Mit der Änderung der Technischen Regel für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 250 „Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege“ ist zur Vermeidung von Stich- bzw. Nadelstichverletzungen die obligate Verwendung von sicheren Arbeitsgeräten bei Blutentnahmen, Punktionen etc. jetzt festgeschrieben (siehe Punkt 4.2.4 der TRGS 250). Bisher bezog sich die Verpflichtung nur auf bestimmte Personenkreise bzw. bestimmte Tätigkeiten. Bei „normalen“ Tätigkeiten konnte bisher auf die Anwendung sicherer Arbeitsmittel dann verzichtet werden, wenn z. B. durch organisatorische Maßnahmen die Gefahr von Nadelstichverletzungen minimiert war. Dies ist jetzt nicht mehr möglich. Die einzige noch vorhandene „Öffnungsklausel“ ergibt sich aus der folgenden Aussage: „… herkömmliche Arbeitsgeräte [dürfen] weiter eingesetzt werden, wenn nach der Gefährdungsbeurteilung unter Beteiligung des Betriebsarztes ermittelt wird, dass das Infektionsrisiko vernachlässigt werden kann. Ein vernachlässigbares Infektionsrisiko besteht z. B., wenn der Infektionsstatus des Patienten bekannt und insbesondere für HIV und HBV und HCV negativ ist.“ Da dies in der Praxis nur eher selten der Fall bzw. kaum bekannt ist, dürfen die sicheren Arbeitsmittel bis auf die wenigen Ausnahmen grundsätzlich verwendet werden.
Es ist das Horror-Szenario für Unternehmen schlechthin und ein nur schwer wieder gut zu machender Imageverlust: die Rücknahme fehlerhafter Produkte vom Markt. Kommt es bei der Nutzung von Produkten, Maschinen, Anlagen und Geräten zu einem Unfall oder zur Schädigung der Gesundheit, kann das für den Hersteller und den Vertreibenden zudem verheerende rechtliche Konsequenzen haben. Damit Hersteller, Betreiber und In-Verkehr-Bringende auf der sicheren Seite sind, arbeitet die B·A·D GmbH seit einigen Jahren erfolgreich mit dem Technischen Büro Aribo Asam (TBAA) im Bereich der Produktzertifizierung (CE) zusammen. Wird die Nutzungssicherheit bereits in den Entwicklungsprozess eingebunden, werden Zeit und Geld gespart und Hersteller und Betreiber vor Investitionen in nachträgliche (vermeidbare) Schutzmaßnahmen bewahrt. „Integrierte Sicherheitskonzepte, keine Anwendungsbarrieren, hohe Akzeptanz beim Nutzer“ lautet die Strategie der B·A·D-Experten, die den Entwicklungsprozess von der Zieldefinition über die Abnahme bis zur Auslieferungs-Freigabe (CE-Kennzeichnung) begleiten. Ein sicheres Produkt und Rechtssicherheit – für alle Beteiligten eine gute Voraussetzung, dass es keine unangenehmen Überraschungen gibt.
Beim Umgang mit Chemikalien ist der Schutz von Haut und Händen eine wesentliche Voraussetzung für sicheres Arbeiten. Aber welche Arbeitshandschuhe sind wofür geeignet? Die Arbeit mit der falschen Arbeitskleidung kann unter Umständen genauso gefährlich sein wie die Arbeit ohne. Die aktuellen Richtlinien, viele nützliche Empfehlungen und wertvolle Hinweise hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung nun in der neuen BGI 868 „Chemikalienschutzhandschuhe – Auswahl, Bereitstellung, Benutzung“ zusammengefasst. Auf insgesamt 23 Seiten werden Hilfestellungen und praxisnahe Tipps gegeben, worauf es bei der Wahl des richtigen und sicheren Handschuhs ankommt und wie größtmögliche Sicherheit durch optimalen Arbeitsschutz gewährleistet wird.
Die BGI 868 können Sie als PDF-Dokument kostenlos herunterladen:
Unternehmer und Führungskräfte können es sich heute nicht mehr leisten, auf der Stelle zu treten und ihr Wissen lediglich zu verwalten. Die concoda GmbH – vormals Akademie Fresenius GmbH – aus Dortmund ist seit 15 Jahren auf Schulungen für Fach- und Führungskräfte auf höchstem Niveau spezialisiert und setzt auf den Ausbau von Know-how, Sensibilisierung für aktuelle Diskussionen und Vorsprung durch neues Wissen. 30 erfahrene Experten und Trainer halten informative und gewinnbringende Seminare zu den Themen Umwelt, Energiewirtschaft, Arbeitsschutz & Arbeitssicherheit und Mensch & Gesundheit ab. Dabei legt concada großen Wert auf eine produktive Atmosphäre durch kleine Arbeitsgruppen, ausführliche Begleitunterlagen und die hohe Qualifikation aller Referenten.
Auf der Website können Sie sich einen ausführlichen Überblick über die vielfältigen Angebote und Sonderleistungen des Unternehmens verschaffen und Ihre Seminarteilnahme auch sofort und unkompliziert buchen.
Den concada-Webauftritt finden Sie unter:
Deutsche Arbeitnehmer lassen sich häufiger krankschreiben, bleiben dafür aber kürzer Zuhause. Das geht aus dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse TK für das Jahr 2007 hervor. Die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit dauerte demnach 11,8 Tage. Zweidrittel aller Krankschreibungen gingen nicht über eine Woche hinaus. Das entspricht einer Abnahme der Krankheitsdauer um einen halben Tag im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt waren Frauen im vergangenen Jahr 2,5 Tage länger arbeitsunfähig als ihre männlichen Kollegen. Bei der Durchschnittsdauer der einzelnen Krankschreibungen ließen sich jedoch keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen. Dennoch, so Gudrun Ahlers von der TK, sei der Krankenstand nach mehreren Jahren erstmals wieder leicht angestiegen und habe 2007 bei drei Prozent gelegen. Zwar wäre die Krankheitsdauer zurückgegangen, dafür hätten Arbeitnehmer sich öfter krankschreiben lassen. Bei 93 Krankschreibungen pro 100 Arbeitnehmer – das ist ein Zuwachs um sieben Meldungen – war statistisch gesehen nahezu jeder Beschäftigte im letzten Jahr ein Mal arbeitsunfähig.
Den gesamten Gesundheitsreport finden Sie auch zum Download unter:
Der jüngste Berliner Kongress „Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten – Mit Qualität“ im Februar 2008 stand ganz im Zeichen der Qualitätssicherung. In seiner Rede setzte sich Rolf Schwanitz, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, für eine hohe Qualität von Vorsorgemaßnahmen ein.
Auf die Behandlung chronischer Leiden würden heute inzwischen etwa 75 Prozent aller Gesundheitskosten entfallen. Und gerade chronische Erkrankungen wären durch Vorsorge oft vermeidbar. Schwanitz mahnte an, in Kitas, Schulen, Unternehmen und auch in Stadtteilen ein Bewusstsein für Prävention zu schaffen und Menschen die Möglichkeit zu geben, durch ihren Lebensstil aktiv Krankheiten vorzubeugen. Nach wie vor, das geht aus dem Präventionsbericht der Krankenkassen für 2007 hervor, gibt es starke Defizite in der Kommunikation der Notwendigkeit zur Prävention. Obwohl die Kassen steigende Vorsorgeausgaben verzeichneten, würden die Angebote nur von vier Prozent der gesetzlich Versicherten wahrgenommen.
Die gesamte Pressemitteilung sowie weiterführende Links finden Sie unter:
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein rege diskutiertes sozialpolitisches Thema und das Schaffen geeigneter Voraussetzungen wird von Politik und Wirtschaft seit Jahr und Tag angemahnt. Allerdings klafft eine Lücke zwischen Forderung und Realität. Das geht aus der Sonderauswertung des DGB-Index „Gute Arbeit“ mit dem Titel „Work-Life-Balance 2007“ hervor, die im März der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Im Zuge der Studie wurden 6.000 deutsche Voll- und Teilzeitbeschäftigte befragt. Ein ausgewogenes Maß zwischen Arbeits- und Privatleben – der so genannten Work-Life-Balance – zu erreichen, sei demnach für 42 Prozent aller Arbeitnehmer mit großen Schwierigkeiten verbunden. Stress und lange Arbeitszeiten würden diese Balance maßgeblich beeinträchtigen. So empfänden Menschen in Vollzeitbeschäftigung 38 Wochenstunden als optimal, würden tatsächlich aber durchschnittlich 44 Stunden pro Woche leisten müssen.
Den gesamten Report finden Sie zum Download unter: http://www.dgb-index-gute-arbeit.de/dgb-index_2007
http://www.dgb-index-gute-arbeit.de
Das Thema „Mobbing im Beruf“ ist in den letzten Jahren stärker in den öffentlichen Fokus geraten. Eine neue Studie des Instituts für Markt- und Sozialforschung, deren Ergebnisse im Januar 2008 veröffentlicht wurden, macht deutlich: Mobbing ist nach wie vor aktuell und Mobbing ist ein Massenphänomen. 12 Prozent aller Arbeitnehmer wären, so die Erkenntnis, dauerhaft und über Monate hinweg der fortwährenden und systematischen Erniedrigung durch Kollegen und auch durch Vorgesetzte ausgesetzt. Dadurch entstünden nicht nur unerträgliche Situationen für die Betroffenen, die im Wechsel des Arbeitsplatzes oft den einzigen Ausweg sähen, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Schäden in Milliardenhöhe durch teure Neubesetzungen von Stellen und die Kosten für die psychologische Behandlung von Mobbing-Opfern. Der weiterführende Artikel „Krieg und Frieden im Büro“ auf der Website der Wochenzeitung Freitag befasst sich auf nachdrückliche Weise mit dem Problem.
Den gesamten Artikel finden Sie unter:
Bei betrieblichen Verletzungen ist schnelle Hilfe gefordert, um mögliche akute oder längerfristig zu erwartende Einschränkungen der Gesundheit zu verhindern. Häufig wird dabei nach dem Tätigwerden des Ersthelfers lediglich der Hausarzt oder ein zum Unfallort geeilter „Notarzt“ konsultiert. Wenn die Verletzung nach einem Arbeits- oder Wegeunfall zu einer Arbeitsunfähigkeit führt oder die Behandlung länger als eine Woche dauert, ist jedoch zwingend auch ein so genannten „Durchgangsarzt“ aufzusuchen. Dieser legt die weitere Behandlung fest. Bundesweit sind 3.500 niedergelassene sowie an Krankenhäusern und Kliniken tätige Ärzte als Durchgangsärzte durch die gesetzliche Unfallversicherung zugelassen. Durchgangsärzte sind Fachärzte für „Chirurgie“ oder „Orthopädie und Unfallchirurgie“. Ihre Praxen und die Unfallkliniken sind mit Fachpersonal und durch spezielle technische Voraussetzungen besonders gut auf Unfälle vorbereitet.
Die Adresse des für Sie zuständigen Durchgangsarztes erfahren Sie von ihrem Hausarzt oder im Internet über die Seiten der Verwaltungsberufsgenossenschaft unter der Adresse:
Auch in der Medizin haben sich die Arbeitsmethoden und mit ihnen die Bedingungen verändert: Medizinische Großgeräte wie MRT oder CT bzw. deren Steuerungseinheiten werden inzwischen von Bildschirmarbeitsplätzen aus bedient. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat nun die Arbeitsbedingungen an 130 Bildschirmarbeitsplätzen in den radiologischen und nuklearmedizinischen Abteilungen von 14 deutschen Kliniken untersucht. Dabei wurde vor allem den klimatischen, akustischen und optischen Voraussetzungen große Bedeutung beigemessen. Die Erkenntnis: Nur sehr wenige der überprüften Arbeitsplätze entsprechen der Bildschirmarbeitsplatzverordnung. Lärm, ungünstiges Licht, schlechte Raumklimaverhältnisse oder auch Hardware-Mängel beeinträchtigen allzu oft die Arbeitsleistungen und damit das Wohlbefinden und die Gesundheit der Beschäftigten.
Die vollständige Studie finden Sie auf der Website der BAuA unter:
Baustellen, Einflugschneisen und vor allem Straßenverkehr – Dauerkrach mindert nicht nur die Qualität und damit den Wert des Wohnumfelds, sondern verursacht auch Stress und Krankheiten. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat jetzt ein Web-Portal zum Thema Lärm ins Netz gestellt, auf dem alarmierende Zahlen zu lesen sind: Zweidrittel aller Bundesdeutschen litten unter Verkehrslärm und jeder Sechste wäre einer gesundheitsgefährdenden Lärmbelastung ausgesetzt. Nun haben die Menschen in NRW die Möglichkeit, sich genau zu erkundigen, wie es um ihre Umgebung bestellt ist. Auf dem Portal finden Interessierte Lärmkarten der zwölf größten Ballungsräume und der verkehrsreichsten Straßen des Landes.Die bedenklichen Erkenntnisse: Vier Prozent der Bevölkerung NRWs sind Lärm ausgesetzt, der die vom Ministerium festgelegten Grenzwerte von tagsüber 70 Dezibel bzw. 60 Dezibel in der Nacht dauerhaft und regelmäßig überschreitet.
Viele weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.umgebungslaerm.nrw.de
Für seriöse und verantwortungsvolle Arbeitgeber sind Arbeitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz (zum Glück!) längst keine lästigen Pflichtaufgaben mehr. Und Unternehmen profitieren indirekt sogar von wirksamen und verlässlichen Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen. Zum einen werden so Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Krankheiten sowie die damit verbundenen Kosten für Leistungsausfälle, die kurzfristige Einarbeitung von Ersatzmitarbeitern und den längeren Wegfall von Know-how und Erfahrung vermieden. Zum anderen sind gute Sicherheitsvorkehrungen heute wichtig für das Image eines Unternehmens und seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Zahlreiche Informationen hat die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in ihrem Factsheet „Die Vorteile guter Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz für die Unternehmen“ zusammengestellt.
Das Dokument können Sie unter dieser Adresse herunterladen:
Deutschland erreicht die von der Weltgesundheitsorganisation gesteckten Ziele zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz nicht. Dies geht aus dem Bericht des Berufsverbandes Deutscher Psychologen (BDP) 2008 zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz hervor. Während die Zahl der Arbeitsunfälle zurückgeht, nimmt die der psychischen und Verhaltensstörungen drastisch zu. Ihr Anteil an den Ausfalltagen ist von 6,6% auf 10,5% angewachsen. Es wird geschätzt, dass allein die depressiven Verstimmungen bereits 2020 nach den Herzerkrankungen an zweiter Stelle stehen werden. Dieser Anstieg ist zu hoch, um sich aus der größeren Bereitschaft und Fähigkeit, eine psychische Störung als solche zu diagnostizieren, zu erklären. Ursachen liegen dem BDP-Bericht zufolge in Zeitdruck, Komplexität der Arbeit und Verantwortung der Beschäftigten, fehlenden Partizipationsmöglichkeiten, prekären Arbeitsverhältnissen wie Leiharbeit und Zeitarbeit, mangelnder Wertschätzung, defizitärem Führungsverhalten sowie einem Ungleichgewicht zwischen beruflicher Verausgabung und erhaltener Entlohnung. "Wir haben in Deutschland nicht nur ein Problem mit Managergehältern, wir haben einen weit verbreiteten Mangel an Managerqualitäten", so BDP-Vizepräsidentin Thordis Bethlehem, der sich auch in psychischen Problemen von Beschäftigten niederschlägt.
Die ausführliche Pressemitteilung des Verbandes finden Sie unter: