsstücke dürfen nur um die Wunde herum entfernt werden. Dringend warnen die Ärzte vor dem Öffnen von Brandblasen, denn so lange die Blasen geschlossen sind, ist die darunter liegende Haut vor Infektionen geschützt. Ein steriles Verbandtuch, wie es sie in Erste-Hilfe-Kästen gibt,  ist als Sofortmaßnahme zur lockeren Abdeckung der Wunde ausreichend (nicht „verbinden“). Danach muss die professionelle Weiterversorgung der Wunde erfolgen.

Nicht alle Traditionen sind gut und erhaltenswert: Unter diesem Tenor erteilen die Experten der B·A·D überlieferten Hausmitteln bei Brandverletzungen eine klare Absage. Solche Mittel, die der behandelnde Arzt ohnehin wieder aus der Wunde entfernt, stellen lediglich eine Infektionsgefahr dar und bedeuten darüber hinaus zusätzlichen (und in diesem Fall vermeidbaren) Schmerz für den Verletzten.

Bei großflächigen Verbrennungen und Verbrühungen muss der Rettungsdienst alarmiert werden. Der Verletzte, der mit Schock oder Bewusstlosigkeit auf das schmerzhafte Unglück reagieren kann, muss bis zum Eintreffen professioneller Hilfe warm gehalten werden. Wenn das Malheur am Backofen oder Fonduetopf glücklicherweise nur kleinere Verbrennungen zur Folge hatte, reicht es aus, den Patienten in die nächste chirurgische Ambulanz zu fahren.

Und bei allem Erschrecken und Mitgefühl die Wohnung oder das Haus nicht kopflos verlassen, raten die Mediziner: Angehörige müssen sicherstellen, dass sämtliche Kerzen gelöscht sind und etwa der Herd ausgeschaltet ist.

 

 

Über die B·A·D Gruppe

Die B·A·D Gruppe betreut mit mehr als 2.500 Experten in Deutschland und Europa 200.000 Betriebe mit 4 Millionen Beschäftigten in den unterschiedlichsten Bereichen der Prävention. 2010 betrug der Umsatz 164,5 Millionen Euro. Damit gehört die B·A·D GmbH mit ihren europäischen TeamPrevent Tochtergesellschaften zu den größten europäischen Anbietern von Präventionsdienstleistungen (Arbeitsschutz, Gesundheit, Sicherheit, Personal). Die Leistungstiefe reicht von Einzelprojekten bis hin zu komplexen Outsourcing-Maßnahmen. Ergänzt wird das Portfolio der Gruppe durch vielfältige Angebote in den Bereichen Consulting, Weiterbildung und Zertifizierung. Seit 2006 gehört die B·A·D GmbH zu den 100 besten TOPJOB Unternehmen im deutschen Mittelstand.

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